Beiträge von Estandia

    Ich füttere jetzt zur Probe einen 3-kg-Sack "Redukt"von Alsa leer. 3 mal täglich, 50g. Bis jetzt frisst der Hund das begeistert.

    Danach gibt es eine zusammengestellte 4-Wochen-Ration von Futalis.

    Ich weiß nicht, ob es für Kira das Beste ist, wenn sie in der Gruppenstunde ständig mit anderen Hunden konfrontiert wird und dauergestresst ist. Ob Einzeltraining mit weniger Reizen auf einen Schlag besser ist? Ich kann das nur überhaupt nicht beurteilen.Oder sollte ich sie erstmal mit so einem Training in Ruhe lassen und sie erstmal ein paar Monate ankommen lassen? Ich habe keine Ahnung... dass man nach zwei Stunden nicht sofort Erfolg sieht, ist mir klar. War auch nie meine Erwartung. Aber diese Art von Training gefällt mir irgendwie nicht. Ich fühle mich nicht wohl. Vielleicht bin ich echt einfach ein Wattebauschwerfer, aber ich habe oft genug die Ergebnisse vom anderen Extrem erlebt. Und ich will nicht, dass Kira so abstumpft oder solche schlechten Erfahrungen macht.
    Dass eine Gruppenstunde nie so gut auf einen einzelnen Hund eingeht wie eine Einzelstunde ist mir klar. Die Frage ist jetzt nur, wie geht es weiter? Anderer Trainer? Kopf einziehen und durch?

    Ich überlege nächste Woche meinen Partner in die Gruppenstunde zu schicken, da er ausnahmsweise an diesem Wochentag Zeit hat. Damit er sich auch eine Meinung bilden kann. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass ich beim Thema Hund und "gewaltfreie Erziehung" sehr extrem und zu sanft drauf bin. Ich habe generell Probleme mit brüllenden Menschen und will weder meinen Hund anschreien müssen, noch ihm wehtun.

    So, einmal ausgekotzt... ja, ich bin ziemlich durch den Wind und habe Angst, dass ich Dinge tue, die Kira irgendwie auf Dauer schaden. Am liebsten würde ich bei jeder Aktion, jedem Befehl vorher stundenlang überlegen, was er bei meiner Maus auslösen könnte und was man viellleicht stattdessen machen könnte.
    Gibt es hier im Forum vielleicht User, die Erfahrungen mit unsicheren Hunden gemacht haben und mir vielleicht einfache Tipps geben könnten? Oder einfach nur ihre Erfahrung teilen?

    Huhu :winken:

    Ich schreib mal zu dieser Passage was.

    Ich glaube du hast ein gutes Bauchgefühl und weißt was du (eigentlich) nicht willst. Weder für dich noch den Hund. Handle danach!
    Stress bringt euch beiden nix. Denk über Einzelstunden oder einen Trainer nach, der zu euch kommt. Oft reichen da wenige Stunden und man zahlt sich nciht dumm und blöde.
    Wenn Kira wirklich Wanderpokal war wird sie eine Weile brauchen Routinen und Regeln zu verinnerlichen. Man sagt so bis zu 6 Monaten, dann hast du wahrscheinlich den Hund vor dir, der er wirklich ist.
    Hunde lernen ein Leben lang, nimm dir Zeit, lass dich auf Kira's Tempo ein. Vielleicht wird sie niiiiie fremde Menschen wirklich lieben, aber vielleicht findet ihr mit Geduld und Spucke einen guten Kompromiss - nicht nur bei diesem Thema.

    Mach dir eine Liste der Dinge die du gern ändern würdest bzw. die du als problematisch ansiehst. Dort kannst du vermerken, ob es Fortschritte gibt oder Rückschritte oder ob Verhalten sich gar nicht verändern.

    Ich verstehe dich sehr gut, jemand der nicht einschätzen kann was gut oder schlecht ist und dazu ein Hund, der sich auch noch selbst sucht. Mach dir keinen Druck, anstatt zum Training zu gehen, lies ein gutes Hundebuch und geh mit Kira einfach "nur" spazieren :bussi:

    Ich füttere abwechslungsreich. Gekochtes, Rohes, NaFu, TroFu, Reste "vom Tisch".
    Vegetarisches lässt der Hund manchmal stehen, das dann aber auch den ganzen Tag... das gleiche Futter mit einem Fitzelchen Fleisch wird allerdings verschlungen. Ich würde das nicht mal wirklich mäkeln nennen.
    Ich halte es auch so, dass der Hund bei mir nicht gezwungen wird etwas aufzufressen. Frisst er es nicht sofort, wenn ich es ihm hinstelle, dann wird er es auch ein paar Stunden später nicht fressen, selbst wenn er Hunger haben müsste.
    Und Bokey ist eine zwölfköpfige Raupe :laola:

    Nein, aber meinst du, dass die zu solchen Fressattacken führen?

    Ich würde den Hund einfach gründlich durchchecken lassen... ich kam nur drauf, weil ich in meinem sehr begrenzen Bekanntenkreis nun zwei Hunde kenne, die eine sehr ähnliche Symptomatik zeigten. Eine Reihe an Magen-Darm-Problemen, generelles (schlecht erkennbares) Unwohlsein, Unverträglichkeiten und Allergien (und generell zu viel Stress) waren dann die Ursachen. Die Halter meinten auch, die haben ins Blaue geraten mit Ausschlussdiät etc. pp. Es hat zwar gedauert aber es hat einfach unglaublich viel geholfen. Auch für das Training danach waren die Hunde dann weitaus empfänglicher.

    "Sensibiliseren" braucht man da eigentlich nichts, es sei denn, dein Hund hat Angst vor dem Ding an sich, weil plötzlich etwas Neues in der Wohnung steht.
    Die Musik, bzw. diese Wellen, sollen ja beruhigend wirken.

    Eine Trainerin hat mir erzählt, dass sie damit gute Erfahrungen gemacht hat - ich persönlich kann dazu nichts sagen. Meiner Meinung nach kommt es bei allen Hilfsmitteln darauf an wie stark der Hund eh schon erregt ist. Im Schlimmsten Fall passiert nichts/hilft Relaxodog nicht.

    Das Programm was du diesem Hund bietest ist viel zu viel für sein Hirn, dazu noch dein übergriffiges Verhalten. Labradore sind prädestiniert dafür extremes Verhalten als Ventil für Stress und Unsicherheiten zu zeigen.
    Fahr das Programm runter, stehe die Phase durch, in der sich das Verhalten ad hoc verschlimmert und vor allem Viel Glück für die Pubertät :D