Ich weiß nicht ob das Sinn macht, aber als erstes würde mir zum Thema Kopfarbeit einfallen:
Weniger und viel kleinschrittiger vorgehen, viel kürzer und eine schwächere Belohnung geben bzw. den Hund weniger stark motivieren.
Evtl. würde auch ein Ritual Sinn machen, also ein Signal einführen, damit der Hund weiß, jetzt startet eine Trainingsrunde. Ebenso ein Schlusssignal geben.
Was du vielleicht auch machen kannst, ist mal die Zeit messen, bis zu den ersten Übersprungs-/Stresshandlungen. Dann kannst du vorher/zwischendurch unterbrechen/abbrechen/beenden.
Was ich z.B. hin und wieder mache ist dem Hund ein Kauspielzeug geben. Das kann er völlig regellos bearbeiten, so lange und wie er möchte. Danach ist mein Hund erstmal "platt", aber mental "ausgeglichen" und er übersteuert dann nicht mehr. Er kommt einer körperlichen Erschöpfung bei diesem Objektspiel nahe, kommt aber nicht in Stress, weil er auf irgendwelche Kommandos achten müsste. Evtl. würde es Sinn machen, deinem Hund zur Unterbrechung ein Kauspielzeug zu geben, dass er 1 Minute lang bearbeiten darf.
Die Phasen, in denen er sich konzentrieren muss, müssten (jetzt noch) viel kürzer sein, demnach müsste er viel schneller zum Erfolg kommen. Theoretisch muss er (wie ein Welpe) lernen, Stress und Frust länger auszuhalten. Mach dir eine Liste was ihn wie stark motiviert. Rituale, Regeln und Routine bringen dem Hund Sicherheit, das wird schon, Kopf hoch 