Zitat
Aber wie krieg ich das endlich mit der Straße hin? Hab ihn zwar im Straßenverkehr immer an der Leine - aber wenn doch mal was ist...
Danke für eure Hilfe!
Also wir haben die Bordsteinkante als Sichtsignal aufgebaut. Ich bin mit angleintem Hund zum Straßenrand hin, rüber die Kante, hab bestätigt, dass er drauf bleibt, wenn er übertreten hat, habe ich ihn zurück gedrängt. Wenn wir liefen und er im Begriff war verträumt über die Kante rüberzulaufen, blieb ich in der Sekunde stehen, in der seine Pfote in der Luft hing, um auf die Straße gesetzt zu werden. Ich habe selbständiges Verzögern vor Bordsteinkanten bestätigt, habe Übertreten provoziert, hab Lecker auf die Straße fallen lassen (mit no reward marker für die falsche Entscheidung) und habe wieder kräftig belohnt, wenn der Hund AUF der Kante blieb. Irgendwann stand ich auf der Straße und konnte an der Leine ziehen, ohne dass Bokey den Bordstein übertreten hat. Er hat gelernt nur auf Signal die Kante runterzugehen - stehenbleiben, verzögern, warten tut er von allein. Das Training bestand aus vielen kleinen Dingen, Bokey ist ein ruhiger Geselle, der nicht vorprescht und überall erster sein will - die Kombination aus Bewegungseinschränkung, Provokation, um Fehler erstmal überhaupt zu machen, um zu verstehen, was falsch ist, und das Bestätigen von mehreren eigenen Verhaltensweisen haben das Training abwechslungsreich gestaltet - der Hund hatte nie angst, hatte nie gemieden, hat immer gewusst, dass auf Anspannung Entspannung folgt und nach wenigen Wochen war die Sache gegessen. Was aber dennoch nicht davon entbindet, die Augen trotzdem offen zu halten 