Beiträge von Estandia

    Ich bin endgültig durch und hab das Monatsmotto für Dezember fertig. Es war ein großer Spaß und ich habe viele großartige Bücher in diesem Jahr für diese Challenge gelesen :nicken: Vielen Dank, Nesa8486 :bussi:

    Geschaffte Monatsmotti (manche habe ich nicht im entsprechenden Monat gelesen, aber fleißig nachgeholt)

    Januar: Lies ein Buch, in dem jemand einen Neuanfang wagt

    Missouri Williams – The Doloriad

    Februar: Lies ein Buch einer Reihe, die du bereits begonnen, aber noch nicht beendet hast

    Talia Hibbert – Take a hint, Dani Brown

    März: Zeitumstellung wartet! - Lies ein Buch, in dem es um (die) Zeit geht

    Octavia E. Butler – Kindred

    Mai: Lies ein Buch, in dem gelogen/eine Lüge aufgedeckt wird

    Emi Yagi – Diary of a Void

    Juni: Lies ein Buch, das ein sehr helles (bestenfalls sommerliches) Cover hat

    Yuko Tsushima – Child of Fortune

    Juli: Lies ein Buch eines/einer Autor*in, dessen/deren Nachname aus 4 Buchstaben besteht

    Iain Reid – We Spread

    August: Lies ein Buch, dessen Titel aus nur einem Wort besteht, das nicht länger als 6 Buchstaben ist

    Thomas Olde Heuvelt – HEX

    September: Lies ein Buch, das vorrangig Herbstfarben auf dem Cover trägt

    Nell Stevens – Briefly, a delicious life

    November: Lies ein Buch, das mit Mond oder Wind zu tun hat (egal, ob Cover, Titel, Handlung, …)

    Waubgeshig Rice – Moon of the Crusted Snow

    Dezember: Lies ein Buch, dessen Cover einen Abend-/Nachthimmel zeigt

    Nicci French – Blue Monday

    Gelesen 46/46

    1. Lies ein Buch mit einer Richtung im Titel: Aliya Whiteley – From The Neck Up

    2. Lies ein Buch, das mindestens am Anfang ein Zitat enthält: Paul Tremblay – The Pallbearers Club

    3. Lies ein Buch, dessen Cover etwas zeigt, das mit Bewegung zu tun hat: Adam Nevill – The Ritual

    4. Lies ein Buch, dessen Protagonist ein „reales“ Wort als Vor- oder Nachnamen hat: Alyssa Cole – When no one is watching

    5. Lies ein Buch, in dem etwas bereits Bekanntes neu erzählt wird (Märchen, Sage, Legenden, ...): Christina Henry – The Girl in Red

    6. Lies ein Buch mit einer Landschaft auf dem Cover, auf dem keine Personen abgebildet sind (kleinere Gebäude sind ok): Ali Smith - Autumn

    7. Lies ein Buch, in dem der/die Protagonist*in im ähnlichen Alter (+-5 Jahre) ist wie du: Meg Mason – Sorrow and Bliss

    8. Lies ein Buch mit einem buchthematischen Wort im Titel (z.B. Bibliothek, lesen, Seiten, …): Emily Henry – Book Lovers

    9. Lies ein Buch, in der eine Gruppe (ab 3 Personen) im Fokus steht: Frances Cha – Hätte ich dein Gesicht

    10. Lies ein Buch eines/einer Autor*in, der/die mit Nachnamen mit Mc… beginnt: Mhairi McFarlane – Last Night

    11. Lies ein Buch, das einen typisch deutschen Buchstaben im Titel hat: ä, ö, ü oder ß: Elif Shafak – Das Flüstern der Feigenbäume

    12. Lies ein Buch, das einen farbigen Buchschnitt hat: "Kategorie doppelt belegen"-Joker verwendet – 23. Lies ein Buch, das einen Namen im Titel trägt: Lionel Shriver – We Need to Talk About Kevin

    13. Lies ein Buch, das in einer Hauptstadt spielt: Bae Suah – Untold Night and Day

    14. Lies ein Buch mit einem Gebäude auf dem Cover: Sarah Moss – Night Waking (dt. Titel Schlaflos)

    15. Lies ein Buch, das in mindestens zehn Sprachen übersetzt wurde: Max Porter – Lanny

    16. Lies ein Buch, dessen Originalsprache nicht Deutsch oder Englisch ist: Sun-mi Hwang – Das Huhn, das vom fliegen träumte

    17. Lies ein Buch, das (hauptsächlich) an einer Schule oder Universität spielt: Zoe Heller – Notes on a Scandal

    18. Lies ein Buch, dessen Anfangsbuchstabe des Titels mit dem Anfangsbuchstaben des Vornamens des/der Autor*in übereinstimmt: Sidik Fofana – Stories from the Tenants downstairs

    19. Lies ein Buch eines/einer Autor*in, der oder die im selben Monat Geburtstag hat wie du: Siri Hustvedt – Der Somme ohne Männer

    20. Lies ein Buch, das mit einer Landkarte oder einem Glossar ausgestattet ist: Morowa Yejidé – Creatures of Passage

    21. Lies ein Buch, in dem eine der Figuren Gemeinsamkeiten mit dir hat: Mhairi McFarlane – Sowas kann auch nur mir passieren

    22. Lies ein Buch, das eine der 5 W-Fragen im Titel hat (Wer, Wo, Wann, Was, Wie): Sally Rooney – Schöne Welt, wo bist du

    23. Lies ein Buch, das einen Namen im Titel trägt: Elizabeth Strout – My Name is Lucy Barton

    24. Lies ein Buch eines Selfpublishers: "Kategorie doppelt belegen"-Joker verwendet – 29. Lies ein Buch, das ein Einzelband ist: Sarah Moss – Ghost Wall

    25. Lass dein Tier aussuchen: Lege drei bis vier Bücher deiner Wahl vor dein Tier und lies das, für welches es sich entscheidet!: Charlotte Perkins Gilman – Die gelbe Tapete

    26. Lies ein Buch, dessen Titel auf dem Buchrücken von oben nach unten lesbar ist: Madeline Miller – Circe

    27. Lies ein Buch, das ein Wort im Titel beinhaltet, das auf -ung endet: Alice Miller – Am Anfang war Erziehung

    28. Lies ein Buch, das schon lange auf deinem SuB liegt: Susan Forward – Vergiftete Kindheit. Elterliche Macht und ihre Folgen

    29. Lies ein Buch, das ein Einzelband ist: Yun Ko-eun – The Distaster Tourist

    30. Lies ein Buch, das mindestens einen Preis erhalten hat: Charlotte Wood – The Natural Way of Things

    31. Lies ein Buch mit einem Personalpronomen im Titel: Jaqueline Harpman – I who have never known men

    32. Lies ein Buch eines/einer Autor*in, der/die Initialen nutzt: L.P. Hartley – The Go-Between

    33. Lies ein Buch eines/einer Autor*in, der/die der LGBTQ+-Community angehört oder eine PoC ist: Eric LaRocca – Things Have Gotten Worse Since We Last Spoke And Other Misfortunes

    34. Lies ein Buch mit einem Tier auf dem Cover: Dot Hutchison – Garten der Schmetterlinge

    35. Lies einen Bestseller aus 2022: Kurt Krömer – Du darfst nicht alles glauben, was du denkst. Meine Depression

    36. Lies eins eurer Lesehighlights des vergangenen Jahres (Eure Highlights 2022): Tomasz Jedrowski – Im Wasser sind wir schwerelos

    37. Lies ein Buch, das „Schatten“ im Titel trägt: Laura Purcell – Der Schattenriss

    38. Lies ein Buch, von dem es mehrere Ausgaben mit verschiedenen Covern gibt: George Orwell – Farm der Tiere

    39. Lies ein Buch, das „groß“ oder „klein“ (oder ähnliche Begriffe) im Titel hat: Hanya Yanagihara – Ein wenig Leben

    40. Lies ein Buch, in dem jemand etwas anderes ist als er vorgibt zu sein: Chana Porter – The Seep

    41. Lies ein Buch eines/einer Autor*in, der in mehreren Genres unterwegs ist: Ottessa Moshfegh – Mein Jahr der Ruhe und Entspannung

    42. Lies ein Buch eines/einer Autor*in unter 30 Jahren: Rin Usami (geb. 1999) – Idol in Flammen

    43. Lies ein Buch, das von mehreren Autoren geschrieben wurde: Max Gladstone, Amal El-Mohtar – This is How You Lose the Time War

    44. Lies zwei Bücher, die einen ähnlichen Titel tragen: Stephen King – Night Shift & Kiare Ladner – Nightshift

    45. Lies ein Buch, das einem oder beiden Elternteilen gewidmet ist: Michelle Zauner – Crying in H Mart

    46. Lies ein Buch eines/einer Autor*in, der/die einen Doppelnamen hat: Kealan Patrick Burke – Sour Candy

    Claire Keegan – Small Things like these (Kleine Dinge wie diese)

    Hier mal die Beschreibung bei Goodreads, die es ganz gut zusammenfasst:

    "Es ist das Jahr 1985 in einer kleinen irischen Stadt. In den Wochen vor Weihnachten steht Bill Furlong, ein Kohlehändler und Familienvater, vor seiner arbeitsreichsten Zeit. Eines frühen Morgens, als er eine Bestellung an das örtliche Kloster ausliefert, macht Bill eine Entdeckung, die ihn zwingt, sich sowohl mit seiner Vergangenheit als auch mit dem mitschuldigen Schweigen in einer von der Kirche kontrollierten Stadt auseinanderzusetzen."

    Bei diesem Buch ist der Titel wortwörtlich Programm. Bill Furlong ist ein netter, korrekter Mann, der seine Frau und 5 Töchter gut behandelt, in schweren Zeiten an seine Nachbarn und Angestellten denkt und seine Familie und die Menschen seiner Gemeinde ehrt. Es sind echt die kleinen Dinge, die ihn aufhören lassen, die ihn verstören, die ihn an seine Vergangenheit denken lassen. Er fängt an sich Fragen zu stellen und sich mit sich selbst und der Zeit, in der lebt, auseinanderzusetzen. Ein ernstes Buch, das es versteht mit kleinen Gesten und Worten den verschleierten Blick auf etwas zu klären, das grausiger nicht sein kann.

    Claire Keegan – Foster (Das dritte Licht)

    Eines heißen Sommers im ländlichen Irland, bringt ein Vater eines seiner Kinder vorläufig bei Verwandten unter da die Mutter in Kürze ein weiteres Baby erwartet und das Haus bereits mit Geschwistern überfüllt ist. Das Mädchen wird bei den ihr unbekannten Verwandten, einem kinderlosen Ehepaar, herzlich und warm aufgenommen, es erfährt eine bedingungslose Zuwendung und Sicherheit durch liebevolle Regeln und blüht jeden Tag etwas mehr auf. Doch der Sommer wird bald vorbei sein und die Mutter wird sie zurück nach Hause rufen, in ein Haus, in eine Familie, die all das nicht ist, was das Mädchen sich jetzt wünscht.

    Ein ganz kurzes, ruhiges Buch aber wirklich ein kleines Wunder. Die Pflegeeltern sind einfach wunderbar beschrieben, voller Hingabe und dem Drang, besonders der Vater, dem Mädchen die kleine Welt um ihr neues Heim zu zeigen. Auf ganz wenigen Seiten wird eine unglaublich nette und wunderbare Coming of Age-Story erzählt.

    Buch Nr. 75 für dieses Jahr :mrgreen-dance:

    Toshikazu Kawaguchi – Before the Coffee Gets Cold

    "In einer kleinen Seitengasse in Tokio gibt es ein Café, in dem seit mehr als hundert Jahren sorgfältig gebrühter Kaffee serviert wird. Doch dieses Café bietet seinen Kunden ein einzigartiges Erlebnis: die Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen."

    Ein ruhiges Buch, ohne Action und böse Worte – mit wenigen aber komplexen Charakteren und interessanten Geschichten. Die 4 enthaltenen Kapitel folgen einem "Muster", was ein bisschen repetitiv erscheint, dafür ist die jeweilige Handlung aber durchaus überraschend. Ich fand das Zeitreisen-Element ganz spannend, da es mit einigen Regeln daherkommt, wie z. B. dass der Kaffee nicht kalt werden darf :klugscheisser:

    In dieser Stadt gab es viele Geister. Sie musste aufpassen. Deshalb übersprang sie die Ritzen im Pflaster und hüpfte jedes Mal gerade so weit, dass ihre Füße, die in abgewetzten Schnürschuhen steckten, auf den Flächen zwischen den Spalten landeten. Mittlerweile war sie dabei sehr flink, sie beherrschte dieses Himmel- und-Hölle-Spiel fast schon im Schlaf.

    Nicci French – Blauer Montag

    David Eagleman – Sum (Forty Tales from the Afterlives)

    Wie der Titel schon sagt, 40 (Mini)Erzählungen über das (un/mögliche) Leben nach dem Tod.

    Das war einfach ein großer Spaß mit extremen Black Mirror Vibes.

    Da sind unglaublich interessante Ideen und Visionen dabei, oft geht es um Gott – in irgendeiner Form – um Gottheiten, um Technologie, Gedanken, Atome, Planeten, Himmel und Hölle, um Erinnerungen und ganz viel Menschlichkeit. Ich kann das Hörbuch auch nur wärmstens empfehlen, da sind tolle Stimmen dabei (u. a. Emily Blunt, Gillian Anderson, Jarvis Cocker, Nick Cave...).

    Einziger Minuspunkt, die Geschichten sind oft nur 2 - 3 Seiten lang und das Buch dazu sehr klein, liest man zu viele Kapitelchen hintereinander kann man sie hinterher kaum mehr auseinanderhalten.

    Julia Armfield – Our wives under the sea

    Leah ist Tiefseeforscherin und vom Wasser, vom Ozean, von der Tiefsee, besessen. Mit zwei anderen Kollegin steigt sie in ein U-Boot und geht auf eine Tiefseemission – wie schon viele Male zuvor. Doch was nur drei Wochen dauern sollte, endet erst nach sechs Monaten. Leah kehrt zu ihrer Frau Miri zurück, die glaubt, dass nun ihr Leben (mit Leah) weitergehen kann, hatte sie die letzten Monate doch vor Sorge nur noch funktioniert. Miri muss allerdings bald feststellen, dass Leah sich verändert hat und es immer noch tut ...

    Erzählt wird die Geschichte aus zwei Sichtweisen, einmal Miri, die an der Oberfläche ihr Leben hinbiegen muss und einmal Leah, die unfassbar tief im schwarzen Ozean im U-Boot festsitzt. Miri muss ein komplexes Geflecht aus Job, Freunden, Wohnung, Emotionen jonglieren – Leah muss sich ihrer Hilflosigkeit und einem nicht greifbaren Grusel stellen.

    Ich fand, das Buch glänzte vor allem in den Rückblicken, wenn Miri sich an ihre kranke Mutter erinnert, an die ersten Dates mit Leah, an die Parties, an die Art wie sie mit ihrer Frau wahrgenommen wird, wie verschieden sie und Leah waren und sind. Haupt- und Nebencharaktere sind greifbar und glaubwürdig. Die Themen des Buches werden ruhig erzählt, ohne Hast, ohne Action, es ist ein langsamer aber unaufhörlicher Wandel. Das Ende kommt still, ohne Tam Tam, ohne großen Plot-Twist, es ist leicht vorauszuahnen was passieren könnte, dennoch ist es schlussendlich unerwartet und unumkehrbar.

    Im Mai hatte ich Armfields Anthologie Salt Slow gelesen und fand das schon unglaublich gut. Ihr Debutroman hat noch eins draufgelegt, für mich 5 Sternchen.