Beiträge von Jeany1983

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    Klar hat man als Mutter (oder Vater) die Pflicht dahingehend vorzusorgen das solche Vorfaelle erst gar nicht passieren mit den eigenen Kindern und dem Hund.
    Auch finde ich es mehr als verstaendlich das man nach einem blutigen Vorfall am eigenen Kind den Hund nicht mehr laenger im Haus haben moechte.

    Aber als Besitzer nach einem Vorfall ueber Leben oder Tod des Hundes zu entscheiden finde ich in den meisten (oder vielen) Faellen eher anmassend, es sei denn die eigene Kompetenz verfuegt ueber eine klare objektive Einschaetzung des Verhaltens.
    Und was die Schwere der Verletzungen angeht....gerade kleine Kinder werden ueberwiegend durch Bisse im Gesicht verletzt, das hinterlaesst oftmals Narben und schaut auch auf den ersten Blick immer massiver aus als es ist und vor allem massives als der Hund es beabsichtigt hatte. Ein Kind oder Mensch generell hat nun eben mal nicht die dicke Haut eines Hundes.....das weiss der Hund allerdings nicht automatisch.
    Und was fuer den Hund lediglich ein angemessenes Warnen ist schaut dann fuer den Menschen aus wie eine massive Attacke mit Toetungs- oder Verletzungsabsicht.

    Genauso :gut:

    Und ich finde es erschreckend, wenn solche Sätze rausgehauen werden ...

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    Wenn hund so beißt das ein kind schwer verletzt wird bekommt er die spritze.

    Mit welchem Recht, kann man so pauschalisierend urteilen :???:

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    Vielleicht noch als Zusatz: Für gewöhnlich wird der Stress von Rüden bei läufigen Hündinnen mit zunehmendem Alter/Erfahrung geringer und ist dann auch weniger problematisch. Wenn der Rüde mal ein paar Läufigkeiten durch hat, wird es entspannter :)

    Naja gut, es kommt ja auch immer auf den Ausmaß des Stress an. Das ein Rüde mal normalen Streß hat, ist klar. Mein Joker zickt im Moment auch mal rum, leckt an jedem Grashalm und klappert mit den Zähnen.
    Aber er ist nach wie vor ansprechbar und wird nicht lethargisch und das ist nicht ansatzweise zu vergleichen mit dem was Gismo gemacht hat. Und Joker ist ja jetzt hormonell in der anstrengensten Phase. Solange ein Rüde den üblichen normalen "Streß" damit hat, ist es natürlich kein Grund zu kastrieren. Das wäre ja auch Quatsch. Dann hätte ich mir keinen Rüden ins Haus geholt. Logisch, das die Hormone in Wallung kommen, wenn die Mädels heiß werden. Das ist die normale Natur!

    Gismo hatte durch den starken psychischen Streß auch starke körperliche Auswirkungen. Da hätte ich nicht länger warten können, frei nach dem Motto, die Zeit wird's schon richten! Nein defintiv nicht...

    @Anatmoica: Letztlich musst du wissen, was dein Rüde für einen Streß damit hat. Ist es nicht mehr der normale Streß, würde ich zur Kastra tendieren.

    Aber wie gesagt, wenn es den normalen Streß übersteigt. Bei Gismo war es am Ende so stark, dass er permanent dieses Verhalten gezeigt hat, obwohl in der näheren Umgebung keine läufige Hündin war.
    Er musste also nichtmal direkten Kontakt damit haben.
    Wenn es nur mal ne Phase von 4 Wochen im Jahr ist, dann hätte ich da auch drüber hinweggesehen. Davon wäre er nicht umgekommen.
    Aber auf DAUER solch einen ZUstand, kann für keinen HUnd der Welt richtig sein und da muss ich nicht als Mensch krampfhaft an den Eiern meines Hundes festhalten!!

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    Inwiefern hyeraktiv. Ist er auch auf alles drauf was vier Beine hatte?

    Nein, weil das hab ich natürlich unterbunden. Das kann man ja erzieherisch unterbinden.

    Gismo hat nicht mehr geschlafen, er ist ständig unruhig durch die Wohnung gelaufen, stand jankend vor der Tür. Auch wenn ich ihn auf seinen Platz geschickt habe oder in den Kennel verfrachtet habe, hat er NICHT geschlafen und gejankt.
    Nicht gefressen. Wenn er denn mal was gefressen hat, dann hatte er ständig Streßdurchfall. Er hat stark gehechelt. Draußen war er völlig in einer eigenen Welt. Er war für nichts zu begeistern, selbst das Dummytraining war nicht mehr möglich. Weil er nur schnüffeln und ablecken wollte.
    Er ist draußen ständig mit ausgefahrenem Pimmelchen rumgelaufen und sobald er ne Spur einer läufigen Dame in der Nase hatte, war er gar nicht mehr ansprechbar. Ich hatte Glück, dass er mir nicht abgehauen ist, aber er ist dann auch draußen jankend rumgelaufen und hatte Schaum vor der Schnauze.

    Ganz ehrlich ich dachte erst an irgendeine Krankheit. Ich hab ihn komplett auf den Kopf stellen lassen. Röntgen, Bluttest. Alles war in Ordnung.
    Gismo wiegt nur zwischen 7-8kg. Und hat in seiner schlimmsten Phase fast 2 Kilo abgenommen.
    Es war furchtbar.
    Ich hab soviel versucht. Ablenkungstraining. Ich hab Kontakt zu läufigen Hündinnen gesucht um ggf. die Frusttoleranz so zu erhöhen (wurde mir hier auch irgendwann mal geraten) es hat alles NICHTS gebracht.

    Und deshalb habe ich kastrieren lassen und würde auch immer wieder so handeln. Denn so war es für keinen ein vernünftiges Leben, weder für den Hund, noch für einen selbst....
    Nun ist er wieder ein normaler HUnd. Und er ist nicht dick geworden und wird auch von anderen Rüden nicht gemobbt (ich hab ja auch selbst noch einen intakten Rüden zuhause).

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    Ich hatte erst ein günstigeres Kunstleder-ding. Das hielt noch keine 5 Stunden. Die Kudde ist einfach total haltbar, robust, qualitativ hochwertig.

    Ich lege auch ne billige Decke rein. Die können die Jungs dann rausstrampeln, wenn es zu warm wird und ich kann sie super leicht waschen...

    Genauso sieht es aus :gut:
    Ich bin auch seit kurzem stolzer Besitzer einer Kudde für meine Jungs.
    Und sie haben sie sofort dankend angenommen. :smile: Die Decke schmeißt Joker sich allerdings immer raus. Dem ist nämlich immer warm. Und Gismo benutzt Joker als Decke, der braucht dann auch keine :hust:

    Also ich habe meinen Gismo aufgrund seiner extremen Hypersexualität kastrieren lassen und ja ich würde es immer wieder machen!!!

    Mein Hund kann seitdem wieder entspannt seinen Alltag bewältigen.
    Ich habe mir lange von sämtlichen Leuten einreden lassen, dass ICH versagt hätte, wenn ich meinen Hund aus diesen Gründen kastrieren liese.
    Im Nachhinein wünschte ich, ich hätte eher gehandelt, anstatt mich von Leuten beeinflussen zu lassen, die nur schwarz und weiß sehen.
    Meinem Hund hätte ich dadurch einige quälende Zeiten erspart.

    Und mein Hund hatte durch die psychische Belastung auch körperliche Folgen. Dauer Durchfall, starkes Abmagern, keinen Schlaf.
    Erzieherisch konnte ich rammeln natürlich unterbinden.
    Aber ich konnte seinen Zustand nicht erzieherisch beeinflussen.

    Ich habe auch extra Trainer zu Rate gezogen, die mir beide zur Kastra geraten haben.

    Wir haben erst chemisch kastriert, welche uns gezeigt hat, dass es ganz klar hormonell war und nun sind die Eierchen ab und Gismo ist wieder ein ganz normaler Hund.

    Eins weiß ich, wenn ich nochmal in solch eine Situation kommen sollte, werde ich auf MICH hören und nicht auf andere, die mich und meinen Hund nicht kennen ;)

    Nichts desto trotz muss ich mir besonders hier im DF immer wieder anhören, dass andere dies sehr wohl erzieherisch hätten regeln können =)
    Ganz gerne wird ja dann angebracht, dass intakte Rüden Kastraten gegenüber totale Mobber sind. Da frag ich mich dann aber wirklich, was das für ein Grund sein soll, meinen Hund nicht von seinen Qualen zu erlösen. :???: Wenn ein solcher Rüde meinen Kastraten mobben würde, würde ich erwarten, dass der Halter dagegen wirkt, sonst würd ich es tun.
    Und auch lege ich nicht auf jeden Hundekontakt wert und auf solchen schonmal gar nicht.

    Ich find es auch nicht gut, solch junge Kinder allein mit nem Hund losziehen zu lassen. Kinder in dem ALter können doch erzieherisch gar nicht auf einen Hund einwirken, jetzt mal ehrlich....

    Bei uns läuft auch ein junges Mädchen mit einem größeren Mischling. Wenn ich das Mädel seh, mach ich schon auf dem Absatz kehrt, denn sie wurde schon so oft von dem HUnd umgelegt, weil der immer wild tobend zu anderen Hunden will. Das kleine zarte Mädchen (ich schätze 6Jahre) kann ihn natürlich nicht halten, versucht es aber immer und lässt die Leine nicht los.
    JA, das find ich schlimm und unverantwortlich gegenüber dem Kind, dem Hund und auch den Menschen und Hunden die diesen begegnen.
    Die Eltern sind völlig beratungsresistent und reagieren nur ausfallend und niveaulos wenn sie darauf angesprochen werden (es haben sich schon vermehrt Leute dort beschwert).
    Bis irgendwann mal was passiert... naja obwohl passiert ist ja schon was, das Mädchen hat regelmäßig aufgeschlagene Knie und Ellenbogen, weil der Hund sie regelmäßig umlegt....
    Aber die neueste Masche ist, dass sie den Hund dann mit der Leine haut.
    Die Familie ist bekannt bei Jugendamt und Veterinäramt. Aber tätig wird da leider keiner...

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    Ich hab gestern ein Camiro bestellt :smile: Ganz schlicht in Dreckfarbe - aber mit Reflektoren und Namensstick.
    Bin mal gespannt, wann es kommt.
    Dann berichte ich gerne.

    Oh ja bitte. Welches hast du denn bestellt? Und welche Größe?
    Ich will mirwohl auch eins von Camiro holen. Ich glaube wenn ich nach der Größentabelle gehe müsste M reichen... aber ich weiß nicht wie weit Joker noch wächst :/ und ob ich doch besser L nehme :???:

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    oh sorry Jeany ich hab deinen beitrag eben erst gelesen! wie doof...
    also wie reagieren da ganz unterschiedlich...ich schreie bzw schimpfe mit ihr ganz doll..weil ich einfach auch angst habe,dass sie irgendwann mal vom balkon runterfällt ...Sie ist ein Bearded colie und sie ist eigentlich seit dem sie ca. ein halbes jahr ist bei uns...

    Ja o.k. also den Hund anschreien das er Ruhe geben soll bringt nichts. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Damit macht man es letzlich noch schlimmer ;-)
    versuch sie wegzuschicken. Wenn sie sich nicht wegschicken lässt, dann lass sie auch zuhause ein Geschirr tragen, woran du dann einen Kurzführer machst. Das ist eine ganz kurze Leine (ca. 30cm)
    Wenn dein Hund also Terror auf dem Balkon macht. Holst du ihn kommentarlos ab und führst ihn mit dieser Leine an seinen Platz, wo er dann ne Zeit bleiben sollte. Steht er auf, sofort korrigieren.
    Aber ganz wichtig ruhig bleiben.

    Collies sind ja generell etwas bellfreudiger, so wie mein Aussie ja auch. Aber in der Wohnung sollte Ruhe herrschen.

    Dein Hund scheint aber auch ein wenig eine Aufgabe übernommen zu haben, die ihn selbst auch überfordet, daher denke ich, dass es nicht verkehrt ist, wenn du in die Hundeschule gehst und fachmännische Unterstützung bekommst.
    Bearded Collies sind tolle Hunde. Ein Freund von mir hat 2. Die beiden sind einfach ein Traum und sehr gut zu führen, wenn man weiß wie.

    Viel Erfolg und ich hoffe auf weitere Berichterstattung ;)