Hallo tom03. Kann Dir auch nur raten, dieses Gewächs unverzüglich entfernen zu lassen. Meine Luca (mittlerweile 11 1/2 Jahre) hatte vor ziemlich genau einem Jahr an exakt der gleichen Stelle wie Dein Hund, nur dass es unten rechts war, einen optisch ebenso aussehenden "Zuwachs". Allerdings war er bei ihr noch deutlich kleiner als bei Deinem.
Da wir bei ihr vor fünf Jahren bereits an der Leftze oben rechts eine winzige Zubildung hatten, welche maximal stecknadelkopfgroß groß war, und diese umgehend (4 Tage nach entdecken) entfernen ließen, und es sich damals schon um einen hochaggressiven Mastzelltumor mit "sehr vorsichtiger Prognose" handelte, wurde die Zubildung letztes Jahr 2 Tage nachdem wir den entdeckt hatten (war ein Sonntag, sind am gleichen Tag noch zur TÄ), heraus operiert. War sehr dankbar, dass meine TÄ uns sofort dazwischen schob, obwohl der OP Plan längst voll war.
Da aufgrund der Vorgeschichte bereits der Verdacht bestand, dass auch diese Zubildung nichts gutes bedeutet, wurde der Tumor wie gesagt zwei Tage später großzügig entfernt. An dieser Stelle am Unterkiefer nicht so einfach, da dort vergleichsweise wenig Haut ist. Und auch der Reißzahn an der Stelle ist nicht gerade wundheilungsfördernd.
Bis zum Fäden ziehen verlief die Heilung allerdings auch (augenscheinlich) gut. Beim Fäden ziehen dann das "Graus". Mit jedem gezogenen Faden brach die Wunde weiter auf, sodass am Ende die Wunde vom Reißzahn bis zum hinteren Mundwinkel reichte. Nicht weil so weit geschnitten war, sondern an der Stelle mangels Masse sehr viel Spannung drauf ist und somit "auseinander" gezogen wurde. Ein erneutes Nähen kam wegen keiner Aussicht auf Erfolg nicht in Frage. Die Wundbehandlung erfolgte also nur mit mehrmals täglichem desinfizieren und Salbe auftragen. War so ne klebrige, die die Wunde etwas zuhielt. War schon ein hässlicher Anblick.
Noch dazu mit dem Hintergedanken, dass das gar nicht mehr zuheilt. Hatte ja gleich die niederschmetternde Diagnose mitgeliefert bekommen: Laut Pathobericht bösartiger Krebs, Prognose schlecht bis infaust. Allerdings schienen die Schnittränder lt. Bericht frei.
Was soll ich sagen, war ne hässliche Zeit. Aber vier Wochen später war die Wunde verheilt. Und, dass allerwichtigste, meine Trulla erfreut sich immer noch bester Gesundheit. Regelmäßige Röntgenbilder der Lunge zeigen, dass sich dort keine Metastasen gebildet haben.
Wir hoffen und beten natürlich, dass sie uns noch laaaaaange erhalten bleibt.
Ich schreibe das so ausführlich, weil Du Dir der möglichen Dringlichkeit bewusst werden sollst, aber auch, sollte es bei Deinem Hund bösartig sein, immer noch Hoffnung besteht.
Ich drücke alle Daumen, dass es bei Deinem Hund "nur" eine gutartige Zubildung ist und wünsche alles Gute.
LG