Beiträge von Sundri

    Moin,

    ein souveräner Althund ist für einen so ängstlichen Hund eine große Hilfe - das ist schon mal richtig gut..... ;)

    Ansonsten, "arbeiten" und "arbeiten" sind ja verschiedene Dinge, im Augenblick muss sie erst einmal ankommen.... das hinterher laufen ist schon Unsicherheit, Du könntest ja verschwinden. In den ersten Tagen und auch Wochen würde ich das übersehen.... und wenn Du beginnst, sie mit Leckerchen zu Dir zu locken oder auch sie freundlich ansprichst - ist das ja für sie schon Arbeit.

    Ich erinnere mich an die ersten Tage mit Diego, er war so unsicher, das er sich eng an meinem Althund orientierte, er lief draußen neben ihm, lief ihm beinahe auf Körperkontakt nach - so hat er gar nicht erst an der Leine gezogen. Später aber schon, da half nichts mehr - eine gute Hundeschule, die Gefühl für Hunde aus dem Tierschutz hat und anders arbeitet, als mit Druck und Härte ist immer eine gute Idee.

    Ich bin dafür, das man gleich anfängt, mit dem Hund etwas zu tun, sich setzen, wenn man ihn anleint und lauter winzige Kleinigkeiten, die man oft gar nicht als Arbeit empfindet die aber für den Hund bereits welche ist. Beobachte ihn und wenn Du Gefühl für ihn hast, wirst Du merken, was möglich ist und was nicht.

    Ableinen würde ich ihn vorerst nicht - da kann so viel schief gehen, ableinen würde ich ihn erst nach einiger Zeit.... wenn er etwa zu Hause kommt, wenn man ihn ruft. Wenn Du weißt, was er mag, worauf er steht. Noch ist jeder Tag für ihn neu und antrengend, bleib geduldig.

    Viel Erfolg
    Sundri

    Moin,

    also, dann sind letztgenannte wohl eher für mich/uns geignet. Natürlich werden meine Hunde beschäftigt, aber Schutzdienst ist nicht mein Ding. Und ja natürlich, ich kenne die Problematik der Arbeitshunde von der jagdlichen Seite her. Also, das eher nicht....

    Schönheitszucht, ob ich mich damit anfreunden kann? Muss ich mal in mich gehen..... wie weit voneinander entfernt sind in diesem Bereich Arbeits- und Schönheitslinie, wie verantwortungsvoll wurde letztere aufgebaut? Bei den Goldies etwa weiß ich das in etwa, die Arbeitslinien und die Schönheitslinien unterscheiden sich erheblich, erstere könnte man glatt für eine andere Rasse halten, wüsste man es nicht besser.

    Sundri *verwirrt*

    Hej Murmelchen,

    deshalb frag ich ja hier, wenn Du Dich auskennst, erzähl einfach ein wenig.... von den Schönheitszuchten, etwa bei Jagdhunden, halte ich mal überhaupt nichts - ob das bei Schäferhunden sehr viel anders sein wird? Einen Arbeitsjunkie aber möchte ich auf keinen Fall haben.

    Malis würden micht bestimmt völlig überfordern. Ich stehe mit meinen Gedanken noch ganz am Anfang. Auf den meisten Züchterseiten hab ich ein Profil der Rasse echt vermisst..... von daher, hmh... bin ich nicht klüger.

    Sundri

    Moin,

    durch Zufall bin ich beim Stöbern im Netz auf einen Tervuerenmix gestoßen und - der sieht exakt aus, wie mein Lucas nur in einfarbig rotbraun.

    Wir waren immer sicher, das in Lou ein Bretone und ein Schäferhund stecken, nur welcher, da hab ich mir nie richtig Gedanken gemacht, nachdem ich nun viele Fotos von Tervueren gesehen hab, würde ich meinen, das könnte der andere Part durchaus gewesen sein. Dann hätte ich hier einen waschechten Tertonen sitzen :D und das wäre bereits der Zweite, denn Diego war genau die gleiche Mischung und in vielen Dingen sind sich die beiden sehr ähnlich. Lou ist unglaublich sanft und eine Seele von Hund, er hat ein ganz liebes Wesen, kann aber auch nach vorn gehen, wenn er meint, es sei nötig. Er ist wachsam aber ohne zu toben, leichtführig, bis auf den jagdlichen Anteil halt und mein Traumhund. Er hat mehr vom Schäfer als vom Bretonen und nun bin ich neugierig.

    Ich hab mir die Belgier nie wirklich angesehen, aber jetzt - irgendwann möchte ich vielleicht doch noch mal einen Neuhund haben, bin ich am liebäugeln mit dieser Rasse. Mal abgesehen davon, das ich sie Bildschön finde und sie sozusagen meinem "Beuteschema" entsprechen, lese ich auch, sie sind sensibel, schließen sich einem Familienmitglied an, haben einen sanften Charakter, sind wachsam, aber eben nicht so draufgängerisch sondern eher weich. Das Aussehen ist nicht das was am Ende zählt, aber wenn viel von Lucas in den Tervueren steckt, dann hab ich, glaub ich, meine Rasse gefunden.

    Wer von Euch hat einen Tervueren und kann mir etwas über diesen speziellen Schlag erzählen? Ich bin noch ganz am Anfang, erst mal weiß ich nicht, wann es Zeit für einen Neuhund ist, aber irgendwann. Ich würde eventuell ebenso einen Mix in Erwägung ziehen, wie ein Notfellchen, muss kein Welpe sein (der meiner Tochter macht mich grad alle :hust: )

    Ich denke, jemand der einen hat, kann mir sicher mehr erzählen und nun warte ich mal ganz gespannt.

    Sundri

    Moin,

    ich glaube die häufigsten Erziehungsfehler die zu Aggression führen gibt es nicht, der häufigste Fehler ist jedoch mangelnde Konsequenz - in vielen kleinen Dingen des Alltags.

    Nachsicht, Dingen gegenüber, die der Hund nicht tun soll, all die Dinge, die bei Kindern möglich sind, weil am sie erklären kann, aber bei Hunden halt nicht. Und, ich glaube, das Wichtigste ist, das Ihr den Hund führt und leitet und nicht er Euch.

    Dafür würde ich eine gute Hundeschule empfehlen, in die vielleicht auch Dein Sohn mitkommen kann umd gemeinsam viel über Hunde und ihr Verhalten zu lernen.

    Beispiel aus der Hundeschule letzte Woche:

    Sie: eigentlich darf er nicht aufs Sofa
    Trainer: eigentlich? Aha, wann darf er denn?
    Sie: na immer wenn er weint.....

    So wird das nichts, auch bei der Erziehung von Hunden kann ich mich immer fragen, "was lernt mein Hund aus meinem Verhalten?" Der weinende kleine Hund aus dem Beispiel lernt nur "ich muss nur genug weinen, dann darf ich aufs Sofa!" Und das - sollte er möglichst nicht lernen.

    Weißt, was ich mein?

    Wichtig sind, ausreichend Ruhe und Schlaf, ein Platz an dem er sich zurück ziehen kann und an dem er nicht gestört wird, eine gute Zucht (wie oben schon geschrieben, vielleicht auch eine, die einem hinterher zur Seite steht) und ausreichend Hundeverstand und den kann man lernen. ;)

    Sundri

    Hej Sappho,

    nein, Du musst Dich vorher einfach nur sehr gut über rassespezifische Probleme und Erkrankungen erkundigen, bei manchen Rassen ist das wirklich angebracht.

    Verantwortungsvolle Züchter machen nicht alles, was erlaubt ist, mit und handeln in ihrem Rahmen durchaus nach eigenen Vorstellungen. Nur wenn man sich für eine Rasse interessiert, gehört es für mich dazu, auch über die negativen Seiten etwas zu wissen - wie hier über die Goldies.

    Mischlinge, ich hab auch einmal geglaubt, das Mischlinge in jedem Fall gesünder sind, aber das stimmt nicht. Ebenso wie es möglich ist, das sich die guten Eigenschaften zweir Rassen positiv verstärken, können die negativen Eigenschaften das auch tun..... und, dann sind Hunde in Züchterhand zumindest meist körperlich besser untersucht und im Blick, als wilde Mixe unterwegs. :hust:

    Ich hab heute mal gestöbert, weil ich auf die Idee gekommen bin, das ein Elternteil von Lucas wohl ein Tervueren ist, ein belgischer Langhaarschäferhund, und hab dabei viele Seiten im Netz gefunden, wo Mischlinge wirklich produziert werden, WolfshundxSchäferBoxer und solch ein Schmarrn.... ne, wir haben, find ich, genug gefestigte Rassen, so dass wir das nicht mehr brauchen und wir können bei den gefestigen Rassen vorher sagen, welche Art Hund wir bekommen. Einen Mix aus dem Tierschutz nehme ich jederzeit, aber einen Welpen, der wirklich absichtlich produziert worden ist, ganz sicher nicht. Das find ich einfach schlicht :mute:

    Und was es da an Mixen gibt, lässt einem die Haare zu Berge stehen, Hütehunde, als Beispiel, allein sind schon eine besondere Sorte Hund, aber Hütehund x Huskie? Warum zum Teufel macht man sowas? Keine einfachen Hunde, aber mit ein bisschen Verstand werden die toll - hab ich gelesen. Na super, das zieht doch auch nur die falschen Käufer an. Profilierungssucht und schon mal ne Platzbestellung im Tierheim - sollte gleich dazu gereicht werden.

    Neuen Rassen gegenüber bin ich allerdings aufgeschlossen, die meisten unserer Hunde sind so entstanden, ich hab da grad mal die Tamaskane im Auge, noch nicht FCI anerkannt, aber das wird kommen, eines Tages..... Hunderassen unterliegen auch dem Zeitgeist, aber Rassen sollten es am Ende sein.

    Sundri

    Hmpf,

    also, der erste Anfall war irgendwann im November, der zweite, knapp 4 Wochen später am 5. Dezember und der letzte vor einigen Tagen - dazwischen liegt ja nun doch eine lange Zeit.... dauerhafte Schmerzen sind es nicht. Es geht ihm nicht stetig schlecht. Kann auch sein, das er sich einfach nur den Magen verdorben hat?! Oder es ne Stressreaktion bei ihm ist, sensibel ist sein zweiter Vorname. :hust:

    Ich werde das aber weiterhin untersuchen lassen...... keine Frage. Er dreht mir auch seinen Bauch zu, um sich kraulen zu lassen, und schläft entspannt und ausgestreckt..... irgendwas wird es sein, und wenn es Epi ist, aber falls - wie gesagt, werd ich das vorerst beobachten.

    Übers Wochenende bekommt er Rimadyl, bislang wirkt er unauffällig.

    Sundri

    Moin,

    also, Bauchspeicheldrüsenwewrte sind okay, das war auch nix...... Herzwürmer steht noch aus, aber bei denen passt das Symptom mit den Bauchschmerzen nicht.

    Ich werd noch mal einen Test auf alle Mittelmeerkrankheiten machen lassen und dann auf Allergie testen wollen. Aber ansonsten bin ich grad ratlos. Montag gehen wir wieder zum TA, bis dahin ist es bei uns ruhig. Sollten es Schmerzkrämpfe sein, muss es ja auch etwas sein, das wirklich sehr weh tut.

    Sundri

    Moin,

    der Supertrick ist einfach, die Hunde wissen, mit etwas Erfahrung, das sie jagen dürfen und weil sie das wissen, können sie auch gut Ruhezeiten aus- und durch halten. Malik wusste genau, ob wir in unserem Revier waren und er "arbeiten" durfte oder ob wir spazieren waren und Ruhe angesagt war. Der sah das schon daran, welche Schuhe ich mir anzog und entsprechend war seine Freude. Gegen Ende der Schonzeiten merkte ich aber auch, das er kribbelig wurde und es schwerer war, ihn zu kontrollieren, heißt, meine Kommandos mussten deutlicher sein, als zu Beginn. Und mit zunehemender Erfahrung und mit den Jahren wird auch das besser.

    Gut ausgebildete Jagdhunde müssen gut im Gehorsam stehen, aber 100%tig - wer das behauptet, der lügt! Kein Hund ist 100%tig führbar. Zu 98% und das ist schon ausgesprochen gut..... einen Hund hinter einem hetzenden Reh in Platz zu bringen, ist einfach harte Arbeit und wird auch heute noch bei vielen Hunden über Meideverhalten beigebracht. Und immer wird es Momente geben, in denen auch der beste Jagdhund durchgeht - 96 mal lässt er sich stoppen, beim 97 mal geht er ab, woran das liegt, ist nicht immer auszumachen. Aber - sollte er eine Krankwitterung in die Nase bekommen, sollte er die auch aufnehmen - und ich sollte erkennen, das er nicht nur abgeht, sondern einen Grund hat. Denn krankes Wild soll er schon suchen und bringen.

    Malik hat so einmal eine kranke Ente (angeschossen) im Kanal aufgestöbert und verfolgt, ziemlich lange.... weil sich die Ente immer versteckt hat und sie körperlich offensichtlich nicht sehr eingeschränkt war; am Ende hat er sie gebracht und sie hätte nicht überleben können..... der Schnabel war weg geschossen - ich war froh, das er sie gefunden hat, anders wäre sie elend zu Grunde gegangen. War nur blöd - natürlich Sonntag, natürlich viele Leute da, die alle viele Kommentare abgaben und die sich entsetzlich aufregten, mit Polizei drohten - da war es gut, das ich meinem Hund so sehr vertrauen konnte,das ich wusste, die hat was ernsthaftes. Als er mit dem armen Tier kam, war ich schweißgebadet... und hinterher, waren alle froh.

    Bei der Jagd werden Endorphine ausgeschüttet, die den Hund auch dazu bringen, nichts mehr von außen her wahr zu nehmen, als das zu verfolgende Wild. Weitere Untersuchungen sind noch im Gang. Das sie also auf den Pfiff oder das Kommando hören ist eine absolute Höchstleistung an Konzentration und Zusammenarbeit mit ihrem Menschen und dafür braucht es gute (Leute die ein gutes Gefühl und Gespür für ihren Hund haben) Hundeführer, die auch viel intuitiv arbeiten, denn jeder Hund ist da anders.

    Aber, unsere klassischen Jagdhunde sollen nicht töten, nicht im Alltag. Es kommt bei Nachsuchen bei schwachem Wild vor, sollte aber nicht die Regel sein. Ein Hund, der ein Reh hetzt und von allein abtut - so wie der DD von dem berichtet wird, ist in meinen Augen untauglich - denn er arbeitet für sich allein nicht mit dem Jäger und er lernt etwas, das Jagdhunde nicht lernen sollten "ich kann gesundes Wild fangen!" DAS ist absolut selbstbelohnend, auf der Fährte hingegen hat das Wild ja eine Krankwitterung, das können die Hunde sehr gut unterscheiden.

    Und ja, manche Jäger (Männer meist) sehen das ganz anders...... Aber auch verletztes Wild sollten Vorstehunde einem lebend, unversehrt apportieren - in keinem Fall sollen sie es töten - tun sie es während einer Prüfung sind sie duchgefallen, kommentarlos - das wird auch in die Papiere eingetragen und ist in der Zucht ein echter Makel.

    Sundri

    :roll: das würd ich an der Leine ja gern mal zu sehen bekommen.... wir reden ja hier von jagenden Hunden an der Leine, dachte ich?

    Außerdem sind Rebhühner keine Hasen und wenn sie mausern auch nicht besonders gute Flieger, oder Fasane, die sind Kurzflieger, ein erfahrener Hund weiß, das sie nach etwa 400 m wieder runter kommen, da ist es für sie klüger, aufzubaumen.

    Und, die Hunde hetzten dafür das Wild, das Rebhuhn sitzt ja nicht im Gras und wartet, das der Hund es aufnimmt.

    Zu dem DD sag ich mal nix :mute: Sowas würde bei uns nicht ins Revier kommen, ganz einfach.

    Sundri

    P.S. aber ich bin ja eigentlich auch Falknerin und das allerschönste an dieser Jagdform ist, dass der Habicht in einer Kette von Rebhühnern etwa, erkennt, welches das schwächste Tier ist und es schlägt und wenn sie entwischen, ist keines verletzt und muss zu Grunde gehen. Nachhaltig - find ich das. Entweder er bekommt den Hasen oder nicht, dazwischen gibt`s nichts.