Beiträge von Sundri

    Moin,

    hmpf, meiner Meinung nach ist der Zeitpunkt für so eine Übung sehr schlecht gewählt, der Hund nähert sich (je nach Rasse) schon der Pubertät und dann gehört in so eine Übung etwas ganz wesentliches.

    Ich hab das mit meinem Welpen geübt, als er noch wirklich klein war und dann immer nur in solchen Momenten, in denen er deutlich mit etwas anderem beschäftigt war und mich nicht anschaute.... dann ging es einen Schritt ab in die Büsche und still stehen geblieben, Malik hatte sehr schnell raus, mich im Auge zu haben und mir auf der Spur zu folgen. Später als er größer war und meinen Ruf überhörte und nicht auf mich achtete, bin ich auch schon mal über eine Mauer oder einen Graben gehopst - alles in allem hat er immer geschaut, wo ich bin.

    Also, wenn Ihr woanders hingeht, während Euch der Junghund (ist ja kein Welpe mehr) nachschaut ist das etwas ganz anderes, als wenn ihr Euch versteckt, während er grad nicht auf Euch achtet.

    Allerdings würden mich 20 Minuten auch besorgt machen.... bin gespannt auf weitere Tipps.

    Sundri

    Moin,

    na ja, fein klingt schon wie ein nein, wenn ich beides hoch und lieblich ausspreche, aber das sollte ich nicht tun, ein Nein wird nicht lieblich betont, sondern kkp (kurz-knapp-präzise) eingesetzt, das klingt tief und manchmal wie ein kleiner Knall - es soll ja eine ganz andere Bedeutung haben.

    Würde ich das nein säuseln und lang ziehen würde meinHund es auch ignorieren. :lol:

    Die andere Sache ist die mit dem Loben, kurz, Hunde lernen ja durch verstärken und bestätigen (Lob, Leckerchen sonstwas tolles) und durch vermeiden oder unterlassen. Sie sollen also zwei Lernleistungen bringen, etwas tun oder etwas nicht tun. Vorrangig würde ich meinen, an der Leine sollen sie nicht ziehen.... deshalb lobe ich da meinen Hund nicht, wenn er im Fuß geht. Denn das bringt ihn dazu zu meinen "oh alles toll ich kann wieder los" bei vielen Leuten kann man das auch super beobachten, wenn der Hund liegen bleiben soll (Platz/Bleib), der Hund legt sich und schon kommt ein "feeeeiiiiinnnnnnnn" und schwupps ist er auf und davon.

    Und ja, Aufhebekommandos sind wichtig, hab ich bei Lucas auch versäumt...... und, je jünger oder unausgebildeter der Hund ist, desto kürzer müssen Fußgehsequenzen sein. Die meisten die ich kenne oder beobachte verlangen einfach zu lange Wege im Fuß, die der Hund rein konzentrationsmässig gar nicht schaffen kann.

    Sundri

    Moin,

    Kinder und Hunde sind klasse..... meine Jüngste war drei, als Malik bei uns einzog - allerdings war er mein Hund und ich hab ihn ausgebildet, aber meine Kinder sind, als er soweit war - immer mit ihm spazieren gegangen, seit sie 10 sind. Es kommt auf das Kind an und auf den Hund.

    Ich kenne 8jährige, die haben mehr Verantwortungsgefühl als 16jährige. Pauschal würde ich das nicht be- oder verurteilen.

    Aber, ich würde dazu tendieren einen, bereits erwachsenen, Hund zu suchen. Aus dem Tierschutz der von einer Pflegestelle, der Hund sollte bekannt sein, um ihn gut einzuschäzen. Dann wäre er stubenrein und könnte bereits das ein oder andere, wäre für alle Beteiligten einfach leichter.

    Alles andere ist ja schon gesagt worden, was ich unbedingt machen würde - aber das habt Ihr vielleicht auch schon, ein, zwei Bücher über Hundehaltung und Erziehung besorgen, damit man auch mal fix nachschlagen kann, wenn man etwas wissen will oder sich unsicher ist. Ich gehe davon aus, das ihr Euch das gut überlegt habt mit dem Hund.... vielleicht hat er auch bereits andere Tiere zuverlässig versorgt.

    Ich wünsche Euch viel Spaß und Freude.... nichts ist schöner für ein Kind als einen Hund haben zu dürfen.

    Sundri

    Moin,

    nur kurz - ich würde das mit der Box lassen.... wenn sie große Hallen, viele Menschen und Fluglärmgeräusche schon als bealstende empfidndet kann sich das auf die Box, denn sie saß ja mit Sicherheit in einer, auch verknüpfen......

    Diego bekam regelrechte Panikanfälle, mit Speicheln, wenn er nur eine sah.... er ist auch geflogen. Box bedeutet für ihn Drama und absolut war es kein sicherer Ort, er mied den ganzen Raum, in dem eine stand.

    Möglicherweise ist es für sie anders, aber da würde ich keine kaufen sondern erst mal sehen, wie sie darauf reagiert. Ein etwas höherer Korb, an dem sie absolute Ruhe hat und sie niemand stört, wäre eine Alternative. Solle sie ein Höhlenhund sein (Diego lag liebend gern unter etwas, egal ob Tisch, Hocker oder Stuhl) dann kann man ihr so etwas anbieten, Körbchen unter einem Couchtisch etwa.

    Ansonsten, langsamer machen, Ruhe und Geduld haben, alles braucht seine Zeit. Manches wird nicht möglich werden, Restaurantbesuche mit Diego gingen gar nicht, Eiscafe draußen, ganz am Rand dann doch mal und irgendwann wäre auch mehr möglich gewesen, ich bin sicher, aber Diego hat uns dann verlassen.... er fehlt mir noch heute.

    Sundri

    Sundri

    Moin,

    ich glaube ganz bestimmt, das es nicht nur am Hund und seinem Charakter liegt, sondern zu einem Teil auch am zugehörigen Menschen.

    Das ist sehr schwer zu erklären, ich versuche das mal. Es gibt ja so etwas wie eine innere Einstellung zum Thema, ein innerer Glaube (und das kann auch sein, das es nicht gut ist, wenn der Hund allein ist) - diese innere Einstellung ist häufig unbewusst - aber immer da und sie kommt durch Sprache, Tonfall, Körperhaltung beim Hund an und verstärkt die Problematik oder aber, wenn alles passt und die tiefe "innere" Einstellung klar sagt "DU musst allein bleiben, weil ich mit allen Sinnen weiß, Du packst das" dann spiegelt sich das nach außen und es fällt dem Hund leichter, einfach weil ihm nicht signalisiert wird "gleich kommt was ganz schlimmes....."

    Ja nach Geschichte, die ein Hund durchlaufen hat, äußert sich das natürlich anders in seinem Verhalten, schlechte Erfahrungen spielen eine Rolle - der Umgang seines Menschen mit ihm....

    Als ich Malik bekam,als kleiner Welpe von 8 Wochen - ganz ehrlich? Ich hab damals nicht mal darüber nachgedacht, der er nicht allein bleiben können könnte? Ich hab ihn, solange mein Gefühl das meine, nicht allein gelassen (außer Nachts, er durfte,als er klein war, nicht bei uns schlafen), später, als er stubenrein war oder ich oben im Haus (wo er auch nicht hindurfte) war, hab ich ihn beruhigt, wenn er sich gemeldet hat (ich hatte immer alle Türen auf) bzw. bin mit ihm raus gegangen und hab darauf reagiert, was er meldete. Und dann ging ich einfach.... begrenzter Raum, Hausflur mit Korb und Wasser - und machte mir ernsthaft keine Gedanken, das er das nicht könnte.

    Er konnte - war überhaupt gar kein Problem...... ich ging und kam wieder und langsam, über viele Zeiträume, dehnte sich das auch. Malik blieb früher ohne Probleme 8, 9 Stunden allein zu Hause. Aber, wir hatten auch einen Gechäftsbetrieb und zu vielen Zeiten war immer jemand im Haus. Malik ging in seinen Korb, wenn ich weg war und schlief.

    Diego, Spanier, noch jung, kam ungepant ohne nenneswerte Zeit oder Urlaub und musste von jetzt auf sofort allein bleiben..... da er begann, alles mögliche zu zerstören - hab ich ihn angebunden, weil mitnehmen nicht möglich war. Box auch nicht, wenn er eine sah, bekam er Panikanfälle. Und er sollte nicht lernen, das er alles zerbeissen kann, wenn ihm niemand Einhalt gebieten konnte. Wenn Diego morgens meine Unitasche sah, ließ er sich fallen, wo immer er auch war, ich trug ihn dann in seinen Korb und leinte ihn an. Nach drei Wochen - sah er meine Tasche - ging in den Korb und legte sich hin - noch einige Zeit später, schlief er oft, wenn ich kam und begann ihn nicht mehr anzuleinen. Auch Diego blieb dann ohne Probleme locker 8 Stunden allein zu Hause.

    Lucas, auch Spanier, sollte allein bleiben können, ich hab das sehr nach Gefühl gemacht, ich spürte, das er noch nicht so weit war und besorgte mir für einen unaufschiebbaren Termin einen Sitter, aber ich ging einfach einkaufen und kam wieder oder ich fuhr zur Post und kam wieder, kleine kurze Wege..... und auch Lucas lernte "sie kommt immer wieder!" Jetzt neulich war ich das erste Mal übers Wochenende weg und er mit dem Rest der Familie allein zu Haus, ich hab ihm später angemerkt, das er das doof fand, er war extrem kuschelig und musste Kontakt liegen, aber dann war es auch wieder gut. Auch Lucas bleibt heute gut einige Stunden allein. Keine 8 mehr, denn das brauche ich zur Zeit nicht und Malik schafft das nicht mehr.

    Ich bin nicht stolz auf das Anbinden von Diego, aber es hat funktioniert..... mit einem anderen Hund hätte ich das vermutlich nicht gemacht, es passte irgendwie zu ihm und der Situation - aber ich ließ auch keinen Zweifel daran, dass das sein musste!

    Ich glaube, so eine innerliche Haltung macht viel aus. Aber ich weiß auch, jeder Hund ist da anders und mit jedem Hund würde ich heute anders an die Sache heran gehen, aber sicher ist, allein bleiben muss einfach sein.

    Sundri

    P.S. meine Freundin hat übrigens einen Hund, der nicht allein bleiben kann - sie wird, jedes Mal wenn sie das Haus verlässt, ganz nervös, holt Spielzeug, packt nen Kong, schüttelt dern Korb auf, geht mit dem Hund raus, spielt ne extra Runde und streichelt und kuschelt und herzt das Tier, bevor sie sich die Jacke anzieht und von dannen geht Hund sitzt vor der Tür und lauscht und weint ohne Unterlaß..... also suchte sie sich nen Sitter. Beim Sitter, der einfach die Tür aufmachte, als sie zu weinen begann und sagte "jetzt sei aber mal still, ich komm gleich wieder!" bleibt sie problemlos allein..... zuhause nicht. Das war nicht beabsichtigt, hat sich aber durch Kleinigkeiten wie mal eben den Müll vor die Tür stellen oder in den Keller gehen beim Sitter so ergeben. Da geht sie in den Korb und schläft - zu Hause wird geweint bis Frauchen wieder kommt.

    Moin,

    was mir hier im Forum besonders auffällt (ich führe ein eigenes Forum, aber über ein ganz anderes Thema) ist, das stets wieder von vorn begonnen wird..... da haben schon unzählige User zu einer Antwort Stellung bezogen, man ist in der "Arbeit" bereits weiter gekommen und dann kramt jemand eine Aussage her, die schon nicht mehr relevant ist und hält sich daran fest und darauf springt dann wieder einer an - lästig..... auch wenn fünf mal das Gleiche gesagt worden ist, muss ich es doch nicht ein 6. Mal schreiben?

    Ich vertue mich auch manchmal mit Daten oder Zeiten - das ist doch nicht schlimm und ändert am Problem nichts..... lasst doch mal alle fünf grade sein und besinnt Euch auf das Wesentliche. Damit ist uns allen geholfen, wir haben nämlich alle das gleiche Interesse, das Wohl unserer Hunde.

    Sundri

    Moin,

    na ja - möglicherweise erinnert sie die Tiefgarage durchaus an das Erlebte, es kann ja dort auch eine gegeben haben? Oder aber, es ist so ähnlich wie eine Gepäckhalle? Möglich auch, das sie mit ihren feinen Ohren mehr hört, als Dir bewusst ist?

    Es können ja auch Gerüche sein, die sie daran erinnern? Hohe Räume möglicherweise auch. Für viele Hunde ist der Flug traumatisch....

    Ich würde da langsam heran gehen und üben, kurze Wege in hohe Räume und gleich wieder raus, so dass sie verknüpfen kann, "passiert ja nichts....." und irgendwann ruhiger wird. Menschenansammlungen? Mit meinem Spanier ging das nie - ich hab es aber auch nicht geübt. Langsam aufbauen, erst mit wenigen Menschen, dann halt mit mehr... verschiedene Zeiten, gleiche Örtlichkeit? Damit sie den Ort erst mal kennt und nicht mehrere Dinge gleichzeitig auf sie einstürmen.

    Diego hat von seinem Flug auch sehr viel Angst behalten, er ist dazu auch noch mal umgeladen worden, bei einem Zwischenstopp - er mochte dadurch auch lange kein Cabrio fahren, die Geräusche haben ihn wohl an den Flug erinnert?

    Viel Erfolg
    Sundri

    Moin,

    ja, meine Jungs gehören auch zur Familie, am Ende ist das einfacher und bei den meisten Jägern, die ich kenne, ist ds auch so.

    Lass Dir mal durch den Kopf gehen, was hier so an Tipps kam, schau auf Deinen Alltag und versuch einfach, sehr viel weniger zu machen. Ich glaube, wenn der Hund zur Ruhe kommt, lösen sich manche Probleme von allein. Und dann ist es, wenn es ruhiger wird aber nicht besser, immer noch Zeit genug, einen Trainer darauf schauen zu lassen. Aber unbedingt einen, der sich mit Jagdhunden auskennt.

    Das wird schon, braucht seine Zeit, aber ich kann mir gut vorstellen, das ihr das hin bekommt.

    Sundri

    Nö, eigentlich nicht, ist das Los vieler Jagdhunde, die in Ausbildung gegeben werden und die nicht leichtführig sind, so wie die wenigsten Meutehunde. Und zu denen zählt er auch.

    Ich kenne den Umgang mit "zur Ausbildung geben" ebenso wie einen fertig ausgebildeten Jagdgebrauchshund kaufen, weil die Ausbildung langwierig ist und nicht jederjäger liegt. Nichts, was den Hunden wirklich von Grund auf gut tut, denn die Methoden, denen sie sich unterwerfen müssen, sind noch weit weg von dem modernen Wissen über Hunde, das wir heute haben. Muss auch schnell gehen, denn so ein Hund ist teuer und da muss das sitzen, was er können soll, egal wie erlernt. Zwangsapport gibt es nicht nur im Ausland.

    Da gibt`s immer noch Jäger die meinen (okay, die sind uralt) "ich fang mit der Ausbildung erst an, wenn der Hund ein Jahr alt ist" oder solche, deren Hund das ganze Jahr im Zwinger hockt, zur Saison wird er raus geholt, verprügelt (damit er weiß, wer hier der Herr ist) und dann geht`s los.... grad erst in Schweden, Treibjagd letzten Herbst, kein Training, keine Kondition natürlich, der Hund völlig überanstrengt, tod kaputt, Entzündung hier, Zerrung da - nun muss er weg, ist ja schließlich nicht mehr tauglich. Na doll und solche gibt`s hier eben auch.

    Wobei und das betone ich ausdrücklich, ich in keinem Fall damit ausdrücken will, das Kaska so mit ihren Hunden umgeht. Aber üblich sind solche Methoden und durchaus nicht ganz so selten.

    Sundri

    Moin,

    ich find Pudel sind sooooo toll, ich empfehle sie auch gern mal, weil alle Pudel die ich kenne sind einfach spitze, gelehrig, freundlich vom Wesen, haaren nicht, Menschenbezogen, leichtführig - das sind wirklich ganz besondere Hunde und wenn ich könnte, würde ich mir einen Königspudel holen, ich kann denn ja scheren lassen, das er ausschaut wie ein Hund und nicht wie eine Diva - aber meine gesamte Familie mauert, Pudel *pühhhh* das muss echt nicht sein.

    Schade..... die find ich wirklich besonders und aufgrund der Größen ist auch für jeden was dabei.

    Sundri