Beiträge von CorinnaS

    Gerade bei einem Beagle ist konsequente Erziehung absolut wichtig. Es ist eine sehr eigenständige Rasse. Wenn man sich selbst überläßt, machen sie ihr Ding. Und das ist nicht immer in unserem Sinne;)
    Auf Druck reagieren Beagle i.d.R. mit Blockade. Aber sie sind wunderbar über positive Verstärkung zu lenken. Futter und Spaß, damit bekommt man sie gut in den Griff. Und denk bitte daran, daß es viel Bewegung und Kopfarbeit braucht, um diese Rasse auszulasten.

    Du mußt bereit sein, neue Türen zu öffnen. Ein Beagle ist kein Dobermann. Und selbst 2 Hunde gleicher Rasse können sooo unterschiedlich sein.

    Mein Beagle Paco starb im Alter von 2 Jahren nach einem Unfall. Er war mein Herzhund, mein Traumhund, meine ganz große Liebe.
    Es kam ein neuer Beagle ins Haus. Alle hatten mich gewarnt, nicht die selbe Rasse zu nehmen, damit ich nicht immer vergleiche. Aber es blieb beim Beagle. Kalle war und ist so ziemlich genau das Gegenteil von Paco, obwohl es die gleiche Rasse ist. Unterschiedlicher könnten 2 Hunde nicht sein. Er war viele Wochen/Monate der "falsche" Hund. Dazu kam, daß er schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hatte. Aber wir haben's miteinander durchgebissen und eine neue Welt miteinander erobert. Heute liebe ich ihn so sehr, mehr geht nicht.
    Nun ist Lilo dazu gekommen. Ebenfalls Beagle. Und wieder so völlig anders als Paco und Kalle. Und ich bin einfach nur gespannt, wohin uns die Reise führen wird.

    Will heißen: Auch ein Dobermann wird nie so sein wie Dein früherer Hund. Sei offen für diese neue Reise und entwickle Dich weiter. Nur so kann das Glück wachsen...

    Kalle wurde von der ersten Familie auch wegen Allergie (beim Kind) abgegeben. Als ich dann recherchiert habe, fand ich in einem Beagleforum jede Menge Beiträge von den Besitzern, wie überfordert sie mit dem Hund waren...
    Die zweite Familie hat ihn gutgläubig übernommen. Und nach 2 Tagen offen und ehrlich kapituliert. Der Vorbesitzer nahm ihn aber nicht zurück. Sie haben's noch etwas probiert, aber ohne Hundeerfahrung war es besser, ihn doch wieder abzugeben.
    Ich muß sagen, die zweite Familie war mir wesentlich sympathischer. Keine faulen Ausreden, Karten auf den Tisch.

    Die Hundegenehmigung kann ein Vermieter immer nur unter Vorbehalt erteilen. Wenn Nachbarn sich beschweren, wird jeder Vermieter sie zurückziehen. Wie ist denn Euer Vermieter sonst so? Ich würde erstmal in Ruhe mit ihm reden. Kannst ja sagen, daß Ihr Euch was Neues sucht und ihn noch um Aufschub bitten, bis Du die Prüfungen hinter Dir hast. Bis dahin, sagst Du ihm, wird der Hund dann auch betreut werden.

    Wenn er vom Tierschutzbund schreibt, dann wollte er einfach Druck machen. Denn zuständig wäre das Ordnungsamt. Aber so einfach können die Dir den Hund auch nicht wegnehmen. Kann halt nur sein, daß die Nachbarn da Horrorstories erzählen, auf die das OA dann reagieren müßte.

    Ich würde erstmal den Vermieter kontaktieren und fragen, ob er offen für Lösungen ist. Wenn ja, dann sucht einen Hundesitter. 8 Stunden sind für einen Junghund definitiv zu lang, zumal bei dieser Rassekonstellation.
    Wer weiß, ob das Klopfen gegen die Heizung Provokation war, oder ob der Nachbar an die Heizung geklopft hat, weil der Hund gebellt hatte? Und man kann auch niemandem verbieten, mit Stöckelschuhen im Haus rumzulaufen. Das Problem sind nicht die Nachbarn, das ist der bellende oder jaulende Hund. Also schon alleine im Interesse des Hundes muß da eine Betreuung her. Und vielleicht habt Ihr ja Glück, daß der Vermieter sich drauf einläßt.