Danke für die vielen Antworten. Ich werde jetzt mal versuchen auf einige davon einzugehen:
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Manchmal habe ich den Eindruck, dass es bei verschiedenen Hunden ähnlich ist wie bei den Pferden. In dem Moment, in dem mein Hund mit mir zusammen draußen arbeitet, sieht er den "Sinn" hinter einigen Übungen viel besser ein. Ein Platz/Bleib irgendwo auf freiem Feld ist - außer um der Übung selbst - "sinnlos" , ein Platz/Bleib, weil gerade die Pferde vorbeigelassen werden, macht "Sinn".
Das ist mir auch aufgefallen. Leider ist es halt bei den meisten nicht der Fall, dass sie wirklich mit ihren Besitzern in Alltagssituationen arbeiten. Das heißt, die meisten Kommandos erscheinen dem Hund wohl eher sinnfrei, was ich ja verstehen kann. Nichts desto trotz sollte er sie befolgen können.
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In einem Buch (Jean Donaldson: Hunde sind anders) hab ich eine ganz tolle Sache dazu gelesen: Schreibe eine Liste, mit den 10 Dingen, die dein Hund am Meisten mag. Und dann versuchst du, das als Belohnung einzusetzen.
Das hab ich auch schon gelesen. Ich habe auch versucht so eine Liste zusammenzustellen, bin aber nicht über 3 hinausgekommen, die wären: schnüffeln, schlafen, schnüffeln. Das lässt sich schwer als Belohnung einsetzen, wenn die Situation nicht haargenau passt.
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Ich versuche möglichst viele Umweltbelohnungen zu verwenden.
Das versuche ich auch. Ich habe auch hier den diesbezüglichen Thread ziemlich genau verfolgt. Das Problem dabei ist für mich, dass ich eigentlich gegen einige dieser Belohnungen arbeite. Wenn für meinen Hund im Moment das höchste der Gefühle der 17. Grashalm von links ist, und ich nicht will dass er dort hingeht, tu ich mir schwer das zu ersetzen.
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Genauso machen wir's auch, ich bin so "geschockt", dass das bei uns zu 99% funktioniert 
Das hab ich schon von vielen gehört und kenne auch viele bei denen es klappt. Wenn ich das mache, schaut Hund kurz auf und macht weiterhin sein Ding. Spielen ist nicht wirklich interessant für ihn, wie eingangs erwähnt.
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Wenn Eure Hunde nicht so auf Leckerlis sind, dann sind sie meiner Meinung nach zu verwöhnt. Dann haben sie nicht genug Hunger und/oder das Leckerli ist nicht gut genug.
Das ist genau der Satz, der meine HuSchu-Karriere beendet hat.
Mir ist absolut bewußt, dass ich meinen Hund dazu bringen kann, dass er auf Fressen reagiert. Das führt da allerdings so weit, dass er gut 4 Tage nichts zu fressen bekommt, dann genau so lange motiviert bleibt bis er genügend Futter in sich hat, dass er nicht mehr Hunger leidet. Von Übergeben wegen leerem Magen ganz zu scheigen. Für mich ist das ein nicht gangbarer Weg, der vollkommen meinen Wertvorstellungen widerspricht.
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Andere Motivationen: Ich mache mich zum Affen, schleiche mich an, schleiche mich weg. Mimik, total überzogene, ist auch ne tolle Motivation sich auf mich einzulassen.
Ja das ist der zweite Tip der HuSchus.
Wenn ich mich vor meinem Hund zum Affen mache, bin ich in seinen Augen auch einer. Traurig, aber wahr.
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"Der Belohnte muß sich auch belohnt fühlen!" - Das wurde ja schon angesprochen. Es geht also grundsätzlich immer darum, was der Hund gerne mag/macht.
Genau!
Nur wenn ich den Hund das machen lasse, ist das eben oft genau das was ich eigentlich nicht will 
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Und dass er Leckerchen-Verwöhnt ist, ist Quatsch, er hat noch nie Leckerchen über irgendwas anderes gestellt.
Jap, so ist das bei mir auch. Das war schon beim 8 Wochen alten Welpen so.
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Wenn ich mit Mücke gemeinsam neue Wege erschließe, einfach etwas Neues erlebe mit ihm gemeinsam, ihm so zeige, dass wir als Team etwas erleben können und Spass haben, ohne Leckerli, Ablenkungsgedöns, WIR meistern den Alltag, wir entdecken neue Wege im Wald, schlagen uns gemeinsam durchs Dickicht , der eine nimmt auf den anderen Rücksicht, das sind Dinge, die unsere Zusammengehörigkeit beweisen und das Aufeinander Verlassen stärken.
Das finde ich sehr schön und ausgesprochen erstrebenswert.
Was mich dabei interessiert: Wie habt ihr das am Anfang gemacht? Sagen wir, ihr geht spazieren, erlebt gemeinsam irgendwas, dann kommt die Riesenablenkung. Wie motivierst du dann den Hund, diesem Reiz nicht nachzugeben?
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Vielleicht sollte man einfach überlegen, wie man GENERELL die Motivation des Hundes zur Zusammenarbeit steigern kann, nicht nur in bestimmten Situationen, wo man Gehorsam abfragen will.
Auf jeden Fall. Aber selbst wenn man das überlegt, heißt das ja nicht dass man zu einer Lösung kommt.
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Grundsätzlich weiß Hundi doch, daß ich meine was ich sage und daß mein Wort gilt. Sollte er abdriften, eigene Wege gehen wollen, reicht gewöhnlich eine dezente Erinnerung. Ok, beim Erzfeind würde ich warten, bis dieser ausser Sicht ist und meinen Hund erst dann wieder losschicken.
Ja das weiß der Hund. Trotzdem muß ich ihm ja begreiflich machen was ich sage.
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Eine der größten Motivationen für menen Lawrence ist es, wenn er danch seine Ruhe hat.
Klingt erstmal traurig, ist aber so.
Er ist halt kein: "Ich lese dir jeden Wunsch von den Augen ab, bitte befiehl mir, ich lebe für dein Lob"-Hund, sondern eher ein "Ich mag dich, aber ich mach deswegen keine Verrenkungen"-Hund.
Naja, und sobald er einmal begriffen hatte, dass es heißt "erst die Arbeit, dann das Vergnügen", ist das für ihn echt ne große Motivation geworden, dass ich ihm nach zu meiner Zufriedenheit ausgeführter Übung Zeit lasse, in Ruhe sein Ding zu machen.
Das setzt natürlich vorraus, dass man den Hund erstmal soweit hat, dass er eine bestimmte Übung schon kann, die man dann fordert. Und das setzt vorraus, dass man auch hartnäckig bleibt, und ihn so lange "nervt", dass es sich auch lohnt die geforderte Übung auszuführen.
So ähnlich arbeite ich auch. Das klappt auch ganz gut, ist aber extrem anstrengend wie ich finde. Vor allem, wenn man daneben Hunde hat, die sich für ein Leckerlie beinahe umbringen 
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Doch, den hat er. Da gibt es ein, zwei Kandidaten.
Er interessiert sich für den anderen. So ist es nicht. Er interessiert sich für viele Dinge, für nette Hundemädels, für Leute, die ihn anstarren, für spielende Kinder, das alles findet er interessant, aber er hat gelernt, das zu tun, was ich in dem Moment möchte.
WIE hat er das gelernt? Genau darum geht´s mir.
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Ich finde es mittlerweile auch sehr gemein, den Hund zu zwingen mitzuarbeiten, nur weil er Hunger hat. Meist kann man dann mit dem hund nicht mal so entspannt arbeiten, weil er schnell unkonzentriert un hibbelig wird, weil er einfach Hunger hat. Und das kann ich vollkommen verstehen. Ich arbeite auch nicht gern mit leerem Magen, geschweige denn mag ich mich so konzentrieren...
Das ist auf´s Wort genau das was ich auch denke 
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staffy und Mücke: Wie habt ihr das gemacht als eure Hunde "frisch" bei euch waren? Als noch kein "Mensch-Hund-Team" da war? Gerade Staffy hat doch ihre Hunde aus 2. oder noch mehr Händen oder? Kein Leckerchen?
Das ist genau das, was ich unbedingt wissen will. Wenn Zeit ist, würde ich mich da über eine Antwort freuen.
Wir haben das für unseren Hund so aufgebaut:
Er bekommt zu Hause die Kommandos "verclickert". Dann nochmals auf der Terrasse. Das klappt ganz gut. Dann kommen ein ganzer Haufen Wiederholungen bis das Kommando bombenfest sitzt. Draussen wird dann einfach das Kommando abgefragt und unmissverständlich klar gemacht, dass es kein Nichtbefolgen gibt. Das funktioniert ganz gut, abgesehen davon, dass es dem Hund natürlich wenig Freude bereitet draussen das Kommando zu befolgen. Klar tut er das trotzdem und bekommt auch stimmliches Lob dafür (was ihm wohl von den üblichen Belohnungen am meisten bedeutet).
Um korrektes Verhalten (also unabhängig von Kommandos) zu bestätigen haben wir uns ein Markerwort aufgebaut. Das ist bis zu einem gewissen Grad auch Belohnung für ihn, aber vor allem gibt es ihm die Information, dass das jetzt gut war. Er hält sich dann auch großteils an das "gute" Verhalten, allerdings ist das etwas schwieriger, weil ja der wirkliche Bestärker fehlt. Klar, der Hund darf dann weiterhin das machen was ihm beliebt, aber so richtig lohnt es sich für ihn nicht. Deshalb wird das Verhalten auch nicht unbedingt ständig gerne gezeigt. Und da würde ich eigentlich gerne mit einer richtig tollen, alternativen Belohnung ansetzen. Aber die habe ich eben noch nicht gefunden, abgesehen von Umweltbelohnungen, die aber je nach Situation nicht greifbar oder kontraproduktiv sind.