Beiträge von sinaline

    Gassi geh ich grundsätzlich auch wenig.
    1 mal am Tag bekommt meine Hündin 1 1/2 Stunden Freilauf, damit sie sich austoben kann.
    ...und was man so Gassi nennt sind bei uns 5 Minuten auf der "Pinkelwiese" direkt auf der anderen Strassenseite...oder halt der Garten.

    Wenn ich keine Zeit zu einem ausgiebigen Freilauf habe, muß sie sich mit 2 mal 20 Minuten "Gassi" begnügen.

    Meine Hündin löst sich das letzte mal zwischen 19 und 20 Uhr...und dann erst wieder am nächsten Morgen um 8 oder 9 Uhr.
    Wenn ich abends um 22 Uhr nochmal mit ihr gehen würde, wäre das sinnlos, die löst sich dann nicht mehr...

    In dem Alter hat meine Hündin auch nicht großartig auf Leckerchen und erst recht nicht auf Spielzeug reagiert...das kam erst so richtig mit 1 bis 1 1/2 Jahre auf, als der Jagdtrieb so richtig erwachte.

    Du brauchst Dich nicht zu rechtfertigen, warum Du keine Hilfsmittel nehmen möchtest...du solltest Dir aber klar darüber werden, das Dein Hund sich noch sehr verändern wird und die Probleme nicht minderer werden...Dein Hund ist erst sieben Monate alt.

    Klar kann das Knurren und Gebelle Anzeichen für Ängstlichkeit sein...kann auch sein, das es nur eine ängstliche Phase , also Entwicklungsphase ist...oder das sie einen Wach-und/oder Schutzinstinkt entwickelt...

    Das sie nicht auf Leckerchen und Spielzeug reagiert, heißt für mich (nur meine persönliche Meinung), das sie noch gar nicht richtig "angekommen" ist...kann mich ja vertun...aber ich glaube Dein Hund VERSTEHT noch gar nicht was es mit dem "rumgewusel" mit Spielzeug und Leckerchen auf sich hat.

    Für mich hört es sich an, als ob sie noch desorientiert ist...

    Also mir ist vor circa einem halben Jahr etwas passiert, wo ich meinen eigenen Hund weggetreten habe.
    Meine Hündin hatte Freilauf und uns kam ein kleiner freilaufender Hund um die Ecke entgegen...der hatte dermaßen Angst vor meiner Hündin und blieb stocksteif stehen und zog den Schwanz ein.

    Tja und meine Hündin "stellte" den kleinen Hund mit arversiever Miene und großen Geknurre...dann sah ich plötzlich wie sie auf Angriff ging...
    Meine Güte, ich war so überrascht... aber gleichzeitig so "anwesend", das ich den Angriff mit einem gezielten Tritt abwenden konnte.
    Ich wollte es nicht darauf ankommen lassen, das der kleine Hund verletzt wird und meine Hündin "Erfolg" mit ihrem Verhalten bekommen würde.

    Ich weiß nicht, ob ich je wieder so handeln würde...bis jetzt war es nie wieder nötig gewesen...aber wer weiß, wenn solch eine überraschende Situation nochmal eintrifft, handelt man intuitiv.

    Hallo amigo...
    Ich finde es bemerkenswert, wie Du "zugegeben" hast, Dein Hund stehe zu sehr im Mittelpunkt und wurde verwöhnt.
    Das wird nicht oft zugegeben.
    Ich denke das Verwöhnen ist nicht so sehr das Problem...wir machen das doch alle gerne :D

    Das Problem: Beziehung zum Hund besteht doch häufig darin, das man (auch ich) die BEDÜRFNISSE des Hundes zu sehr vermenschlicht, das im "Guten" und im "Bösen"...heißt so viel wie: man hat oft die Befürchtung, wenn man dem Hund nicht genug positive Beachtung schenkt oder ihn gar zu sehr maßregelt, würde sich die Beziehung zum Hund mindern.
    ...dabei kommt es doch nur darauf an WIE man es macht.
    Ein Hund möchte gerne seine eigenen Bedürfnisse befriedigen und ist dabei NICHT in der Lage sich in DEINE Lage zu versetzen, also Verständniss zu zeigen...trotzdem hat er Gefühle die wir achten müßen.
    Ich gebe es nicht gerne zu aber es ist doch "ähnlich" wie mit einem kleinen Kind...sie möchten auch unbedingt ihr Bedürfnisse befriedigen sind aber auch nicht in der Lage, sich in Uns "hineinzuversetzen" und schießen oft über`s Ziel hinaus.
    Auch hier hilft nur eine konsequente aber liebevolle Erziehung...wo ein ignorieren auch ein Teil der Erziehung ist.
    Im Grunde läuft es darauf hinaus, das die Grundbedürfnisse( das schließt auch "seelische" mit ein) befriedigt werden ohne das Deine Bedürfnisse zu sehr strapaziert werden...so einfach ist die Zauberformel.

    Ich bin eigentlich kein Freund davon, einen Hund mit einem Kind zu vergleichen (natürlich sollte man einen Hund nicht wie ein kelines Kind behandeln)...es macht einfach nur verständlich welche Gefühlswelt ein Hund hat...und das finde ich wichtig zu wissen...es ist nicht wichtig sich mit einem Hund sooft zu beschäftigen wie mit einem Kind...sondern es ist wichtig sich mit der Gefühlswelt und dem Verhalten auszukennen.
    Der Rest kommt dann von ganz alleine...

    Ich glaube nicht, das es förderlich ist einen Hund eine ganze Woche grundzätzlich zu ignoieren...klar es verwirrt ihn und er achtet mehr auf Dich...aber es macht ihn auch unsicher in Bezug auf Dein Verhalten...und ich denke ein Hund braucht einen Halter, der verläßlich aber konseqeunt reagiert...und das nicht nur eine Woche lang.

    Ja die lieben Katzen...das ist auch so ein Thema...meine Hündin liebt sie so sehr, das sie (als eine sich erdreiste in unseren Garten rumzugammeln)
    wie eine Irre versuchte, die über den Zaun flüchtenden Katze, zu verfolgen, knallte direkt oben an den Hozzaun und blieb mit ihren Krallen (wie ein Hund aus einem Comic) alle Viere rechts und links von sich streckend, hängen und rutschte langsam am Zaun wieder runter...das war`s...das hat sie nie wieder gemacht.
    Ich glaube der Aufprall direkt auf dem Zaun muß übel gewesen sein :hust: ...denn sie taumelte etwas danach...selber Schuld :irre3: