Moin,
manches geht, manches geht nicht - Dreijährige sind nicht mehr so klein, das sie nichts verstehen, ich schrieb das ja schon weiter oben, grade jetzt, nach der Aktion des Hundes wird sie um so mehr verstehen, warum sie ihn in Ruhe lassen soll - trotzdem würde ich sie dort nicht mehr allein lassen.
Hauptsächlich weil der Hundebesitzer seine Aufgabe, alle zu schützen, nicht wahr nimmt. Kann ja auch passieren, das Hund hinter der Hausecke liegt und das Kind ihm nicht aus dem Weg gehen kann oder sie fällt und fällt vor ihn, viel zu gefährlich.
Mein Diego mochte keinen kleinen Kinder - da war es an mir, ihn und die Kinder zu schützen, bei den drei Mal in 5 Jahren sah das so aus, das er ins Schlafzimmer kam oder an kurzer Leine neben mir sitzen musste..... ich warte nicht ab, das irgendwer eine Grenze überschreitet, die ich auch nicht kannte, weil wir im Umkreis keine kleinen Kinder mehr hatten.
Malik hingegen liebte Kinder, er konnte mitten in der KiGa Gruppe liegen, 24 kleine Hände auf sich und die Augen schließen.... trotzdem hätte ich ihn nicht allein gelassen, einfach um ihn zu schützen. Meine Kinder konnten alles mit ihm machen - in einem normalen Umgangsalltag - sie haben ihn nie gequält oder ihm weh getan, sie durften sogar in seinen Korb - wenn sie weinten. Und ehrlich, da lagen sie während meiner Trennung öfter, als mir lieb war. Malik war immer für sie da..... Einen absoluten Rückzugsort hatte er aber auch, der war unter meinem Schreibtisch, dorthin, das war allen klar, folgt ihm niemand - ist bei Dir wie die Box und so ist es gut.
Aber natürlich hat die Kleine weder Verantwortung (schon gar keine Eigenverantwortung) noch kann sie die Einsicht haben, was passieren könnte - wenn sie ein neugieriges aufgeschlossenes Kind ist, kann ich mir eher vorstellen, das sie versucht heraus zu finden, was passiert, wenn sie ihn nicht in Ruhe lässt? Gefährlich und ganz kindlich normal.
Lucas mag auch keine Kinder, aber ich setze ihm dem aus, immer wieder, beim spazieren gehen, so langsam merkt er "Hey die tun ja nichts......" und wird immer gelassener. Ich finde es wichtig, das ein Hund, der mich im Leben begleitet, damit umgehen kann. Nein, er wird nie Schaukelhund werden oder unter ihnen liegen, aber er soll sie nicht angehen, wenn sie uns begegnen oder mal bei uns zu Besuch sind. Oder nicht aufspringen und sie ankeifen, wenn sie im Biergarten drei Reihen hinter uns toben..... muss ihm nicht gefallen, aber er muss es aushalten, ich achte schon darauf, das sei nicht über unsere Bank toben. Alltag eben.
Sundri
P.S. ich finde die Kommunukation des Schäfis auch unsauber.... wenn er einerseits drängelt um zu spielen oder gestreichelt zu werden und andererseits warnt und angeht - dann ist es der Hund der entscheidet, was gemacht wird und das ist etwas, das ich grundsätzlich sehr hinterfrage und kleinen Kindern gegenüber auch kritisch sehe.