Beiträge von Estandia

    Kann Dächsin nur voll und ganz zustimmen :gut:

    Wenn du schon deckelst (mit Wasserflasche und co), dann musst du das richtige Verhalten stärker belohnen, sonst kann es wirklich sein, dass du dir nur noch mehr Baustellen schaffst. Das Ding ist auch, ein Hund in so hoher Erregung zu deckeln ist nicht einfach. (A) ist das Schmerzempfinden des Hundes herabgesetzt (B) muss das Deckeln unverhältnismäßig hart sein, um beim Hund anzukommen. Das kann funktionieren, muss es aber nicht. Manchen Menschen fällt es schwer, den Hund dermaßen zu rügen, wenn man zu schwach deckelt, ändert sich vllt gar nichts beim Hund, dann läuft man Gefahr in eine Gewaltspirale zu kommen, in der der Hnd beginnt diesen Methoden ggü. abzustumpfen. Und dann bleibt einfach nicht mehr viel Spielraum...

    Auch ich bin immer dafür, zuerst die emotionale Grundlage zu ändern. Man minimiert das Feuer unter dem Kochtopf, wie es so schön heisst :D Aber dieses Training IST aufwendiger, längerfristig jedoch VIELLEICHT die bessere Lösung für Hund UND Halter.

    Ich weiß gar nicht mehr genau, wie es bei uns war...
    Mein Hund kommt von der Straße, also 2 Jahre mindestens hat der sich von Essensresten wirklich ernährt :hust:

    In der HuSchu war es tatsächlich so, dass man einerseits natürlich lernt, wann der Hund was in der Nase hat und andererseits bringt man ihm eben bei, sich bei Annäherung an Futter - mit "Nein" oder whatever - zum Halter zu drehen. Springender Punkt war natürlich, dass in dieser Trainingsphase der Hund aber auch keinen Erfolg hat (in der HuSchu war zB Pansen in einem kleinen Gitterkäfig gesichert).

    Bei uns begann sich das Problem ziemlich schnell dadurch zu lösen, dass der Hund erstmal generell besseres Futter bekam als das von der Straße - er fraß Müll, also echt Staniolpapier oder ähnliches. Er bekam reichlich Futter, dass er sich nicht verdienen musste (er konnte ja auch noch gar nichts, was ich hätte abfragen und belohnen können). Die Routine, also dass er wirklich genug Futter zu sicheren Zeiten bekam, ließ ihn ruhiger werden. Ein weiterer Punkt war Leinenführigkeit. Der Hund konnte sich dadurch richtig viel Zeug verdienen und vergaß eben die Erde abzusaugen. Später kam die Auslastung und Impulskontrolle dazu. Durch die Erziehung und Training generell, blieb weder Zeit noch Lust, irgendwie noch nach was zu suchen. Da ständig die guten Dinge belohnt wurden, starben die schlechten (relativ) schnell ohne viel Aufwand aus. Unsere Trainerin hätte uns aber auch mit präparierten Routen geholfen, wenn das nötig gewesen wäre. Was auch der Sache seeehr zuträglich war, die ersten 3 Monate hier war der Hund komplett an der Leine (da man ja TS-Hunde nicht sofort in neuer Umgebung und so ableint). Das, was sich der Hund im 1m-Radius der Leine einverleibt hat, war natürlich um ein Vielfaches weniger, als das was er sich im Freilauf hätte reinschnabulieren können.

    Bei uns waren es also eine ganze Reihe an Punkten. Heutzutage brauche ich weder ein "Nein" (das der Hund nichtmal richtig erlernt hat/erlernen musste) noch sonstwas. Vieles Verzehrbare wird vom Hund ignoriert, an manchen Dingen schnüffelt er, andere meidet er sogar. Nach welchen Kriterien das läuft, keine Ahnung. Er sucht nicht nach Futter, weder hektisch, noch "scheinheilig".

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    Da habe ich einen anderen Eindruck. ;-) Und ich finde, wer austeilt muss auch einstecken können.

    Also FALLS das auch mich betrifft, habe ich nicht den Eindruck, dass ich irgendwas einstecken musste :ka:
    Wer sich das einreden mag, bitte. Auch austeilen sieht bei mir anders aus :D

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    Hey


    Nun, das ist genauso ein "Verstärker" wie alle anderen auch, ein äußerer Reiz (Wild usw.) motiviert zum Hetzen und das Hetzen selbst ist der "Verstärker", denn dadurch werden z. B. Endorphine freigesetzt.

    Es sagt doch auch niemand etwas anderes :???:

    intrinsisch: von innen her, aus eigenem Antrieb; durch in der Sache liegende Anreize bedingt [Quelle Duden]

    Was ich hier lese, beweist auchnur wieder, dass die Regeln gar nicht eingehalten werden können. Logischerweise. Und dann kommen wieder die Risiken und Nebenwirkungen zum Tragen. Mir ist es wumpe, wer was wie strafen will, die Regeln gelten für effektives Strafen. Wenn ws mir egal wie lange und welcher Intensität ich am Hunde oder Verhalten rumstrafe, kann es mir doch egal sein. Warum sich daran so aufgehangen wird ist mir echt ein Rätsel. Ich weiß auch nicht warum mn die Bezeichnung Hardcore-PVler verwenden muss :ka:

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    Hast Du eigentlich gelesen, was ich geschrieben habe?
    Und mal paar Sekunden drüber nachgedacht vielleicht auch?

    Könnte ich dich auch fragen ;)

    Mich dünkt so langsam es geht hier um Verwässerung und Infragestellen von Fachwissen und Fakten. Wozu allerdings ist mir schleierhaft. Ich habe nicht behauptet, dass man nur mit Einhaltung aller Regeln strafen kann. Ich sehe nur (im Alltag), dass es ineffektiver ist.