Anscheinend kann uns immer nur ein Einzelschicksal zu Tränen rühren.
Der Hase steht jetzt für Millionen Hasen in Massentierhaltung, die anonym sterben und vorher schrecklich gelebt haben.
Sicher muss man nicht unbedingt zu Unterrichtszwecken vor 10 und 11 Jährigen ein Kaninchen schlachten, aber dieses Tier war für den Verzehr bestimmt, wie es immer so schön heißt und Kaninchen sehen nun mal so aus, knuddeliges Fell, wunderschöne Augen. Trotzdem fressen unsere Hunde ihre getrockneten Ohren, ihr Fleisch findet sich im Hundefutter, nicht immer deklariert, und sie werden auf Wochenmärkten und in Supermärkten verkauft-geschlachtet und verzehrfertig.
Dieses eine Kaninchen hat es die Schlagzeilen geschafft. Diese eine hätte leben sollen, während seine Artgenossen eingepfercht mit blickloses Augen und schrecklichem Fell der brutalen Schlachtung entgegensehen.
Ich finde die Eltern heuchlerisch, die sich jetzt empören und fürchterliche nie wieder gut zu machende gesundheitliche Folgen für ihre Kinder sehen.
Dann gibt es die, die sagen, man hätte doch ein Huhn nehmen können oder den Kindern einen Schlachthof zeigen sollen.
Diese Eltern waren bestimmt noch nie in einem Schlachthof, sonst käme ihnen die absurde Idee nicht.
Wir lassen es zu, dass in Schlachthöfen lebende Tiere mit Holzstöcken geprügelt werden, um das Fleisch in Teilen "unbrauchbar" zu machen und es für den Landwirt weniger Gewinn abwirft, dafür mehr für den Schlachthof.
Kontrolleure, die das aufdecken, müssen mit Jobverlust rechnen, mindestends mit Mobbing.
In ganz wenigen Jahren wird von den kleinen heute 10 und 11 jährigen Schülern erwartet, dass sie ein erstes berufsbildendes Praktikum in einem Betrieb absolvieren, dass sie Weichen für ihre Berufsausbildung stellen.
Das nenne ich Überforderung, aber da sollen sie längst funktionieren und das möglichst ohne elterlich Einwirkung.
Leider müssen Lehrer immer mehr Aufgaben übernehmen, die selbstverständliche Aufgabe der Eltern wären.
Geht mal was von dem schief, was die Lehrer sich ausdenken, ist das Geschrei groß.
Dankbarkeit bei dem was gut läuft - Fehlanzeige.
LG, Friederike