Beiträge von brush

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    Aber um es auf den Punkt zu bringen, es kann sein, dass es sie angewand werden muss, um den Hund jederzeit und immer unter Kontrolle zu haben und das ist umso wichtiger umso größer der hund ist (bzw. umso höher die Beißkraft ist).

    Ich weiß wie du das meinst, muß aber trotzdem widersprechen.
    Für mich ist der wesentliche Faktor dabei folgender:
    Ich muß bereit sein Gewalt anzuwenden. Das soll heißen, der Hund muß merken, wenn er diese Drohung jetzt nicht ernst nimmt knallt es. Dann wiederum brauche ich diese Gewalt aber gar nicht mehr einsetzen ;)

    Die meisten Menschen die diese Bereitschaft haben, können im kritischen Moment aber nicht mehr "zurück" und machen dann die Drohung wahr, obwohl nicht mehr nötig.
    Das ist für mich der grundsätzliche Unterschied.


    Gleich vorweg:
    Mir ist bewußt, dass man das körpersprachlich auch ohne diese Bereitschaft rüberbringen kann, allerdings erfordert das sehr sehr viel Körperbeherrschung und Training. Und ich kenne nur ganz wenige LEute die das so authentisch rüberbringen können, dass ein echt schwieriger Hund das auch ernst nimmt.
    (wobei auch beim "sich zurückhalten" wie oben beschrieben einiges an Selbstbehrrschung notwendig ist)

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    @ brush, Es gibt auch Züchter (Unseriöse) die Modehunde auf Tefel komm raus züchten um die Nachfrage zu bedienen und da kommt manchmal auch totaler Schrott bei raus.

    Das bestreitet ja niemand.

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    Nur weil die Elterntiere keinen Wesenstest gemacht haben, weil sie es hier nicht müssen, is da die Warscheinlichkeit höher als bei anderen Hunderassen, dass da Mist bei Raus kommt??

    Das hat doch nichts mit der Rasse zu tun... irgendwie hast du ein Rassenproblem scheint mir. ;)
    Ein Wesenstest ist bei fast jeder Rasse Teil der ZTP.

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    ich freu mich das meiner gesund ist und ich jeden Tag an ihm meine Freude habe.

    Ja ich freu mich auch, dass der kleine gesund ist. Das ist doch keine Frage, ich wünsche ja niemanden was böses.

    Ich sage das alles hier deshalb so kritisch und deutlich, weil hier auch Gäste usw. mitlesen können. Die lesen dann "Mein Hund is aus einem Unfall und dem geht´s super, da brauch ich keine Papiere".
    Na was glaubst du wo sich die ihren nächsten Hund beschaffen? Genau, von irgendeinem Kumpel, weil der soooo eine liebe Hündin hat. Und genau deshalb schreib ich das so ausdrücklich.

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    Amstaff09 meint, dass man in dem Bundesland (?) keinen Wesenstest für Listenhunde braucht.

    Das sagt mir wieder mal nur, dass man keine Ahnung hat ob die Hunde (Unfall hin oder her) zur Zucht geeignet sind.
    Und dann davon zu reden, dass man es so besser hat als bei Hunden mit Papieren halte ich da für grenzwärtig.
    Eben auch wenn man die Elterntiere "kennt".

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    Ach ja, einen Wesenstest braucht man hier nicht, deswegen haben die auch keinen. Aber wie gesagt ich kenne beide Elterntiere schon länger und es sind liebe Hunde und sind nicht auffällig geworden.

    Ehrlich?
    Die Hunde werden bei der Überprüfung der Zuchttauglichkeit keinem Wesenstest unterzogen?
    Das kann ich nicht glauben,w eil auf der Seite vom http://www.1astc.de/ eindeutig von ZTP und Körung die Rede ist ;)

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    Kenne den Vater und die Mutter meines Welpen und weiss dass mein Welpe bis er zu mir kam Bei der Mama war. Was nützen mir Papiere, wenn ich nur die Welpen zu gesicht bekomme und die Elterntiere irgendwo im Zwinger hocken.

    Ok, dazu möchte ich zwei Dinge sagen (auch wenn kyuketsuki schon einiges gesagt hat):

    1.) Ich habe Hunde mit Papieren (und etlichem mehr) und kannte Vater, Mutter, Tante, Geschwister (den ersten Wurf dieser Verpaarung), Oma und Opa (mütterlicherseits) live und in Farbe. Über den Rest der Familie konnte ich mich in Ahnentafeln, Gesundheitschecks, Zuchtbuch usw. schlau machen.

    2.) Aus deinem Beitrag geht ja nicht hervor, ob beide Elterntiere Papiere hatten, daher kurz eine Frage:kennst du die Krankheitsgeschichte der Vorfahren auf erbliche Krankheiten? Sind die Elterntiere auf alle der Rasse entsprechenden Krankheiten getestet worden? Gab es eine Wesensüberprüfung der Elterntiere?
    Was wenn die Großeltern im Zwinger gehockt sind?

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    Stimm ich voll zu. Der Hund versteht sicherlich diese Änderung der Körperhaltung. Aber die Wirkung (Aufhören mit dem unerwünschten Verhalten) setzt nur deshalb ein, weil er vorher schon gelernt, hat, dass wenn er es nicht befolgt weitere Maßnahmen des anderen Hundes (Knurren, Fang über den Nacken legen, etc. ) folgen. Das hat er irgendwann mal meist schon beid der Mutter als Welpe (oder auch später) gelernt und "abgespeichert". Und nichts anderes Machen wir doch auch, es genügt auch nur ein kurzeer Blick ein kurzer Pfiff und der Hund weiss, dass er mit seinem Verhalten aufhören muss.

    Die Sache für mich ist hier nur die, dass ich unterscheiden muß zwischen sozial gestörten Hunden (die eventuell nie von der Mutter gelernt haben Warnungen zu verstehen) und schlecht/falsch erzogenen Hunden.
    Bei sozial verhaltensgestörten Hunden würde ich da aber auch eher zur Therapie durch dazu ausgebildete Hunde greifen und nicht zu Menschen.
    Bei falsch/schlecht erzogenen Hunden kann ich mich durch aussenden bestimmter Signale wohl durchsetzen, die haben sie ja schließlich erlernt.
    Also brauch ich weder in dem einen noch in dem anderen Fall Gewalt ;)

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    Sicherlich sind die Verhalten im Spiel übertrieben, aber nicht sinnfrei. Die Hunde legen im Spiel Ihre Rangordnung fest. Das wird jeder Tierpsychologe bestätigen können. Was soll er daraus lernen wenn wir so mit Ihm spielen? Das wir in einem Rudel zusammen gehören ich Ihn mal gewinnen lassen und er aber lernen muss, dass ich auch gewinne. Und nicht, dass er der König der Welt ist und immer gewinnt. Was dann passiert hab ih selbst mal erlebt (Das ist sicherlich ein Extrembeispielt. Das sicherlich bei keinem der Hunde von uns im Forum passieren wird): Einem Schäferhund (nicht unserer) wurde alles durchgehen gelassen, wenn er auf die Couch wollte, durfte er rauf, wenn er raus wollte ist er raus. Als welpe hat er dann so "Süß" gebellt" wenn er was wollte, dann hat er es aucxh bekommen. Und was war das Ende des Liedes? Der Hund fühlte sich als absolute "Chef", da er gelernt hatte, dass er alles bekommt, wenn er nur mit Nachdruck danach "fragt". Er akzeptierte niemeanden (!) über Ihn und es war unheimlich schwer im das wieder klar zu machen. Daher muss ein Hund wissen, dass Menschen über Ihm stehen.

    Um die Rangordnung im Spiel festzulegen muß ich ihn nicht auf den Rücken werfen. Die lege ich schon automatisch dadurch fest, dass das Spiel nur solange dauert wie ich das will und auch nach meinen Regeln gespielt wird.
    Wie diese Regeln aussehen bleibt natürlich jedem persönlich überlassen.
    Und wenn ich beim Spiel den Hund in einer Tour "gewinnen" lasse aber bestimme wann gespielt wird und wie, dann wird er trotz allem meine Führung akzeptieren.

    Der Rest den du beschreibst ist schlicht und ergreifend falsche Erziehung. Allerdings muß man da schon sehr stark unterscheiden, dass der Hund nicht danach gestrebt hat diese Position einzunehmen,sie wurde ihm aufgezwungen.


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    Stimme ich auch zu - man muss die Ursache "behandeln". Aber ist nicht genau die Ursache, dass der hund dominat ist und sein Rudeln verteidigen will. (Der Hund bellt nicht aus Angst,er springt ja sogar nach vorne zum Angriff) Ich zeige ihm, dass er nicht dominat sein muss, dass ich die Situation im Griff hab und keine Gefahr von der Tür ausgeht. Wenn man nur die Smptome behandeln würde, würde man Ihm einfach das Maul mit Klebeband zukleben, dass er nicht mehr bellen kann. (Das wäre natürlich Quatsch)

    Das eine schließt das andere ja auf gar keinen Fall aus. Klar geht ein unsicherer Hund auch nach vorne wenn er Angst hat. Das ist ja das gefährliche an unsicheren Hunden, man weiß nicht was sie tun (sie selbst im übrigen auch nicht)


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    Nur mal so am Rande zwischendrin (aber das wäre ein eigener Threat): Passt es zusammen dass man einem Hund zwar niemals (körperliche) Schmerzen zufügen will aber ihn/sie kastriert? Also seine besten Stücke raus schnibbelt, womit auch der komplette Hormonhaushalt geändert wird. Da könnte man absolut als noch schnellere, effektivere und bequemste Lösung bezeichnen, um mit dem Hund klar zu kommen. Dass ein kastriertes Tier nicht so dominat und agressiv ist als, wenn noch alle Hormone da sind, ist ja klar (Beispiel Ochse-Stier).

    Ich bin nicht der Ansicht, dass ein "sich dominieren lassen" durch eine Kastration geändert wird. Nochmals, kaum ein Hund will dominieren, er wird dazu gedrängt. Und da ist es vollkommen egal ob kastriert oder nicht.

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    Aber ich glaube, dass viele mit den "gewaltfreien" Methoden bei einem solchen wesenstarken Hund (ohne Kastration) scheitern würden. Wie ich bereits schon geschrieben habe, bei einem schwachen ängstlichen oder unterwürfigen Hund geht man ganz anders vor.

    Das glaub ich nicht. Ich persönlich finde es sogar wesentlich einfacher mit einem starken Hund zu arbeiten als mit einem ängstlichen.

    btw: wenn der Hund wesensstark ist, wirst du schon überhaupt keine Probleme mit ihm haben ;)

    Ich ärger mich schon wieder darüber detailierte Auskunft über die Zuchtbestimmungen gegeben zu haben....

    BigJoy: abgesehen von den TH gibt es noch genug AmStaffs in Not, auf der Clubseite des österr. AmStaffclubs.
    Das hat aber für mich grundsätzlich nichts mit der Zucht oder dem Grund zur Zucht zu tun.
    Abgesehen davon ist bei uns die Vermittlung nicht schwieriger, weil es da keine "Listenhunde" gibt ;)

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    Aber seit 2 Tagen merken wir, dass Anubis sich jetzt schon seine Menschen aussucht, die Ihn streicheln dürfen und die er in seinem Umfeld "duldet"! :schockiert:

    Wie viele Menschen waren das in diesen 2 Tagen und in welchen Situationen?

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    Wir hatten gestern ungeplanten Besuch zu Hause (alle wollen unseren kleinen Welpen sehen!) und Anubis hat sich direkt zurückgezogen, was ich auch verstehen kann, das war echt bissi viel für den kleinen gestern!
    Aber im Gegensatz zu manchen Peronen die er ohne weiteres an sich rankommen lassen hat, hat er bei anderen direkt angefangen zu knurren und zu bellen. Wenn diese ihm dann den Rücken zugekehrt haben ist er mit einem Satz aufgesprungen und den Leuten (vorallem den 2 Kindern) kläffend hinterher. Wenn sie sich wieder umgedreht haben, hat er Angst bekommen und hat auf seiner decke, bei mir oder bei meinem Freund Schutz gesucht!

    Das klingt ja nach einem ganzen Menschenhaufen. Ja, ich denke auch das war ein bissi viel für ihn. Vor allem für den 3. oder 4. Tag?

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    Ich weis der Kleine ist noch ein Baby und noch recht fremd und unerfahren im Umgang mit vielen Menschen, aber ich hab Angst das durch ein dummes Erlebnis bei dem kleinen das irgendwie zu Gewohnheit wird! Wie kann ich das verhindern bzw. versuchen ihm so ein verhalten im Vorfeld abzugewöhnen!

    Diese Angst ist berechtigt. Alles was er JETZT speichert ist unlöschbar verankert. Deshalb, bitte, achtet darauf die ersten Kontakte regelmäßig, aber kurz und in kleinem Kreis zu halten.

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    Hundeschule wird auch definitiv besucht, wir wollten damit halt nur noch einige Wochen warten bis der Kleine den Bezug zu uns richtig aufgebaut hat und er zumindest die Basics beherrscht und auf seinen Namen hört!

    Ich würde in einen Welpenkurs gehen.
    HuSchu im herkömmlichen Sinn kann warten.