Beiträge von CorinnaS

    Mit Setter Cliff und Beagle Paco konnte ich herrlich raufen. Kalle kannte keine Beißhemmung, als ich ihn damals übernommen habe. Der wurde schon beim Zergeln so wild, dass ich das alles erstmal hab bleiben lassen. Mittlerweile ist es so, dass er zwar gerne (und ohne Beißen) mit mir zergelt, aber sich das schlichte Raufen nicht so recht traut. Er steigt kurz drauf ein, wird dann aber nervös und holt ein Spielzeug. Lilo hat's auch nicht mit Raufen und ist sogar beim Zergeln sehr zurückhaltend.

    Das Vergleichen der Hunde bringt gar nichts. Du kannst auch 2 eigene Kinder genau gleich erziehen, und sie sind trotzdem ganz unterschiedlich in ihrem Wesen und Temperament. 2 Hunde gleicher Rasse müssen sich in keinster Weise ähneln. Ich habe jetzt den 3. Beagle, und keiner war wie der andere.

    Konzentriere Dich darauf, wie er sich in bestimmten Situationen verhalten soll und übe das konsequent ein. Manche Hunde entwickeln selbständig alternative Verhaltensweisen bei Verbotssituationen, andere nicht. Zeig ihm also, was konkret Du von ihm möchtest. Und bestätige das natürlich. Außerdem viele Übungen zur Impulskontrolle machen und ihm auch konkrete Möglichkeiten geben, sein Temperament auch auszuleben.

    Ich würde auch auf jeden Fall die Schilddrüse abklären lassen und außerdem getreidefrei füttern. Zu letzterem gibt es ein interessantes Buch von Vera Biber "Hilfe, mein Hund ist unerziehbar." - vielleicht bringt Euch das etwas weiter.

    Offenkundig habt ihr einen Workaholic;) Ihr müßt nun eine Brücke zum Alltag schaffen, also seine Arbeitseinstellung in den Alltag rüber bringen. Wie wäre es z.B. mit Handfütterung?

    Seid Ihr denn alle sicher, dass es sich um Leinenaggression handelt? Kann doch auch einfach nur Frust sein, weil er nicht hin darf. Dann wäre Training zur Impulskontrolle wichtig. Und in besagter Situation dann eben u.a. auch dadurch, dass man erst größeren Abstand nimmt (ruhiges Verhalten bestätigen) und dann den Abstand sukzessive verringert. Ohne dieses "Rantasten" wird's m.E. nicht gehen, auch wenn das natürlich Arbeit bedeutet. Aber das wurde hier ja schon geschrieben.

    Ich hab hier auch einen sitzen, der angeblich so brav war und schon sooooooviel konnte :headbash: . In Wahrheit lebte er alleine in einem Zimmer, weil sich keiner richtig für ihn Zeit nehmen wollte. Und natürlich konnte er nichts.

    Es tut mir sehr leid, dass Ihr mittlerweile schon etwas Angst vor ihm entwickelt habt. Aber wollt Ihr nicht doch erst noch einen Versuch mit einem erfahrenen Trainer starten? Der Hund ist sicher noch sehr verwirrt durch den Umzug. Und womöglich sind es nur Kleinigkeiten, die ihm die Orientierung an Euch erleichtern würden. Ich meine, Ihr scheint ja doch das Herz am rechten Fleck zu haben. Und mit praktischer Unterstützung könnte es vielleicht klappen.