Ohne das Verhalten deines Hundes sehen zu können, klingt es für mich nach Unsicherheit.
Dieses hier:
Zitat
Ich kann sie so kurz nehmen wies geht...
...
lässt mich stutzen. Damit gibst du deinem Hund (unbewusst) ein "Startzeichen". So nach dem Motto: Ui, Herrchen steht mächtig unter Stress, weil da mal wieder ein fremder Mensch kommt, ich muss aufpassen". Ich möchte damit sagen, das du deinen Hund durch dein Verhalten (Leine kurz und auf Zug) in seiner Unsicherheit bestätigst.
Ich würde mich in eine Fussgängerzone auf eine Bank setzen, gemütlich ein Eis schlecken (in dieser Jahreszeit wohl einen Kaffee trinken
) und alle fremden Menschen überhaupt nicht sehen. Sie sind nicht da, Punkt! Guck in die Weltgeschichte, belohne die Aufmerksamkeit deines Hundes auf dich. (Blick z.B.)Vorallem bleib entspannt. Da sind Menschen und das ist einfach so. Mach sie für deinen Hund uninteressant. Wenn er das gut meistert, würde ich das Ganze steigern, indem ich mich mit dem Hund fortbewege, also Menschen die in Bewegung auf euch zulaufen. Dann solltest du reagieren, bevor er anfängt sich aufzupuschen. Lenk seine Aufmerksamkeit auf dich, wo es noch geht. Fährt er schon hoch, bist du zu spät dran.
Wenn Du durch die Gegend läufst und dir sagst "Oh Mist, ein Mensch kommt uns entgegen, dann die Leine straff ziehst, sagt sich dein Hund: "Siehsteeeeeeeee, da ist wieder so einer, ich muss mich aufregen!"
Versuch mal Wege zu finden, wo die Menschen in einer gewissen Distanz an euch vorbei gehen und nicht direkt entgegen kommen. Du wirst merken, bis wann dein Hund entspannt bleibt und ab wann er hochdreht. Diese Distanz kannst du als "Marker" nehmen um sie Stück für Stück zu verkleinern. Und ganz wichtig: DU bist totaaaaaaaaaaal entspannt. Es ist nämlich alles normal. 
LG Ute