Beiträge von Estandia

    Hab mich mal auch fix nachgetragen. Aufbauen werd ich's über's Locken - also rumführen und dann immer weiter den Hund alleine rumlaufen lassen. Rechts rum führen mit rechtem Arm, links mit links *hihi* Hoffe das klappt :)

    Unser Untier wird im Mai 2 Jh. und pubertiert nun ordentlich.
    Das macht sich in kleineren Machtkämpfchen bemerkbar (nein, ich geb dir den ball nicht zurück - kopf wegdrehen oder "sitz" erst auf den zweiten anruf hin etc.)


    Was sind denn Machtkämpfchen? Trainier doch einfach ordentlich was du von dem Hund möchtest :???:


    was nun aber seit 2 monaten dazu kommt ist für mich schon schwerer zu händeln.
    vor gut 2 monaten fing er plötzlich an, kleinhund rüden anzuprollen. er tut ihnen nichts, will sie "nur" auf den rücken legen und das mit ordentlich radau. da ich das verhalten nicht will, lasse ich ihn erstmal nciht mehr zu kleinhunden.


    Er tut ihnen nichts, will sie aber mit Radau auf den Rücken legen? Wie passt das denn zusammen? Konfliktvermeidung heisst nicht Konfliktbewältigung! Ich hoffe dein zukünftiger Trainer kann dir - und du dann deinem Hund - das auch adäquat beibringen.

    Wir wollen auch :)

    Erziehe den jungen Hund! Dann fühlt sich die Ältere auch nicht genötigt sich zu verteidigen. Wenn du so viele Situationen hast, wo die Hunde sich gegenseitig gefährden könnten, weil du oder jemand anderes kein Auge drauf haben kann, sollte evtl, eine andere dauerhafte Lösung gefunden werden, die beiden Hunden hilft. Und das ist keine Unterbringung im Zwinger. Gut gemeint heisst eben auch nicht immer gut gemacht!

    Ich habe einen Straßenhund aus Ungarn. 2 Jahre Straße, halbes Jahr Auffangstation.

    Er kam mit den typischen Defiziten/Ängsten und Überlebensstrategien hier an. Ich habe an allem mit ihm gearbeitet, was für uns und unsere Umwelt wichtig war und gehen nun seit über 7 Jahren konfliktfrei durchs Leben. Ich hatte nie den Druck, dass der Hund etwas in einer bestimmten Zeit schaffen musste - sowas wie nach 1 Monat muss er 5 h täglich alleine bleiben oder so. Wir hatten für alles viel viel Zeit und ich bin vom ersten Tag an in kleinsten Schritten mit ihm durch unsere Umgebung und hab ihm alles gezeigt und beigebracht. Nach 4 Monaten fing er an ohne Leine zu laufen, nach etwa 6 Monaten merkte man, dass er richtig angekommen war. Da war er etwa 3 Jahre. Meine Familie liebt er über alles, kommt regelmäßig mit ins Seniorenheim, war jahrelang Bürohund und kann problemlos von Freunden gesittet werden.

    Bereut hab ich es nie. Klar war's ein Sprung ins kalte Wasser, aber ich würd's immer wieder tun.