Für viele Hunde ist das Auftauchen eines Artgenossen mit unangenehmen Gefühlen verbunde (Frust, Angst).
McConnel versucht in ihrem Buch für den Auslöser eine gegenteilige Bedeutung zu geben:
In einem Abstand wo der Hund noch ruhig ist, taucht ein Artgenosse auf, der darf vom Hund angesehen werden, sofort wird der Hund aufgefordert den Halter anzusehen (was vorher natürlich geübt wird) und bekommt dann eine Belohnung.
Der Effekt ist, dass der Auslöser (Auftauchen eines Artgenossen) nicht mehr mit unangenehmen Gefühlen verbunde (Frust, Angst) wird, sondern mit: Jetzt guck ich Herrchen/Frauchen an und dann gibts eine Belohnung.
So weit so gut.
Nun habe ich letztes Mal im Fernsehen eine Trainerin gesehen die bei Leinenagressionen mit einen Clicker gearbeitet hat.
Die Verknüpfung zum Clicker wird ja auch automatisch mit einem pos. Gefühl verbunden und nicht nur mit dem Leckerlie (sonst wäre es ja keine klas. Konditionierung).
Ich hätte es verstanden, wenn sie den Hund nach erspähen des "Feindes" aufgefordert hätte sie anzuschauen, und dann geclickt hätte 8siehe Beschreibung oben), aber sie hat nur den Blickkontakt zu dem anderen Hund geclickt.
Das halte ich für bedenklich, denn der Click bedeutet ja: Das ist richtig was du machst. Und was ist, wenn der Hund gelernt hat, das andere Hunde angucken eine Belohnung bedeutet, das Angucken aber mal nicht belohnt wird? Dann müsste der Hund doch "noch mehr angucken" = fixieren? Sollte ich meinen Hund dazu verleiten andere Hunde anzustarren? Was denkt ihr? habt ihr so schon mal gearbeitet? Was passiert da wirklich?
Click = Leckerlie (tolles Gefühl)
Artgenosse = Click = Leckerlie (tolles Gefühl)
Artgenosse = (tolles Gefühl) ?