und erhöht nicht die Akzeptanz ihrer Hunde in der Umgebung.
Der Wanderverein hat Theater gemacht, ja. Zu der Zeit, als der Wanderweg noch AUF meiner Fläche lag. Das ist ja jetzt nicht mehr so, nachdem ich die Nase voll von dem Gemotze hatte.
Das Dorf an sich ist überwiegend neutral, was die Hunde angeht - mittlerweile, das muss man dazu sagen. In der ersten Zeit haben immer und überall (also nicht nur hier) alle Angst, abwechselnd von Wölfen oder Herdenschutzhunden gefressen zu werden.
Das zweiköpfige Team der Liga gegen Herdenschutzhunde im Dorf steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Amazon-Fahrer-Unterkunft. Die nimmt niemand für voll.
Ich betreibe allerdings auch mächtig Aufriss, dass es nachts erträglich fürs Umfeld bleibt (das ist hier ein Strassendorf, also alle Häuser liegen in Ortsrandlage, sozusagen, weil sie sich die einzige Strasse lang aufreihen). Nachts sind Rinder und Hunde im Offenstall mit Auslauf und der Auslauf ist mit Panels mit Sichtschutznetzen umzäunt.
Meine Hunde bellen weit weniger als die dem normalen Familienhund lt. diverser Gerichtsurteile zugesprochenen 30 Minuten am Tag (bei 30 Min würde ich selbst durchdrehen, übrigens), das liegt daran, dass sie gut bewerten können, also nicht wegen jedem raschelndem Laub im Baum bellen und dass sie eh ganz leise sind, wenns ernst wird.
Auch jetzt, wo der Wolf immer wieder in der Nähe ist, hat sich da nichts dran geändert. Den wollen sie ja nicht vertreiben, den wollen sie atomarisieren.
Das braucht - besonders, wenn die Unterstützung von LfU und Co im Grunde kaum vorhanden ist bei der Öffentlichkeitsarbeit - ein paar Jahre, bis die Leuts sich dran gewöhnt haben (alles Neue ist ja immer erstmal bäh) und ist da, wo es grad mit Wölfen und Herdenschutz losgeht, noch echte Pionierarbeit. Das muss man schon wollen, ja. Und man will es dann, wenn man verstanden hat, dass Zäune allein oft nicht ausreichend sind.
Nur werden genau das auch die Abgabehunde.
Wirklich problematische HSH, die im Herdenschutz nicht einsetzbar sind, weil sie durch offensiv-aggressives Verhalten auffallen, einen Menschen gebissen haben oder trotz Arbeit daran nach wie vor ihre eigentlichen Schützlinge verletzen, landen nicht als Abgabehunde im Tierheim. Die sind auch im Normalfall nicht resozialisierbar. Würden die dort abgegeben werden, würde das einen lebenslangen TH-Aufenthalt bedeuten. Das ist ähnlich, wie wildgefangene Tiere nun in eine Gehege zu sperren. Eine Vermittlung nahezu ausgeschlossen.
Ja, die werden eingeschläfert. Auch da sind die Schweizer "Vorreiter", indem sie ganz offen damit umgehen.
Es sind aber nicht so viele, wie man als Aussenstehender denken mag.
Es werden auch HSH mit gesundheitlichen Problemen weit früher eingeschläfert, als man das mit einem Familienhund vllt. machen würde.
Es gefällt mir nicht - aber ich versteh es bis zu einem gewissen Grad.
Ganz offensichtlich wird da mit den Hunden gearbeitet, aber es "klappt" eben auch ohne Zaun und "ohne Hirten" in touristischen Gebieten.
Vermutlich muss nichtmal allzuviel menschlicherseits gearbeitet werden - mit das Wichtigste ist, dass die Hunde in einem Umfeld aufwachsen, das dann ihrem Einsatzort entspricht. Und ein klitzeklein wenig gut ist es, wenn Menschen sich nicht aggressiv verhalten, weil der größte Teil der HSH den Menschen an sich gar nicht als "Feind der Herde" sieht. (Was jetzt nicht bedeutet, dass er sie nicht verbellt, aber wenn man Vergleiche zum Verbellen einer Wildsau oder eines streunenden Hundes hat, sieht und hört man himmelweite Unterschiede)