rinski - ich kann mich nur an den schrecklichen Vorfall mit der jungen Frau in Kalibrien erinnern. Das war irgendwann letztes Jahr.
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Zu den "4 Stunden TODESANGST!" - joah, das grenzt schon an Bildzeitungs-Niveau. 
Was man da hören kann, ist völlig normales und berechtigtes Erkundungsverhalten, inner-teamliche Auseinandersetzung und dieses ganze Lager muss für die HSH ungewohnt und ungewöhnlich genug gewesen sein, dass sie in der Nähe geblieben sind.
Das höre und sehe ich hier in schönster Regelmäßigkeit. Meine Hunde bleiben auch in der Nähe von "seltsamen Ereignissen", wie z. B. die Tage erst abends der notgelandete RTH genau neben den Ausläufen. Das haben sie unaufgeregt im Auge behalten, natürlich. HSH "ticken" so, dass sie Alltagsdinge als normal einstufen und aussergewöhnliche Dinge eben nicht. Die Hunde haben dann einfach hinter mir gelegen, als ich mit dem Piloten geschwatzt habe.
Das Anpinkeln ist ein Checked-Zeichen.
Aber da kommt noch mal ganz ganz gewaltig der Unterschied zu Pfeffernaserl Erzählung und Bildern zum Vorschein.
Während Pfeffernaserl sich ins Umfeld integriert und an die Gegebenheiten angepasst hat und die Möglichkeit der freundlichen Kontaktaufnahme genutzt hat, hocken die Radler-Jungs da wie ein Fremdkörper, als käme es nur auf sie an und das Drum-Rum und alle Lebewesen, die da ihren Lebensraum haben, sind ihnen vollkommen egal, solange es sich nicht unmittelbar selbst betrifft. So "platsch"- wir sind jetzt da, seht zu, wie Ihr mit uns klarkommt.
Ich habe auch schon ein Video von F. M. gesehen, wo er zu Fuss im Laufschritt in der Dämmerung an liegenden, wiederkäuenden Rindern im Gebirge vorbeigehetzt ist - auch da kein klitzekleines Bischen an "ich muss mich als Naturnutzer dem Umfeld anpassen"-Gedanke. Schnelle Bewegungen in der Dämmerung sind für potentielle Beutetiere schlichtweg sehr stressig. In der Natur heisst "schnell in der Dämmerung" jagen oder gejagt werden. Was auch der Grund ist, warum bei der Eskortenfahrt in die Stadt überall Hunde von den Grundstücken geschossen gekommen sind. Auf Radfahrer fallen Bären und Berglöwen auch gern mal rein.
Das zieht sich schon ein wenig durch bei solchen Outdoor-Sportlern. Ich finds schade für sie selbst - sie verpassen so viel echtes Natur-Erlebnis, weil für sie da draussen völlig andere Dinge zählen.
Allein die Herde Schafe mit HSH zu beobachten, sie konnten sie ja sehen, hätte mit Sicherheit viel zum Verständnis für die Arbeitsweise der Hunde beigetragen, ein sich noch im Hellen sichtbar machen (nur weil ich von einem Hügel aus nach unten sehen kann, heisst das nicht, dass die da unten mich auch gut sehen können), hätte komplett andere Abläufe nach sich gezogen.
Die empfundene Todesangst lag nicht an den Hunden, sondern am mangelnden Wissen. Die war nur in den Köpfen - Kontrollverlust bei Unwissenheit - real war die Gefahr nicht sonderlich gross. Das einzig Vernünftige, was die Radler gemacht haben, war: eben nichts zu machen.
Um als Mensch von einem arbeitenden HSH verletzt zu werden, muss man sich schon gewaltig anstrengen.
Nur leider wird das mit der Verbreitung dieses Videos nicht so nach draussen getragen. Da kann man ruhig ein, zweimal einflechten, dass man selbst Schuld war: allein die benutzten dramatischen Marker-Wörter aber machen das mehr als wett. Fazit: Kangals sind voll-krasse Hunde, die durch ihre unzweifelhafte Gefährlichkeit sogar voll-krassen Outdoorfreaks Todesangst einjagen können. DAS ist das, was Zuschauer sich da rausziehen. Nicht, die haben sich da verhalten wie die Voll-Deppen.