Beiträge von Estandia

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    Bei uns gibt es dann nur Mini-Runden, möglichst nicht in der Nähe von Bäumen. Ein oder Zwei Tage sollte das mal gehen, zum Wohle meines Hundes und meiner eigenen Sicherheit. Zum Glück findet mein Hund Nachmittage auf der Couch und Kuscheln fast genauso toll wie Gassi gehen :smile:

    So isses hier auch. Nur das Nötigste :tropf:

    Hier ist es zwar richtig richtig stürmisch, aber den Hund weht es noch nicht weg. Der findet natürlich die Gerüche die der Sturm mitbringt richtig geil und flippt total aus :ugly:
    Zum Glück hat er keine angst (mehr) vor wild umherwehenden und polternden Gegenständen :gott:

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    Auf die Idee würde ich nicht kommen. Aber ich würde erwarten, dass dein Hund schon selber signalisiert, wenn er keinen Kontakt möchte. Dazu muss er sich nicht zähnefletschend auf andere stürzen, da reichen viel feinere Signale.

    Das sind Dinge, die Hunde normalerweise sehr gut selber regeln können, die kommunizieren nämlich auf recht grosse Distanz. Ich finde diese exzessive Gängelei von Hunden auf Schritt und Tritt ziemlich verheerend - führt letztlich dazu, dass Hunde sich tatsächlich nicht mehr angemessen verhalten und kommunizieren können.

    Das Signal "Hund wird angeleint" respektiere ich, ebenso verbale Bitten. Den Rest entscheiden die Hunde.

    Halte ich hier genauso. Ein freilaufender Hund heißt für mich, dass er - wenn es dazu kommen sollte - Kontakt in angemessenem Rahmen händeln kann. Dass er evtl. keinen Kontakt möchte seh ich und mein Hund schon (lange) vorher. Warum ein anderer HH seinen Hund anleint ist mir wumpe. Ich lasse meinen Hund grundsätzlich nicht zu fremden Hunden hin (ob nun on- oder offline) es sei denn der Halter signalisiert was anderes oder der Hund kommt von selber...

    Ich zitiere mal aus "Spielverhalten bei Hunden" von Mechthild Käufer; Seite 140 "Alle gegen einen - Mobbing"

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    Als Mobbing bezeichnet Klinghammer (1985) das "Verfolgen, Stoßen, Beißen und/oder Niederringen und -bolzen eines Tieres von zwei oder mehr Tieren".

    Dann geht es um erkennbare Tendenzen (bei Welpen ab 7. Woche) in dieser Situation sich dem "überlegenen" Hund anzuschließen und gegen den "unterlegenen" zu agieren - ungeachtet ob dieser ein guter Bekannter/enger Spielfreund ist. Feddersen-Petersen bezieht sich da auf die "ansteckende" Gruppenaggression. Das Sozialspiel wandelt sich dann zum Jagdverhalten mit der typischen Erregung.

    Ob und wann eingreifen beschreibt Mechthild Käufer, wie ich finde, auch sehr passend.

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    Ich orientiere mich an der Devise "fordern aber nicht überfordern". Daraus ergibt sich, nur dann in das Spiel einzugreifen, wenn ein Hund entweder überfordert ist oder selbst andere Hunde überfordert. Grundsätzlich sollte der Welpe/Hund die Gelegenheit erhalten, Konflikte durch angemessenes Verhalten selbst zu lösen.

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    Hallo!
    Wer hat sich einen Hund aus dem Ausland aufgrund eines Fotos genommen? Woher kam er? Wie war die Anfangszeit? Gab es Probleme?

    Mein Hund kommt aus Ungarn. Sprung ins kalte Wasser, sag ich mal :D Ü-Ei war er nicht mehr, er war bereits 2,5 Jahre alt. Anfangszeit war unspekatulär. Man lebte sich halt so ein und versuchte so die Routine zu finden. Stubenrein war er nach 2 Tagen. Nach 6 Monaten etwa war er "angekommen" und zeigte ab da eben sein Alltagsverhalten. Wirkliche Probleme gab es keine, der Hund kam aber mit den "üblichen", ich nenns mal Deprivationsschäden hierher, die mit dem Aufwachsen als Straßenhund und später Tierheimhund einhergehen. Also, ganz grob, verschiedenste Unsicherheiten durch mangelnde Sozialisation der menschlichen Umwelt - im Gegensatz dazu großartiges innerartliches Sozialverhalten. Ich bin zeitnah mit ihm in die Hundeschule, wo ich auch wirklich lange nach der passenden gesucht habe. Da hatten wir beide immer unendlich viel Spaß und der Hund war total der Streber :D