Hierzu hätte ich mal eine Frage
Marley liegt überall lieber als in seinem Körbchen. Wir schicken ihn dort rein wenn er quasi mal aus dem Weg geräumt werden muss zum Beispiel beim putzen das ist auch kein Thema aber er würde sich jetzt nicht zum Schlafen ins Körbchen legen, da ist Teppich, Boden, Couch einfach eher sein. Wenn ich ihn also in dem Moment ins Körbchen schicke gebe ich ja auch wieder rum ein Kommando, dass ich irgendwann auflösen muss bzw. Bei uns heißt Körbchen "du bleibst solange drin bis wir dir sagen du kannst raus" weil es eben nicht sein Lieblingsschlafplatz ist. Sprich ich möchte ihn in dem Moment zwar von der Couch haben wo er sich aber hinlegt ist mir ja egal also bekommt er von uns ein "runter" ist im Prinzip aber ja auch nichts anderes wie ein Nein oder?
Je klarer etwas definiert ist, desto einfacher ist es für den Hund.
Bei Nein, so sagt man, fehlt oft die Information, was der Hund nach dem Nein machen soll. Er soll nicht auf die Couch, aber was soll er stattdessen tun. Wenn der Hund sich irgendwo anders hinlegt und das beibehält auf ein Nein ist das in Ordnung. Kann aber auch sein, dass der Hund länger rumrät was er nun machen könnte und versucht eben 2 Minuten später wieder auf die Coach zu kommen. Manche Hunde brauchen hier mehr Hilfe um das "nicht auf der Couch sein" besser zu verpacken. Will der Hund auf die Coach und du sagst meinetwegen "Decke" - und die liegt an einem guten Ort, wo der Hund gerne ist - weiß der ganz genau was er tun soll (vorher ausgiebig trainieren! und nicht wenn du es brauchst irgendwie den Hund hinlotsen). Couch ist natürlich bequem, klar liegt der ein oder andere Hund da einfach saugern, deswegen müsste die "Decke" wesentlich aufgewertet werden und nicht als "Strafplatz" gedacht sein. Wenn gut gemacht, erhöht sich das Verhalten "auf der Decke sein", das Verhalten "auf der Couch sein/auf die Coach wollen" sinkt - denn beides ist nicht miteinander vereinbar. Wichtig ist auch, proaktiv sein. Nicht timmer mit "Decke" reagieren, wenn der Hund schon drauf ist. Drauf achten was der Hund machen will und vorher ablenken, verhindern, Decke belohnen. Viele Wege führen nach Rom. Ohne Stress und Rumgekämpfe, ruhig und kosequent - es geht bei der Couch als begehrtem Liegeplatz einfach darum, wer den längeren Atem hat 