Manches in der Jagdhundeausbildung ist total veraltet, neue Erkenntnisse und alte Männer - das ist nichts, was irgendwie zusammen geht, klingt vielleicht überheblich, ist aber leider oft genug wahr. Auch Frauenfeindlichlkeit ist durchaus noch ein Problem, in manchen Jägerschaften.
Wenn der Hund geschickt wird und ich weiß, das Wild da ist und er kommt ohne, dann soll er durch den Krach lernen, das er einfach nicht ohne Wild zurück kommt - solchen Schmarrn macht man wenn es um eine Sonderprüfung geht, die heißt "Bringtreue" und gebracht werden soll ein ausgelegter Fuchs. Ich persönlich glaube einfach, das der Hund nichts daraus lernt, jedenfalls nicht, das er ohne Wild kommen nicht kommen soll - und, vor allem, Bringtreue ist es ja, wenn er zufällig tod aufgefundenes Wild, ohne menschliche Witterung, aufnimmt und mir zuträgt. Das kann manchmal auch echt eklig sein. 
Fuchs etwa - der wird nicht gern von allen Hunden apportiert, einige Prüfungsteile haben daher auch mit dem Fuchs zu tun, Malik mochte da auch nicht gern ran und brauchte schon eine deutliche Ansage - irgendwann war es ihm schnurz und er brachte auch Füchse freudig und sicher.
Wenn es gut gemacht wird, dann reicht in der Ausbildung ein einziger Vorfall,als Beispiel erzähle ich da immer diese Geschichte: Wir hatten einen Hund in der Gruppe, der sich einfach nicht von Hasen abrufen ließ - keine Chance, Hase ging hoch, Hund hinterher.... weg war er, nichts half, kein Pfiff, kein Rufen - also war der Ausbildungsleiter schon am Überlegen was tun.... es kommt dabei auf den absolut richtigen Zeitpunkt an (während viele Hundeführer dann schon sauer sind und ihrem Hund durchaus gern mal eines überbraten wollen) - bei uns half Kollege Zufall. Hund übers Feld, es war Winter, der Boden gefroren. Hase geht hoch..... der Hund hinterher, der Hundeführer pfeift, der Hund überhört und er pfeift ein zweites Mal, der Hund machte noch genau einen einzigen Schritt, trifft mit den Pfoten eine zugefrorene Ackerfurche, rutscht aus, überschlägt sich, knallt hin - verknüpft "richtig" - in dem Fall negativ.... und liegt seitdem wie eine 1 - ertönt der Pfiff - schmeißt er sich in vollem Lauf ins Platz. Perfekter hätte man es nicht hinbekommen können.
So hätte es auch mit der Stachelhalsung gefunzt, exakt zwei Schritte, bevor die Leine zu Ende ist - muss der Pfiff auf die Sekunde kommen - wehe er kommt eher oder später - da kann man sich alles versauen. Deshalb sind solche Eingriffe auch nix für jeden Hundeführer, der hat genug damit zu tun, zu pfeifen und auf seinen Hund zu schauen.
Das war aber auch schon immer ein Problem, als ich noch Kind war, gab es den sog. Strafschuß - Hunde die nicht lagen, wurden mit einer Ladung Schrot beschossen...... so, das der Hund möglichst wenig, aber immerhin doch einige Körner abbekam, bevorzugt in den Hintern - nichts was ich schätze oder geschätzt hätte. In alten Büchern kann man manchmal darüber noch etwas lesen.
Aber wenn der Hund vors Auto laufen könnte und sich und Menschen gefährdet - muss manches einfach sitzen.
Sundri