cazcarra,
die Antwort wird aber ein bisschen länger. 
Als ich meinen ersten Hund aus dem TH holte, oben genannter Rüde, hatte ich auch eine normale Leine.
Ich lernte sehr schnell das Racker, so hiess das Schätzchen, pöbelt und zieht wie ein Weltmeister.
Erst der TA brachte mich drauf ein Geschirr zu benutzen, nachdem Racker durch das ziehen innerhalb von 1 Woche einen geschwollenen Kehlkopf hatte.
Ableinen konnte ich ihn selten da er mit gleichgeschlechtlichen Hunden nicht wirklich konnte. Es gab ein paar Ausnahmen.
Leider zog er immer noch wie ein Weltmeister. Also beschloss ich damals mir eine Flexi zu holen. Damit Hund ein bisschen mehr Freiraum hat und ich den Rückruf trainieren kann.
Ich bin kein Freund von Schleppleinen, gebe ich ehrlich zu. Ich bin Verknotungskünstler. Gerade wenn Leine sich im Gebüsch oder so verhängt. Damals hatte ich noch kein Auto und keinen Wald vor der Tür. Ich wohnte zwar recht "grün" in Berlin, aber eine Schlepp fand ich unpassend.
Für mich ist eine Flexi, wie 2 Leinen in einer.
Ich kann trainieren und sie normal benutzen.
Man muss natürlich auch mit einer Flex umzugehen wissen. Eigentlich wie mit einer normalen Leine. Dann kannst du alles mit ihr trainieren was mit einer normalen Leine auch geht.
Ich mache es auch vom Hund abhängig was für eine Leine ich benutze.
Tara, die ich als Welpe aus dem TH übernommen habe, läuft, wenn sie an der Leine ist, an einer normalen Leine.
Emmy hingegen ist wieder ein anderes Kaliber. Als ich sie übernahm kannte sie nur ziehen um zum Ziel zu kommen. OK sie kannte nur den Hinterhof, aber sie zog fürchterlich an ihrer Leine.
Also habe ich auch für sie ein Geschirr und eine Flexi geholt. Trainiert und trainiert bis sie nicht mehr zog. Sie lernte auch recht schnell ihren Radius von 5 Meter kennen. Hab noch ne 8 Meter Flex hier rumliegen die ich nicht brauche. 
Klar, nachts wenn die Damen eine Fuchs- oder andere Fährte aufnehmen ist die Leine zwischendurch auch gespannt, aber einmal stehen bleiben und sie weiss bis hier und nicht weiter und zieht dann nicht mehr.
Und Laila ist eben auch ein Hund wo die normale Leine reicht. Bei ihr würde ich nie auf die Idee kommen mir eine Flexi zu holen. Warum auch sie kennt es ja nicht.
Ach und ganz wichtig, es passen 4 Ka**tüten an den Griff. Finde die Tüten am Griff besser als an der Leine verknotet. 
Nebst der ganzen Tüten die ich noch in den Taschen habe.
Zu dem was Rütter da gezeigt hat, ich denke auch es ist nur ein kleiner Teil vom ganzen Training.
Da habt ihr vollkommen recht. Man kann es nicht auf alle Hunde umsetzen.
Bei Racker bin ich mit Spielzeug oder Leckerlieablenkung genau garnicht weitergekommen. Bei ihm funktionierte es fast nur über blockieren und Kommandos geben als Ablenkung. Was noch bei ihm klappte war, ihm, bevor er loslegte ablenken mit Suchspielen, oder einfach mal Kehrtwendung.
Bei Emmy funktioniert das Ablenken mit Spielzeug sehr gut. Sie ist nicht agressiv oder so, aber Hund muss ja nicht zu jedem Hund. Auch das vorbeilaufen an anderen Hunden klappte mit Spielzeug in der Hand bestens.
Und Laila, wenn sie meint sie muss zu einem Hund bevor ich es erlaube.... bei ihr musst du den Kasper machen und ein Leckerlie in der Hand halten.
So verschieden sind unsere Hunde.
Das mit dem Halsband und der Leine nur in einer Hand, gab mir allerdings auch zu denken. Flex hin oder her. Wenn ein Hund sich so benimmt, benötige ich ein Geschirr für den Hund und beide Hände, so wie ich es oben schon beschrieben habe.