Hm, ich les ja immer wieder von Hunden mit Futtermittelunverträglichkeiten und den unzähligen Versuchen der Besitzer, das „richtige“ Futter zu finden. Ohne meist auch nur im Ansatz zu wissen, worauf der Hund überhaupt mit Allergien bzw Unverträglichkeiten reagiert. Das können mikroskopische Bestandteile eines Futters sein, und wenn es nur 1% ausmacht.
„Einfach“ mal ein Futter für Hunde mit Allergien/Unverträglichkeiten auszuprobieren halte ich nicht für den richtigen Weg. Die Hersteller wissen nicht, worauf der Hund reagiert. Und ja, so ein Futter „passt“, wenn er z.B. von Vet Concept Büffel/Süsskartoffel oder Pferd/Kartoffel verträgt. Sonst ist das eine Never Ending Story.
Viele Hersteller haben dann im Kleingedruckten noch z.B. Erbsen, Soja, Möhren etc. , alles mögliche Auslöser!
Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Hatte 16,5 Jahre eine höchst allergische Hündin und unser jetziger Jungspund schiesst den Vogel vollends ab. Neben einer extremen Futterallergie ist sie auch noch in allerhöchstem Maße gegen so ziemlich alles allergisch (angefangen über Gräser, Getreide, Bäume, etc. Über Hausstaubmilben, Futtermilben etc.
Da nur aufs Geratewohl „einfach“ ein Futter für Hunde mit Allergien/Unverträglichkeiten zu verfüttern geht definitiv in die Hose. Und dem Hund ist überhaupt nicht geholfen.
Auch wenn viele die Bluttests auf Allergien für Unsinn halten, ist das meiner Meinung nach der einzige Weg, überhaupt einen Ansatz zu haben, wo man beim Futter anfängt. Wir haben ALLE gemacht, sowohl auf Futtermittel, Exoten etc. und auch auf alle „Umweltallergien“ die möglich sind.
Erst dann konnten wir überhaupt anfangen, irgendetwas auszuprobieren. Ok, bei den höchst überschaubaren Zutaten, die man an weniger als einer Hand abzählen konnte und für Baileys überhaupt noch in Frage kamen, kam so ein allerwelts Futter für Hunde mit Allergien/Unverträglichkeiten überhaupt nicht in Frage. Viel zu viele „Extras“ drin, die eben nicht vertragen wurden.
Half zunächst ausschließlich ein hydrolisiertes! (und auch die Kohlehydratquelle ist komplett „gereinigt“ und somit nicht als Allergen erkennbar) Futter um überhaupt erstmal Ruhe reinzukriegen. Und das half umgehend und nicht erst nach zehn Wochen! Nach zwei Tagen war der Kot bereits Top, kein Erbrechen mehr, die Kratzerei legte sich nach ein paar Tagen.
Und erst wenn das ne Zeit gutgeht, dann kann man mit Sorten, die IgE und IgG beide 0 sind anfangen, zu versuchen, ob der Hund es verträgt (kann trotz beider 0 sein, dass der Hund es manchmal trotzdem nicht verträgt. Oder Nassfutter ja, Trockenfutter gleiche Sorte nein, oder Kauartikel dieses Tieres ja und Nassfutter nicht.
Das muss man dann ausprobieren.
Alles Gute euch.