Beiträge von Sundri

    Moin,

    schweres Thema - und eines, das man von verschiedenen Seiten sehen kann, ich glaube, es kommen weit mehr Tierschutzhunde im Verkehr um, als auf der Jagd? Natürlich, es werden auch mehr Tierschutzhunde privat gehalten, aber trotzdem.....

    Im Grunde kommen selten Hunde durch Sauen zu Tode, zu Schaden durchaus, allerdings auch meist die Terriertiere - denn die vergessen im Rausch einfach Gefahr und Vorsicht, wie oft hab ich die an Ohren und Schnauze an der Sau hängen sehen, während normalerweise ein Vorstehhund von hinten an die Sau geht.... da ist er im Grunde sicher, denn hinten kann sie wenig tun. Ich halte das für eine tragische Geschichte..... oder aber -mangelnde Erfahrung?

    Bei all den vielen Jagden hab ich es nie erlebt, das ein Hund ernsthaft zu Schaden gekommen ist, weder durch Sauen noch durch Jäger, natürlich kommt das vor - aber wie gesagt, eher selten. Und, es ist die Bestimmung eines Jagdhundes zu jagen, wenn der Beginn der Jagd geblasen wird, dann heulen die Hunde alle mit, jetzt - jetzt - geht es los, man sieht und spürt, wie sie aufleben und endlich, endlich raus dürfen und los geht die wilde Hatz.... ich glaube, das ist etwas, das einem Vollblutjäger nichts aber auch gar nichts ersetzen kann....

    Sundri

    Na, da wünsche ich Dir ganz viel Freude, die französischen Bracken sind ja schöne Hunde - andererseits hat mir einmal jemand gesagt "man müsse nicht glauben, das die Jagdhunde die im Ausland in den Tierheimem landen, grde die Besten sind" was mir eingeleuchtet hat, obwohl ich auch dazu neige, zu sagen, "hmpf, die Gefahr befindet sich immer am anderen Ende der Leine" - will heißen, ein guter Ausbilder macht aus einem mittelmäßig veranlagten Hund einen Superjagdhund, ein mieser Ausbilder macht aus einem hochveranlagten Hund einen mittelmäßigen. Schau halt einfach hin.

    Die meisten Probleme die ich bei solchen Hunden wahr nehme, sind, das man sie mit sehr viel Zwang ausgebildet hat und das sie, wennsie manchmal nur ein Apportel sehen - in sich zusammen fallen - das bedeutet viel Arbeit.... wir haben hier bei uns im Dorf einen Hund aus Malta, der Apportel echt gemieden hat, aber jetzt begeistert Futterbeutel sucht.

    Könnte sein, das manches schwer wird und das ihr - in Jägerschaften mitunter schwierig - vieles anders machen müsst, als gewohnt oder neue Wege suchen müsst. Ich klickere z.B. mit meinen Auslandshunden, weil das nichts altes fehler- oder angstbesetztes ist, sondern etwas ganz Neues - und das klappt prima. Damals als ich meinen ersten Jagdhund ausgebildet hab, hab ich ohne Zwang gearbeitet und ohne manches Hilfsmittel und ich wurde äußerst seltsam beäugt - war nicht immer einfach.....

    Ich bin gespannt, was Du berichten wirst.

    Sundri

    Moin,

    das war bei meinem Malik ganz genauso - allerdings hab ich das schon sehr geschätzt, weil er die Haufen immer so tief im Gebüsch plazierte - das ich sie (zumal wir auf dem Land wohnen) liegen lassen konnte. Auf Straße, Weg oder gepflegtem Rasen? Ging überhaupt nicht.....

    Leider ist das heute anders, er ist betagt und hält nicht mehr wirklich lange ein, wenn er muss, dann muss er, mitunter selbst im Laufen und nun ist es egal ob Straße oder sonstwo.... oder einHäufchen auf 5 Metern Spur. :hust:

    Genieß die Zeit, das kann sich auch ändern.

    Sundri

    ... es scheint zumindest anzuschlagen, er läuft schon wieder ohne zu taumeln, wirkt noch müde und angeschlagen, aber schläft zumindest etwas ruhiger...schmatzt nicht mehr; mal sehen, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt.

    Danke für Eure guten Wünsche
    Sundri

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    bei uns sieht es nicht gut aus..... seit einigen Wochen geht es Malik schlechter, er baut nun körperlich ab, läuft zwar noch die vertrauten Runden - auch in ihrer Länge, immer am anderen Ende der Leine, aber trotzdem, manchmal stolpert er, er ist schmaler geworden, das Trocoxil wirkt nicht mehr so, seit einigen Tagen ist er Nachts unruhig und schmatzt.....

    Am Wochenende waren wir in Dänemark, das hat ihm nicht gut getan, fremde Umgebung..... er war deutlich verwirrt, kamnicht zur Ruhe, ließ mich nicht aus dem Augen, die Zustände nehmen auch hier zu Hause wieder zu, das Karsivan, das uns beinahe ein Jahr geschenkt hat, wirkt nicht mehr so, er verläuft sich wieder mitten im Wohnzimmer und weint dann vor sich hin... meist gehe ich dann nur soweit, bis er mich sehen kann, dann ist es wieder gut, aber natürlich, Dauerhaft ist das nicht schön für uns alle.

    Gestern Nacht weinte er und als ich nach ihm sah, war er taumelig und unkoordiniert, wir waren draußen, er lief durchs Zimmer, jammerte und schlief dann doch wieder ein. Heute Morgen ging es ein wenig, wurde dann aber deutlich, Laufen mit hohem Rücken (Rückwärts geht kaum) eine Freundin hat ihn angestoßen, da hat er geschrieen.... legt sich schlecht hin und sieht einfach nur bedauernswert aus.

    Auch meine TÄ, wir waren eben bei ihr, meinte, das sei schon deutlich. Wir versuchen es noch einmal mit Prednisolon, bisher hat das in solchen Phasen immer supergut geholfen, das Risiko das es mit dem Trocoxil nicht passt, sei zwar da, aber überschaubar und wenn es nicht anschlägt - dann.......

    Der Liebste und ich haben schon zusammen überlegt, das wir keine weiteren Theapien für ihn wollen, es geht ihm nicht gut und am Ende ist es nur ein aufschieben, um Woche, Tage, Momente - in denen wir uns trösten, das er da ist, aber ob er getröstet ist, wenn es ihm trotz aller Hilfen nicht gut geht? Ich bin mir da nicht sicher.

    Am 26. März sollte er 14 werden, ein langes Leben, im jagdlichen Einsatz - er hat viel erlebt, einige schöne Jahre gehabt - noch drücke ich die Daumen, aber ich weiß auch, es kann das letzte Mal sein.....

    Sundri *traurig*

    Yap, das ist tatsächlich SO schwer, derweil das ja alles systemisch erfasst wird und auch derart bearbeitet wird - interessanterweise ist das Programmieren solcher Schritte - die es benötigt, um dem Kunden Verzögerungen mitzuteilen, dann sehr aufwändig und oftmals gar nicht eingeplant, weil solche Aktionen wie diese - sprengen vermutlich jeden Rahmen.

    ECommerce unterliegt echt eigenen Gesetzen..... bestellt bei Amazon, weitergeleitet an den Händler - wer weiß, wo der wiederum sein Lager hat (?) - möglicherweise outgesourct - dann also ans Lager, dort verpackt oder auf neue Lieferungen gewartet, weil zwischenzeitlich ausverkauft - dann muss die Ware erst wieder einsortiert werden - vollautomatisch, da läuft kaum mehr wer herum, dann in den PC eingepflegt werden, Meldung an den Verkauf (Ware ist wieder da) Meldung an Amazon und Meldung vom Lager das die Ware im Versand ist, Orderung des Lieferanten (DHL oder sonstwen) - abgeschickt, Meldung ans Büro, damit das Geld eingezogen werden kann - Meldung an Amazon - da steckt echt was hinter - ist ja nicht nur ein Laden..... ich find`s immer wieder spannend.

    Sundri ;)

    Moin,

    da ich einen Jagdgebrauchshund wollte und ich sicher gehen wollte, das er zu Jagdzeiten einsetzbar ist, habe ich mich für einen Rüden entschieden. Hündinnen haben, wenn sie läufig sind, auf Gesellschaftsjagden nichts verloren und so kamen sie nicht in Frage. Bei den KlM sind die Hündinnen auch immer so ein bisschen fuchsig vom Gesicht her und ich mag das breitere, kräftigere lieber....

    Zudem war mir - ist mir - die Sache mit der Läufigkeit und die damit verbundene Sensibilität eher suspekt, ich bin doch ein wenig, na ich sag mal "kernig", - das hab ich allerdings durch Diego revidieren müssen, denn der war ein Sensibelchen - aber immer,nicht nur zu bestimmten Zeiten. Und ich hab in einigen Haushalten läufige Hündinnen erlebt und fand`s einfach nur eklig - nichts was ich in meinem Haushalt wollen würde....

    So lange ich also kann, wird es bei uns ein Rüde sein und werden. Heute würde ich mich allerdings sowieso für einen Hund aus dem Tierschutz entscheiden, und da sehe ich dann, was kommt, aber Rüde - unbedingt.

    Sundri

    :D Ich komme grad von einem Wochenende in Dänemark.... mein Liebster arbeitet in Aarhus und hat sich dort ein Ferienhaus anstelle eines Hotelzimmers gemietet und so haben wir ihn besucht, meine beiden Jungs, meine Jüngste und ich. Bis zum Meer 5 Minuten und am Strand keine Menschenseele - weit und breit niemand, kein Hund, kein Mensch, kein Kaninchen, keine Mäuse, keine Rehe - paradiesisch.

    Lucas durfte ohne Leine laufen und das hat er ausgenutzt.... er war so müde, das er nicht mal mehr sein Frühstück ganz fressen wollte und hat den Rest der Zeit geschlafen..... wir werden das wieder machen, so übers Wochenende, auch mir haben die Spaziergänge am Meer gut getan, es war schon wie Urlaub, mitten im Februar....

    Ach ja, das Ganze war irgendwie bei Norsminde, hübsche Gegend und Aarhus ist auch sehenswert.

    Sundri

    Moin,

    da Lucas ja auch auf bestimmte Menschen reagiert und Diego zeitlebens Angst vor dunkeln Männertypen hatte, weiß ich wie anstrengend das sein kann.

    Mein Trainer meint, üben und die Dinge in den Alltag integrieren - am Besten sieht das so aus, das man mit dem Hund auf so eine Person zugeht und das solange, wie man seine Aufmerksamkeit auf sich lenken kann, mit Leckerchen oder sonstwas - ablenken. Wenn das nicht mehr geht, stehen bleiben und zurück weichen - notfalls, bis sein Wohlfühlabstand wieder erreicht ist.

    So die Theorie.

    Nun übt es sich so schlecht mit Passanten, die ja ihren eigenen Wege gehen...... und nicht mal stehen bleiben, wenn wir es brauchen würden.

    Ich übe im Alltag wie folgt, ich nehme Lucas ins Fuß und gehe stur mit ihm auf den betreffenden Menschen (oft Walker - oder ein älterer Herr, der immer einen Stock mit sich führt, oder eine Spaziergängerin, die seltsam ihre Hände vor dem Körper schwingt) zu und tue so, als sei nichts los. Ich merke anhand seiner Körpersprache wie es ihm geht und wenn nötig lenke ich ihn ab, soweit es geht. Lasse ihn sitzen und schauen, spreche ihn an - auch oft auf Höhe der Leute (etwa sag ich dann "siehste, der tut Dir nix, das ist nur ein Schirm kein Prügel") dann weiß zumindest der Mensch was los ist - da wir immer die gleichen Leute treffen (meistens jedenfalls) "gewöhnt" er sich an diese und heute kommen wir schon sehr viel entspannter an diesen vorbei, als zu Beginn.

    Selbst an dem kleinen Mädchen, das so große Angst hat, kommen wir mittlerweile vorbei, er giftet sie zwar noch an, bleibt aber an meiner Seite.... es wird - langsam.

    Normalerweise nimmt er von den meisten Menschen allerdings nicht mal Notiz, egal ob Radfahrer, Jogger, Walker - egal ob mit oder ohne Hund oder Reiter - kein Interesse. Also denke ich mir, das die anderen etwas in ihm auslösen und dagegen arbeiten wir halt an. Der Herr mit Schirm jedenfalls wird nur noch misstrauisch beäugt, sobald Lucas ihn erkennt - ist es gut.

    Sundri