ZitatWas denkt ihr, kann man bei Härtefällen nur mit Härte arbeiten?
Nein - wenn es heisst, dass ich den Hund absichtlich so weit in eine Situation bringe, wo er aggressives Verhalten zeigt, dass ich dann (stark) aversiv einwirken muss, um ihm zu sagen "so nicht".
Ich zitiere mal ein paar Zahlen von diesem Artikel
ZitatAlles anzeigenThe highest frequency of aggression occurred in response to aversive (or punishing) interventions, even when the intervention was indirect.
Hitting or kicking the dog (41% of owners reported aggression)
Growling at the dog (41%)
Forcing the dog to release an item from its mouth (38%)
“Alpha roll” (forcing the dog onto its back and holding it down) (31%)
“Dominance down” (forcing the dog onto its side) (29%)
Grabbing the jowls or scruff (26%)
Staring the dog down (staring at the dog until it looks away) (30%)
Spraying the dog with water pistol or spray bottle (20%)
Yelling “no” (15%)
Forced exposure (forcibly exposing the dog to a stimulus – such as tile floors, noise or people – that frightens the dog) (12%)
...
In contrast, non-aversive methods resulted in much lower frequency of aggressive responses:Training the dog to sit for everything it wants (only 2% of owners reported aggression)
Rewarding the dog for eye contact (2%)
Food exchange for an item in its mouth instead of forcing the item out (6%)
Rewarding the dog for “watch me” (0%)
Es gibt einen schönen Spruch "Der Hund muss nicht einmal an der Leine gezogen haben, um zu wissen wie er ordentlich daran läuft." So halte ich es eben. Ich muss kein Fehlverhalten provozieren, um es "korrigieren" zu können. Ich lasse den Hund gewollt auslösen, lasse ihn Fehlverhalten praktizieren, er bekommt eins drauf in einer Situation, wo er sich eh schon scheisse fühlt und danach gibt's nen Keks, weil ich will ja "trotzdem" nett sein, und ihm sagen, dass "aufhören" richtig war ... kontraproduktiv. Geht auch anders. Meine Meinung. GERADE bei Härtefällen arbeite ich sensibler, versuche aggressives Verhalten so weit es geht zu verhindern und manage jede Situation. Parallel arbeite ich an den Gründen für dieses Verhalten. Für Hunde gibt es nunmal kein falsches Verhalten. Er zeigt Verhalten, dass sich lohnt. Und wenn er durch Gekläffe einen anderen HUnd verscheucht, wird er's wieder tun - egal wie "falsch" der Mensch das findet. Dass Millan's Therapien nicht fruchten sickert doch hier und da durch. Von daher verschwende ich keinen weiteren Gedanken an die Methoden dieses Mannes.
ZitatKennt ihr solche Fälle persönlich? Wie wird mit den Hunden trainiert?
Ja, einen. Und dieser Hund wurde über lange Zeit einfach unzureichend trainiert und kam immer und immer wieder in Situationen, wo er ungehindert alles umbomben konnte. Auch die "Strafe", die folgte, änderte nichts.
Es gibt ein, wie ich finde,
, wie man mit reaktiven/aggressiven Hunden trainiert.