Lass ihn zuerst sitzen, und führ in dann mit dem Leckerlie ins Platz. Oder steht er dann hinten wieder auf, wenn er vorne runter geht?
Beiträge von brush
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Ich möchte dir da auch die Dinge, die onyxvl genannt hat sehr ans Herz legen. Und bei diesen vielen Dingen solltest du noch zusätzlich darauf achten, dass das ganze ohne Stress und mit vielen Ruhephasen erfolgt. Jede schlechte Erfahrung in dieser Zeit ist nicht mehr zu löschen.
Ich denke, wenn du all diese Dinge mit Fingerspitzengefühl machst, bist du und der Hund ziemlich ausgelastet.
Wenn dazwischen ein spielerisches "hier" oder "sitz" eingebaut wird, ist es sicher kein Nachteil, aber verlange es nicht -
Es gibt da natürlich keine genauen Werte dafür, aber so von 7 - 15 Monate ist durchaus normal. Und das ist meistens keine Ausrede, man kann dann schön beobachten, wie das quasi von einem Tag auf den anderen wieder besser wird. Mit ca. 2 Jahren gibt´s bei vielen auch nochmal einen kleinen Rückfall. Der ist dann aber nicht ganz so schlimm und dauert auch nicht besonders lang
Erwachsen (im Sinne von sozialer Reife) sind sie dann durchschnittlich zwischen 3,5 und 4 Jahren. -
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ich kenn mich ja mit der Pubertät nich so aus, aber gehören schnappen und pöbeln dazu?
Nicht zwingend, aber sehr häufig. Sie sind dann einfach "Halbstarke", die meinen die Welt erfunden zu haben und den starken Mann heraushängen lassen, obwohl sie ja doch noch Kinder sind
Dem anderen zeigen, dass man größer, besser und stärker ist gehört da einfach dazu. Die Frage ist nur, inwieweit man das durchgehen lässt. -
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aber er ist doch zu hause auch total ruhig und ausgelassen natürlich nur wenn wir alleine sind obwohl anfangs war er ja auch so unter strom sobald wir besuch bekommen haben und das hat sich inzwischen ja auch super gelegt.
Ich wollte damit nur sagen, auch wenn er entspannt wirkt, bzw. sogar ist, ist die Zeit zu kurz um dann auf neue Stressituationen angemessen zu reagieren, weil er sofort wieder auf 100 ist, statt zB auf 60.
Und ich finde es toll, dass sich gewisse dinge schon gelegt haben, das zeigt ja, dass ihr auf dem richtigen weg seid. Das freut michZitatwobei ich darf ja einfach nicht vergessen das er gerade mal 8 Monate ist und dafür macht er schon wirklich irre viel.
Die Zeit zw. 6 und 8 Moaten ist übrigens sehr heikel, was Stress (bzw. Angst) betrifft. Gerade da ist viel Fingerspitzengefühl und null Druck gefragt. Aber das macht ihr ja sowieso ganz toll.
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naja diese situationen haben wir höchstens alle 2 monate einmal wenn unser pflegehund auf besuch kommt.
und ansonsten haben wir "nie" hundebesuch.
aber ich möchte doch auch gerne mal freunde mit ihren hundis bei mir zu hause begrüssen dürfen OHNE das er so unter strom stehtDas glaub ich dir gern, aber das wird nur mit viel viel Geduld und üben möglich sein. Solche Probleme sind schwer in den Griff zu bekommen (schon allein weil eine "blöde" Situation alles wieder zunichte macht) und sehr langwierig.
ich denke wenn er sich langsam gewöhnt hat wird er ja auch auf jeden fall ruhiger. ist halt alles etwas neuland für mich da meine hündin nie solche reaktionen aufzeigte. es ist der erste hund mit dem ich wirklich "arbeiten" muss und das finde ich auch
es wird halt nie langweiligSchöne Einstellung
er steht auch manchmal vollkommen grundlos unter stress für ein paar minuten und danach wird er aber auch recht schnell wieder ruhiger
wie oft und wieviel kann ich ihm von den beeren oder den flocken dazugeben?
Grundlos ist er bestimmt nicht im Stress
Ich sehe das Problem darin, dass der Stress so häufig ist, dass der Cortisolspiegel nie ganz in den grünen Bereich zurück sinkt. Das dauert ca. 6 Tage. Je öfter er in der Zwischenzeit Stress hat, desto länger dauert es an. Durch dieses ständige Level, wird er auch sofort wieder höher gepusht, als das der Fall wäre, wenn alles im grünen Bereich läge. Deshalb steht er auch bei Kleinigkeiten sehr schnell unter großem Stress. Es verändert auch das Wahrnehmungsvermögen, so dass ihm diese Situationen noch viel bedrohlicher vorkommen, als sie wirklich sind. -
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Wenn man aber ein Entspannungssignal auftrainiert hat, kann man den Hund zumindest wieder in einen Bereich holen, wo er ansprechbar ist - dabei werden Entspannungshormone ausgeschüttet.
Das ist spitze
Könntest du mir vielleicht erklären, wie ich dieses Entspannungssignal am besten aufbaue?@Capalady:
Wie ich auch in ein paar anderen Threads gelesen habe, dürften wir vom Stressfakter her ein ähnliches Problem haben. Wenn ich so lese, welch starke Stresszeichen dein Hund zeigt, bin ich mir ziemlich sicher, dass der Cortisolspiegel auch schon sehr hoch ist. Versuch mal deinem Hund Kokosflocken oder rote Beeren zuzufüttern, das hebt den Serotoninspiegel, welcher dem Cortisol entgegenwirkt. Wir haben unter anderem auch damit schon gewisse Teilerfolge erzielt -
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Wir bekommen Besuch mit einem weiteren Hund.
Bevor er aber zu uns nach Hause kommt gehen wir erstmal in den Wald.
Damit sich die Hundis auspowern können.
Der Weg dorthin gestaltet sich schon schwierig weil Monty bereits da schon anfängt hochzupuschen wie sonstwas.
Wenn wir alleine gehen und wir treffen andere Hunde dann kann ich ihn gut ablenken und sein Stresslevel ist auch nicht so hoch.Der Nachhauseweg erfolgt schon um einiges ruhiger,
klar er ist ja auch ausgetobt.Zu Hause angekommen, legt er sich hin, springt nach Minuten auf und versucht immer wieder durch nervöses hinlegen und aufspringen den Hund zu animieren.
Er besteigt den anderen Hund.
Die Lefzen sind bis zum Anschlag hinten, er hechelt wie verrückt und geifert teilweise dabei.
Ich würde ganz ehrlich diese Situatonen nicht mehr entstehen lassen. Dein Hund ist noch nicht soweit, damit umzugehen. Ich denke, das sollte in kleineren Schritten geübt werden.
Wenn das absolut nicht möglich ist, würde ich in so einem Fall die Auszeit sofort beim nach Hause kommen beginnen lassen.ZitatDraussen steht er auch öfter mal unter Strom vorallem wenn es "neue" Wege sind oder Wege sind die wir nur selten gehen.
Wie zum Beispiel gestern.
Ich gehe mit ihm einen Weg den er fast nie geht. Da er ja "Brückenangst" hat die wir aber "fast" behoben haben, fängt an der Brücke schon der Stress für ihn an.
Dazu kommt die Haupstrasse. Man merkt richtig wie er aufdreht.
Er wird unruhig, geht wieder in die Leine und Kommandos sitzen in diesen Momenten auch nicht mehr zu 100%.Ich versuche den Radius ganz langsam zu erweitern. So das er irgendwann auch diese Wege ganz entspannt bewältigen kann.
Da hast du aus meiner Sicht keine andere Chance das zu beheben, als so wie du es schon tust. Du kannst ihn, wenn er in einem derartigen Stresslevel ist nicht runterholen. Du kannst nur versuchen, das Level nicht so hoch werden zu lassen, und das tust du sehr gut, wie ich finde.
Klar hört er dann nicht mehr gut, er nimmt dich vermutlich nur noch am Rande wahrZitatMeine HT hat mir geraten zu Hause das "Piano" zu üben (Tellington Touch) und wenn ich meine das er das Piano auch mit Ruhe verbindet, dann soll ich es draussen ausüben.
Ich halte sehr viel von TT, allerdings wird das viel Arbeit, dass du es irgendwann auch draussen anwenden kannst. Und dann auch nicht in der situation, sondern bevor der Stress zu hoch wird. Das abzuschätzen finde ich ziemlich schwierig. Bei der Brücke könnte das natürlich toll funktionieren.
ZitatSie hat mal ausgetestet wie Monty so reagiert wenn man ihm ein Schweineohr hinlegt (draussen). Natürlich fand er erstmal alles andere interessanter als das Öhrchen nach kurzer Zeit konnte er sich dann aber entspannt auf die Wiese legen und sein Ohr fressen, egal ob andere Hunde, Kinder oder sonstwas an ihm vorbei gelaufen sind.
Wenn er draussen hochpuscht kann ich ihm ja wohl kaum ein Schweineohr auf die Strasse legen
Netter Test, aber irgendwie nicht zielführend
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puh, das ist mal eine ausgesprochen schwierige Frage.
Also wenn einer so richtig gepusht ist (was sowieso sehr selten bei uns vorkommt) kann ich ihm nur Ruhepausen verordnen. "Entspannen" im eigentlichen Sinn geht auf die Schnelle eigentlich gar nicht, wenn ich die Vorgänge im Hund richtig verstanden habe. Wenn ein Hund echt gepusht ist, hat er ziemlich viel Adrenalin ausgeschüttet. Sollte das pushen noch darüber hinaus gegangen sein, ist auch die Cortisolausschüttung ziemlich hoch. Adrenalin benötigt zum Abbau ca. eine halbe Stunde. So lange ist der Hund also auf keinen Fall richtig "entspannt".Ich verordne wirklich einfach, vorher eingeübte, Ruhepausen, in denen vom Hund keine Aktivität auszugehen hat (bei uns ist das die Box). Nach ein bis zwei Minuten merkt man deutlich den Abfall der Körperspannung des Hundes. Das schnelle Atmen und aufmerksame Beobachten wird erst um einiges später eingestellt. Nach ca. 10 Minuten ist er soweit runtergefahren, dass er aus seiner Box darf, und sich auch an anderen Stellen beruhigen kann.
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Um jetzt mal selbst zu pauschalisieren: Solche Leute sind für gewöhnlich Beratungs- und Erklärungsresistent und haben die Hundeerziehung vor Jahrhunderten miterfunden