Zum Fressnapf in die Stadt gefahren, was ne Tour bei drückendem Wetter ![]()
Beiträge von Estandia
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Thema Erziehung.
Sie kann nichts, keinerlei Grundkommandos. Wie erziehe ich einen solch unsicheren Hund wenn sie ausweicht sobald man auf sie zugeht und Berührungen auch nicht mag ?Extrem kleinschrittig

Es gibt gute Trainingspläne für handscheue Hunde, falls du "erstmal" damit anfangen willst. Training OHNE Manipulation, Bedrängung, Einschränkung ist wichtig. Klickertraining bietet sich da natürlich an.
Stell die "großen" Probleme etwas nach hinten. Müll ausräumen: Stell den Müll sicher weg! Verhindere einfach, dass sie dran kommt. Da ist (kreatives) Management nötig. Der Stress beim Alleinleiben ist einfach der Tropfen auf den heissen Stein, da sie ja generell (viel) Stress zu haben scheint. Evtl. wird sie sich etwas anderes zum Stressabbau suchen. Zeige ihr ein paar Kauspielzeuge, dränge sie aber nicht auf. Mach es ihr leicht diese auszuschlabbern mit extrem leckeren Zeug. Wenn sie in deiner Gegenwart nicht frisst, verlass das Zimmer ruhig. Lass Berührungen weg, wenn sie Angst dabei hat, schaden sie mehr als dass sie helfen. Aber auch das kann man ändern - mit der Zeit.
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Huhu

Verbau dir das "Nein" nicht, der Hund scheint es eh nicht zu kennen und lernt nur, dass es keine Bedeutung zu haben scheint. Er tut ja wieder was er nicht soll.
Setz den Hund kommentarlos runter und füttere ihn auf dem Boden. Du kannst einfach ein paar Leckerlis runterwerfen, die er dort suchen muss. Parallel dazu verhindere einfach dass er aufs Bett springt, du weisst ja wann die Wahrscheinlichkeit besonders hoch ist, dass er es tut. Sei einfach schneller und belohne ihn auf dem Boden. Noch besser wäre es, wenn der Hund genau weiß, was sich sicher für ihn lohnt. Also meinetwegen soll er genau dann wenn er sonst auf das Bett sprang in sein Körbchen gehen. Dafür muss es aber auch DORT eine fette Belohnung geben. Du kannst dem Hund auch beibringen NUR auf dein Signal aufs Bett zu kommen und auf Signal auch von dort wieder zu seinem Platz zu laufen. Wenn das ein Spiel ist und bleibt, wird er es gerne tun. Auf seinen Platz zu gehen sollte für einen Hund keine Strafe sein, er sollte dort gern liegen und sich entspannen und nicht dort ausharren müssen, weil er etwas Verbotenes getan hat. Hunde tun sehr gerne das wofür es die meiste Aufmerksamkeit gibt, deswegen ruhig vom Bett runter und dort die Party machen wo sich der Hund stattdessen aufhalten soll.
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Ich hab einen Straßenhund, der bis zum Alter von etwa 2 Jahren auf der Straße gelebt hat. Ein wirkliches Traumata was der mitgenommen hat ist das vom Einfangen und in die Auffangstation bringen. Ansonsten hat er die "üblichen" Ängste und Unsicherheiten, die Hunde so mitbringen, die unter "ungünstigen" Bedingungen aufwachsen.
Unsicherheit ggü. Menschen (besonders Männer und Kinder)
Unsicherheit ggü. alltäglichen Dingen (Treppen, Statuen, Bahn fahren, etc. pp.)An vielen Dingen kann man arbeiten und die "bösen" Assoziationen in gute wandeln. Schlechte Erfahrungen muss ein Hund nichtmal gemacht haben, reicht wenn er gar keine gemacht hat.
Fressen von der Straße. Ja natürlich
Interessant dabei, Müll. Also wirklich eingepacktes Zeug. Ohne Verpackung erkannte er nichts an Fressen. Auch ging er nie zu Menschen hin, um zu betteln. An der Selbstversorgung haben wir gearbeitet, zum Teil hat auch eine abwechslungsreiche tägliche Fütterung und adäquate Auslastung das Problem erheblich verringert.Ich hab nun einen (unsicheren) Vertreter, der aber extrem entspannt ist. Er hat eine hohe Frustrationstoleranz und somit eine gute Impulskontrolle. Er kann sich gut selbst beherrschen und macht das Zusammenleben extrem leicht.
Er wurde relativ spät kastriert, da war 2,5 Jahre alt. Eben genau dann als ich ihn entdeckt hab. Bei Artgenossen ist er grundsätzlich freundlich aber nicht sehr tolerant. Er weiß was er will und was gar nicht geht. Er ist dadurch sehr gut einschätzbar. Gerade auch deswegen konnte ich ihm als er hier ankam seine neue Welt in ganz kleinen Schritten zeigen und erleben lassen. Heute ist er fast 10 und ein ganz toller Begleiter.
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von weitem: "ist das ein Rüde"
ich: Ja
von weitem: " ohhhhhh schlecht, der mag keine Rüden" und das gebelle geht los :)Ach jaaaa
Kenn ich 
Obwohl der obige Dialog auch einfach "anerzogen" sein kann. Halter fragt, entscheidet sich gegen Beschnuppern, Hund hat Frust, weil er nicht zum anderen hinkommt, er bellt und randaliert, baut den Stress ab und fühlt sich dann besser ... zack hat man eine Verhaltenskette. Das ist EINE Variante, Gründe für's nicht mögen sind mannigfaltig, häufig ist aber - wie Sunti schon schrieb - einfach Wettbewerb/sexuelle Konkurrenz. Rüden wollen sich schick machen, um zu beeindrucken - und wenn Hunde nicht auf das Visuelle reagieren, wird der nächste offene Kanal angesprochen: Das Ohr. Deswegen wird's meist ziemlich schnell ziemlich laut

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Da kann ich dir spontan Kerstin Gerke empfehlen: http://www.hundetraining-gerke.de/web/start/index.php
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Naja, wenn man nur "grundsäzlich" was trainiert aber steigende Ablenkungen aussen vor lässt ist es logisch, dass andere Dinge eben irgendwann interessanter sind. Schlampiges Traininges, schlampige Ergebnisse. Das lese ich bei dir raus. Und auch für mich ist es DANN unverständlich, dass es knallt. Entweder ich trainiere es anständig oder eben nicht. Ich glaube langsam, die Mehrheit versteht nicht, was TRAINING wirklich bedeutet ...
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nun kommen wir wieder zu Standarddiskussion

offenbar ... frag mich wer das beispiel mit der ansage ist gewalt gebracht hat ...
aber ist mir auch zu müßig ... es ist wie es ist ... vorurteile und wissenslücken auf beiden seiten, wie immerZitatda klinke ich mich aus, denn anscheinend "brauche" ich sowas
muss ja jeder selber wissen ... ich hab nur nen denkansatz auf eine frage gegeben ... wer sich da oder da rein zählt soll sich den schuh anziehen ... -
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Das mit der Backpfeife ist Bullshit, da sind sich ja alle einig.
Nur:
- anrempeln wenns mal nötig ist
- sich aufmerksamkeit mit nem Stups holen
- mal ne lautere Ansage (verbal)immer als blanke Gewalt darzustellen und süffisant zu behaupten man versteht es ja nicht anders bzw kennt sich nicht aus, ist genauso verblendet...
Ich finds auch den Hunden gegenüber fairer auch mal zu sagen wenn mir was nicht passt. Das machen die untereinander auch so. Und zwar ganz ohne Gewaltexzesse...meistens nur Körpersprache/verbal. Aber neeeiiinn ich als Mensch darf sowas nicht...warum nicht?Weil andere eben woanders ansetzen. Und weil manche davon diese Dinge einfach nicht brauchen ...
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Bei dieser Argumentation dreht sich mir echt der Magen um ...