Ist es tatsächlich ernst gemeint, dass der positive Umgang soweit gehen muss, dass der Hundehalter, was auch immer in den Tagen davor falschgelaufen ist, nicht soweit Selbstschutzmaßnahmen ergreifen darf, und den Hund 1,5 Meter von sich entfernt anbinden darf?
Es geht doch beim "positiven Umgang" nicht darum, den Hund machen zu lassen, weil man nicht "böse/blöde" werden will. Also das les ich hier raus. Wenn ich positiv ARBEITE (nicht ad hoc sondern als "Lebenseinstellung"), dann SEHE ich früher, was/warum/weshalb mein Hund reagiert, wie er eben reagiert und handle dementsprechend FRÜH. Sicher kann man den Hund anbinden zur Sicherheit aller, das gehört dann aber eben mehr ins MANAGEMENT, meiner Meinung nach. Wie man danach weitermacht, ist ja jedem selbst überlassen.
Der Hund kommt sicher nach einiger Zeit auf die Idee, dass wenn er sich ruhiger verhält, Frauchen wieder näher kommt. Deshalb übe ich gezielt das runterfahren. Und das nicht über konditionierte Entspannung im klassischen Sinn.
Sicher wird der Hund auf die Idee kommen sich zu beruhigen (er hat ja keine Wahl). Der Aufregungscocktail im Hirn flaut ja auch irgendwann mal ab. Meine Meinung ist nur, dass ich MEINEN Hund weder in "nicht schaffbare Situationen" laufen lasse noch diese gezielt ausnutze, FALLS ich mal eine Situation unterschätze. Ich unterstütze meinen Hund aktiv bei den richtigen Entscheidungen, das hat sich von allein auf den gesamten Altag ausgeweitet, ohne viel Arbeit.