Benny ist zu Hause eingeschläfert worden. Nach all den Torturen beim Tierarzt wollte ich ihr das nicht antun, sie in die Praxis zu bringen.
Und in Bennys Fall war das genau richtig. Morgens hat Benny Fressen und Trinken eingestellt und ich habe gespürt, dass jetzt der Zeitpunkt da ist. Ich habe beim Tierarzt angerufen und er wollte um 19 Uhr kommen.
Dieser letzte Tag mit Benny war etwas ganz besonderes. Ich bin davon überzeugt, dass sie ganz genau wusste, dass es ihr letzter Tag sein wird. Sie lag entweder auf ihrem Lieblingsplatz oder war im Garten, stand lange da und hat ihren Blick schweifen lassen, als ob sie sich alles ganz genau einprägen wollte. Ich habe mich dann zu ihr gesetzt und sie war neben mir, hat sich kraulen lassen und wir haben gemeinsam diesen Augenblick für die Ewigkeit in uns aufgenommen.
Als der Tierarzt am Abend kam, wurde er freudig begrüsst. Er war sehr einfühlsam und Benny ist friedlich in den Armen von meiner Tochter und mir eingeschlafen.
Ich wollte dann die Terassentür aufmachen, um ihre Seele gehen zu lassen. Der Tierarzt, der Benny sehr gut kannte, meinte dann, dass Bennys Seele heute Nacht noch bei uns bleiben wolle. Am nächsten Morgen habe ich dann die Tür aufgemacht und einige Stunden später ist die Tür plötzlich von allein zugegangen.
Für uns war es gut und richtig so, dass sie zu Hause gehen durfte. Aber das muss man bei jedem Hund individuell sehen. Was für uns richtig war, kann für einen anderen Hund genau das Falsche sein. Wichtig ist einfach, im Sinne des Hundes zu entscheiden.