Beiträge von sinaline

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    Okay, ich bin heute etwas begriffstutzig, aber jetzt hats Klick gemacht!


    Wieso begriffsstutzig??? =) ...wo denn?!!...es ist doch klar, das man sich Gedanken macht...es kann immer auch an anderen Ursachen liegen...im übrigen KÖNNTE ich genauso Unrecht haben...aber darüber könnte man jetzt auch wieder endlos nachdenken ;)...

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    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das jetzt richtig verstanden habe. Meinst du jetzt, dass er in dem Moment nicht geknurrt hat, weil er Angst hatt, sondern weil er sie nicht im Flur akzeptierte? Ich weiß nicht, ob es damit zusammenhängt. Wir wohnen im Erdgeschoss und jeder, der nach draußen oder in den Keller will, muss an unserer Wohnung vorbei. Das interessiert Jeppe gar nicht, er schlägt nie an und wir treffen ja öfter mal Nachbarn im Keller oder vor dem Haus. Den Garten kennt er, aber er ist nicht wirklich territorial, wenn dort draußen noch jemand ist, dann wird der entweder nur kurz angeschaut oder auch mal begrüßt. Auch wenn NAchbarn uns aus dem Fenster beim Spielen zuschauen und ich mich mit ihnen unterhalte, zeigt er da kaum Interesse. Als einziges Problem sehe ich, dass Jeppes Individualdistanz nicht besonders groß ist. Er fühlt sich schnelle in die Ecke gedrängt und zeigt das dann erst durch unterwürfiges Verhalten und dann durch Knurren oder Bellen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es ihm in dem Moment zu eng war. Also, ich meine, wenn ich mit ihm Fahrstuhl fahre oder in der vollen Stadt bin, ist ihm das egal, aber in dem Moment stand er von jetzt auf gleich neben einer offensichtlich unsicheren Person und fühlte sich dadurch anscheinend selbst unwohl. Verstehst du, wie ich das meine?


    Du hast geschrieben, das die Nachbarin neu eingezogen ist...da kann es sein das Dein Hund sie noch nicht als "Inventar" des Hauses sieht
    ...natürlich kann die Situation auch als Bedrängniss von Seiten Deines Hundes empfunden wurden sein...das kann ich natürlich nicht ganz beurteilen...

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    Danke für eure aufbauenden Worte. Ich habe heute zwei Entdeckungen gemacht, die mir vielleicht doch helfen, das Ganze etwas lockerer zu sehen. Erstens hat Jeppe heute einen echt miesen Tag, er ist völlig unausgeglichen und mault draußen alles und jeden an. Da das sonst nicht vorkommt, ist es mir heute eben aufgefallen und da wurde mir dann klar, dass es ja sonst gut laufen muss, wenn mir dann an einem Tag auffällt, dass er sich doof benimmt. Dann trafen wir eine FRau mit einem kleinen kläffenden HUnd. Ich bin extra einen Bogen gelaufen, damit Jeppe nicht bellt, aber die ließ ihren extra noch an der Flexi zu meinem hin und fand es sogar lustig, als dann beide in Gebell verfiehlen. Ich fand es aber nicht witzig, sondern total nervig. Dabei ist mir dann noch klar geworden, dass ich vielleicht einfach andere Ansprüche an mich und meinen Hund stelle und solche Sachen eben nicht dulde, sondern immer versuche, Ansätze von Ungehorsam oder Fehlverhalten im Keim zu ersticken. Anscheinend klappt das ganz gut, denn sonst würden Jeppe und ich wohl öfter mal negativ auffallen und nicht nur an einem Tag wie heute. Ich sollte vielleicht mit Yoga anfangen :ohm:


    Hm...da ist es meiner Meinung wieder...Dein Hund hat nur nach DEINEN Auffassungen einen "miesen Tag"...das gibt es eigentlich nicht (außer wenn Hunde krank sind)...Dein Hund ENTWICKELT sich...es sind Entwicklungsschritte die Du bemerkst...Du brauchst weder Yoga oder sonstwas zum Ausgleich...akzeptiere einfach das Dein Hund sich so verhält wie es seiner Natur entspricht...wir haben Alle (mich eingeschlossen) eine zu menschliche Vorstellung von unseren Hunden...und das Du einfach alles perfekt machen willst, ist auch nicht wirklich schlimm...ich finde es sehr gut, das Du ihn richtig erziehst...das erleichtert doch die Sache immens wenn Dein Hund älter ist...im Grunde machst Du doch alles richtig...Du reagierst richtig :gut: ...machst Dir aber zu viele Gedanken um die "Gefühle" Deines Hundes (um Deine Gefühle über diese Situationen auch)...Deinem Hund ist das egal...aber Dir nicht ;)

    agiere wie bisher und mach Dir einfach nicht so viele Gedanken :smile: ...Dein Hund entwickelt sich wirklich ganz normal.

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    Ich habe jetzt überlegt, ihr das nächste Mal zu erklären, dass die Umstände einfach etwas ungünstig waren, Jeppe sich wahrscheinlich genauso erschrocken hat wie sie, er zur Zeit eine Angstphase hat und schneller mal bellt als sonst, er aber nie auf die Idee käme, grundlos jemanden anzuknurren oder zu bellen. Dann werde ich lernen des "An ihr vorschlagen, dass wir und gerne mal hinter dem Haus auf der Wiese treffen können und sie, wenn sie mag, Jeppe mal ein paar Leckerchen zuwerfen kann oder ihm einfach nur beim Spielen zugucken kann, damit sie sieht, dass er wirklich harmlos ist.


    Ich glaube nicht das das Erschrecken bei Hunden sich gleich (gefühlsmäßig) wie bei Menschen äußert...oder lieber andersherum...wenn ein Hund phasenweise schreckhaft ist, heißt das nicht er muß unbedingt dabei bellen...das Bellen selber in dieser Situation ist das erlernen des "Anschlagens".

    ...und zu Deinem Vorhaben im Garten(oder Wiese hinter dem Haus)...das ist insofern eine gute Idee...wie Dein Hund die Wiese nicht(oder ungenau) kennengelernt hat...ansonsten wird er auch dort irgendwann die Nachbarin anbellen können/wollen...dein Hund müßte Deine Nachbarin kennenlernen...am besten bei Euch zu Hause( oder reagiert Dein Hund zu hause schon toterial)...dann wird er sie auch im Hausflur tollerieren...

    wenn das nicht möglich ist, versuch öfters mal bei Deiner Nachbarin an der Wohnungstür zu klingeln (mit Hund zusammen) und vielleicht um Salz oder sonst so zu bitten :D ...ich vermute nämlich Dein Hund ist sich nicht klar darüber, das Eure Nachbarin zum Haus "gehört"...also das sie das Aufenthaltsrecht (in seinen Augen) hat...

    Ich wollte eigentlich nur klarmachen, das die "Ängstlichkeitsphase" Deines Hundes keine richtige Angst ist, sondern das sie ein ganz normales Verhalten erlernt

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    Allerdings ist es bei solchen Verhaltensweisen genauso wie in der Erziehung, man muss am Ball bleiben, immer wieder abfragen und immer wieder zeigen, so nicht bzw. wer der Boss ist ;)


    So, lange Rede kurzer Sinn:
    Leinenaggro ist von Hund zu Hund verschieden, hat verschiedene Ursachen, Auslöser und ist nur ganz indivuell wegzukriegen. Und nur mit einem guten Trainer.
    LG Julia


    ...das find ich äußerst wichtig, das man wie Du sagst am "Ball bleiben muß" und sein eigenes Auftreten reflektieren muß...

    ...aber ich persöhnlich kann bei der Leinenagression meines Hundes keine bestimmten Auslöser, Ursachen erkennen...außer das ich nicht entsprechend reagiert habe, um die Sache im Keim zu ersticken...

    mein Hund hat zb. keine schlechten Erfahrungen gemacht, oder kam aus einem Tötungslager oder wurde körperlich ausgebeutet...da war rein gar nichts...

    ich seh es bei meinem Hund so...die regt sich schnell auf (ist ein Wachhund)...ist von Natur aus ein "aufgedrehter" sehr natürlicher und kräftiger Hund...das sie meint sie könne mal richtig rumprollen ist doch klar...ich hab auch zuerst gedacht, das sie aus Angst oder sonst irgendeinen "speziellen" Grund so reagiert...NÖÖÖ...das war (bei ihr) einfach die Stärkere markieren...und das wird (also der Charakter dazu) auch erstmal so bleiben...

    Meine Aufgabe ist es einfach ihr Wesen zu verstehen , aber dessen Auswüchse nicht zu tollerieren.

    Es ist schon wahr das man bei Hunden mit ganz verschiedenen Methoden dran arbeiten kann...aber ich glaube nicht, das es (wie sooft angenommen) aus rein negativen Erlebnissen oder aus einer negativen Sozialissierungsphase her ihren Ursprung hat...jedenfalls nicht bei der Leinenagression (häufige Hundeangriffe jetzt mal ausgenommen...aber selbst da bin ich skeptisch)

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    ich denke ja auch nicht das es unnormal ist... ich weiß nur nicht wie ich damit umgehen soll :/

    es ist doch doof für die leute, da bekommt man doch angst...


    Du mußt einfach akzeptieren, das sie so ist...sie hat einen Wachinstinkt...Du sollst es auf die Dauer nur nicht tollerieren...

    Ich würde auch versuchen, zu ignorieren...aber wenn es nach ein paar Tagen schlimmer wird, dann würde ich das nicht mehr akzeptieren.

    meine Hündin, war im dunkeln in dem Alter auch so...jetzt braucht es nicht mal dunkel draussen zu sein...es genügt wenn es eine gewisse Uhrzeit am Abend ist...dann ist sie schon viel aufgedrehter.

    ...meiner Meinung hat es wenig mit dem eigenen Auftreten zu tun (außer man ist wirklich nervös...klar dann schon)...es ist einfach in den Genen drin, bzw bedingt durch Entwicklungsphasen.

    Ob man diese Ansicht auf Jeden Hund übertragen kann, kann ich natürlich auch nicht sagen...

    Ja ...die berühmten Tagesschwankungen...ich bemerke sie erst wenn ich einen Schritt aus der Haustür gegangen bin...entweder läuft meine Hündin locker und ruhig neben mir, dann weiß ich, ach das wird ein gemütlicher Gassigang...oder sie zappelt hier und dort hin (trotz das ich sie kurz halte)...dann weiß ich, jetzt kommen wieder ein paar hibbelige Tage.
    ...klar es gab auch Tage, da hat sie sich nicht rühmlich benommen...und ich bin ( ganz erhrlich) dann einfach erst mal sauer...sicher, der Hund kann nichts dafür..aber sie muß merken, das ich es nicht will...ansonsten mache ich mir da keine Gedanken mehr...ist halt ein Hund...

    ...wenn sie im Wohnzimmer liegt und ein FREMDER Hund kommt 100 Meter am unser Haus vorbei (wohlbemerkt es sind 2 dicke Wände und 1 Raum zwischen Wohnzimmer und Strasse, sie kann sie nicht sehen ) rast sie wie eine Bekloppte dahin und riskiert Ärger mit mir...WIE UM GOTTES WILLEN kann sie aus der Entfernung einen fremden Hund hören???? ...tja da muß wohl doch ein Hund in ihr drin stecken :D ;) ...das bringt mich dann wieder auf den Boden der Tatsache, das Hund, Hund ist...

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    Ja und nachdem ersten Geburtstag wirst Du merken das eventuell nicht mehr Alle Menschen freudig begrüßt werden...meistens distanzieren sich die Hunde etwas von Fremden, in diesem Alter...

    aber es sind nicht die fremden - es ist die dunkelheit...
    am tag ist sie allen gegenüber freundlich wie eh und je - und in der nacht bellt sie auch herrchen an wenn er von woanders herr kommt...

    auf "ist gut" hört sie mitlerweile wenn sie bescheit sagt das jemand durchs treppenhaus geht... aber draußen nicht...[/quote]


    Ich meinte ja auch das später so eine Phase eintritt...das sie im Dunkeln jetzt so reagiert ist doch normal...ist halt ein Hund mit Instinkten.


    Ich wünsche Dir und Deinem Kind wirklich viel Glück...und zeig Deinem Kind, was in Dir steckt...
    ...in KLEINEN SCHRITTEN, denn nur so kann man sich entwickeln...schau Dir Dein Kind an, sie/er macht es genauso...jeden Tag ein kleines Stück weiter...wir Erwachsenen vergessen manchmal das der Fortschritt im Leben nicht an einem Tag erzielt wird...Das Leben ist so schnelllebig...aber das ist nur ein Trugschluss.
    ...mach den ersten Schritt und dann und hab Geduld mit Dir selbst...dann klappt es...100.000 prozentig :gut: