Beiträge von Woelfchen

    Huhu, ich habe vorhin beim Gassigehen in geschätzten 40m Entfernung ein Tier gesehen und kann absolut nicht einordnen, was das gewesen sein soll. Es war etwa so groß wie eine Ratte und lief ein wenig hüpfend und mit rundem Rücken (etwa wie ein Eichhörnchen). Es stand ab und zu auf zwei Beinen und machte "Männchen". Es war hellbraun und hatte einen nicht buschigen Schwanz (etwa halb so lang wie das Tier), die Schwanzspitze war weiß / schwarz. Es war nicht besonders länglich / schlank.

    Was kann das gewesen sein?

    Hallo, wir ihr vielleicht schon in anderen Threads von mir gelesen habt, habe ich mit meinem Rüden Leo (Rottweiler x Dobermann, Dobermann kommt charakterlich absolut durch) ein "paar" Probleme und suche jetzt einen guten Trainer. Ich habe mich jetzt erstmal an jemanden gewandt bei dem ich denke dass ich in guten Händen wäre, aber eventuell habt ihr ja noch einen Tipp, jemand, der sich mit dieser Art von Problemen besonders gut auskennt.


    Ich beschreibe einfach mal aus meiner laienhaften Sicht was unsere Hauptprobleme sind:

    - er dreht extrem schnell hoch, ist impulsiv (rastet bei manchen Situationen komplett aus, nicht mehr ansprechbar), zeigt rückwärtsgerichtete Aggression, keine Frustrationstoleranz, Jagdverhalten und Angstaggression... also gleich ein ganzes Paket an Problemen.

    Hier ein paar Beispiele:

    - Wir gehen Gassi und sehen einen anderen Hund, dem ich nicht weit ausweichen kann. Sobald wir näher kommen fängt Leo an wie ein irrer an der Leine zu ziehen (das tut er immer, wenn er erregt ist) und fängt an zu "schreien". Bekommt er nicht, was er will (zum Hund hingehen) flippt er aus, bellt und schreit und in vielen Fällen versucht er dann meine Hündin zu beißen, oder auch mich (er trägt allerdings draußen grundsätzlich einen Maulkorb). Das ist zwar schon sehr viel besser und vor allem seltener geworden, aber noch nicht ganz weg.

    - Ein Jogger, Radfahrer, Scateboardfahrer oder ähnliches fährt schnell an uns vorbei. Dann geht er sofort nach vorne und möchte das Gefährt am liebsten umschmeissen / beissen.. auf jeden Fall zum stehen bringen. Inzwischen reagiert er nur noch sehr selten so extrem, bei den meisten Radfahrern und Joggern bleibt er vollkommen ruhig, aber wehe das etwas kommt von hinten und weder ich noch er haben es vorher gesehen. So kam neulich lautlos ein Jogger von hinten, ich hab ihn erst gesehen als er schon an mir vorbei war und Leo wollte ihn (schreienderweise) anspringen und er hätte ihn auch sicherlich in die Wade gebissen, wenn er keinen Maulkorb getragen hätte. Leo war angeleint an einer 10m Flexileine, aber das wäre auch mit einer 2m Leine passiert, so schnell wie das ging und so dicht wie der Jogger an ihm vorbei rannte konnte ich Leo nicht kurz nehmen.

    - Anspringen: Er springt mich und andere Leute an, z.B. meine Mutter, die ihn mittags immer in den Garten lässt. Er freut sich dann einfach wie ein Kecks und kommt nur ganz schwer wieder runter. Er beisst einen dann auch in Hände, Arme usw., nicht arg aber trotzdem so, dass es schon blaue Flecke oder ne offene Lippe gab. Besonders wenn man heim kommt, aber auch so attaktenweise über den Tag (begleitet von heftigem anbellen und teilweise wieder schreien). Ignorieren hat nichts gebracht, wegdrehen auch nicht, festhalten auch nicht (sobald man ihn loslässt, geht das Theater von vorne los). Sogar zu Boden drücken und fixieren, was eigentlich gar nicht meinen Erziehungsmethoden entspricht, findet er toll und sieht es als Spielaufforderung.

    - Angstaggression: Er lässt sich von fremden nicht anfassen, er "drohschnappt" dann gleich. Ich verlange auch von ihm nicht dass er sich anfassen lässt, leider kann man manchen Leuten 1000 Mal sagen sie sollen den Hund weder beachten noch anfassen, aber dann guckt er so süß und wird eben doch angefasst, deswegen trägt er auch bei Besuch immer einen Maulkorb.

    - An der Leine ziehen: Er zieht fast ständig an der Leine, außer ich gehe mit ihm alleine in einer sehr reizarmen Umgebung spazieren. Wenn aber unsere Hündin dabei ist oder er etwas aufregend findet, zieht er wie ein Ochse. Wenn wir z.B. am Spielplatz vorbeigehen müssen wo viele Kinder spielen und schreien, zieht er extrem und beruhigt sich erst einige Zeit später wieder etwas.

    Ich habe den Hund im Alter von 10 Monaten im Sommer letztes Jahr übernommen und damals kannte er quasi nichts (die Vorbesitzerin hat ihn im Auto ohne Halsband gebracht und auf meine Frage wieso sagte sie, dass sein altes viel zu klein wäre, aber sie ja eh immer nur ganz kurz mit ihm rausgegangen wäre und er so auch kein neues gebraucht hätte)... und ich weiss auch, dass die Vorbesitzer ihn geschlagen haben (Zitat: "Ab und zu ein Klaps"). Glaub ich kaum, als wir ihn neu hatten und mein Freund den Arm hob um ihn zu streicheln (noch nicht mal berührt) hat sich Leo so erschrocken und schwungvoll auf den Rücken geschmissen, dass er in die hinterste Ecke des Raumes gefallen ist. Dass er nicht unter sich gemacht hat, war noch alles. Inzwischen ist dieses Angstverhalten bei fremden nicht mehr in Unterwerfung sondern in Aggression umgeschlagen, was denke ich hauptsächlich am Alter liegt.

    Bisher wurde er von jedem befragten erfahrenen Hundemensch (z.B. auf dem Hundeplatz) als tendenziell sehr unsicher eingeschätzt.

    Was ich gerne erreichen möchte:

    - Er soll Radfahrer und Jogger nicht mehr verfolgen oder beissen wollen
    - Er soll keine Leute mehr anspringen (mich, meinen Freund, meine Mutter)
    - Er soll gelassener bleiben können, auch wenn draußen viele Reize sind
    - Er soll nicht mehr an der Leine ziehen
    - Er soll sich mehr an mir orientieren

    Dass ich diesen Hund jemals komplett ohne Leine und Maulkorb laufen lassen kann denke ich nicht, aber ich will ihm einfach helfen dass er erstmal entspannter werden kann und nicht so extrem destruktiv auf Reize reagiert. Ich will da nicht mehr alleine dran rumdoktern, wir haben zwar schon sehr viele Fortschritte gemacht (z.B. springt er draußen bei Erregung nicht mehr an mir hoch, teilweise war das so schlimm, dass ich kaum noch Gassi gehen konnte weil ich nur damit beschäftigt war ihn unten zu halten)... aber für den Rest langt einfach mein Wissen / Können nicht aus.

    Habt ihr gute Trainervorschläge für mich? Evtl. per PM? Ich wohne 15km südwestlich von Böblingen.

    Tyler weisst du was, ich versuche dir zu helfen und du stellst mich hin als hätte ich geschrieben man sollte deinen Hund einschläfern lassen. Diesen Schuh lasse ich mir nicht anziehen, du liest offenbar nur was du gern lesen willst.
    Zu dem "nicht ganz unschuldigen Labbi" der sich (wie kann er nur!) offenbar gewehrt hat schreibe ich jetzt mal nichts mehr, da kanns ich jeder seinen Teil dazu denken.

    Ich bin jetzt raus, für jemanden der so reagiert wie du verschwende ich doch meine Zeit nicht!

    Zitat

    Ich kann ihn gut ablenken und kann ihn auch kontrollieren. Es kommt nur in Situationen in denen ein z.B. unangeleinter Hund meinem naehert aus der Dunkelheit den ich selber nicht sehe zu solch extremen Beissereien.


    Ein Post zuvor:

    Zitat


    Bei fast jedem Hund der an uns vorbeilaeuft reagiert mein Hund mit drohendem Knurren, lautem Gebelle und legt sich teilweise so stark in die Leine dass ich ihn gar nicht mehr halten kann und beißt anschliessend meistens in den Nacken seines Artgenossen.

    Zitat


    Auch nachdem der Labrador schon auf dem Ruecken lag, liess mein Hund nicht von ihm ab und der Besitzer des Labbis hatte meinen Tyler schon weggetreten, war natuerlich auf 180. Der Labbi blutete und der Besitzer drohte natuerlich mit einer Anzeige und einer Rechnung vom Tierarzt.

    Oh entschuldigung, dann hatte ich diese Aussagen wohl völlig falsch interpretiert. Das las sich nämlich ein bisschen so als hättest du deinen Hund eben NICHT unter Kontrolle.

    Zitat

    Es geht mir hier in erster Linie darum verstehen zu koennen was der Grund ist und das habe ich auch beschrieben. Solch unqualifierztes Abstempel zu einem derart extremen Bild eines blutruenstigen Hundes ist hier nicht in meinem Interesse.

    Natürlich geht es darum, aber muss dein Hund denn während deiner Ursachenforschung noch mehr Hunde beissen? Wenn der einen kleinen erwischt, ist der tot. Ich stempel hier niemanden ab, aber ein Hund der andere Hunde ohne Vorwarnung blutig beisst muss gesichert werden, bis durch Trainining oder durch was auch immer von dem Hund keine Gefahr mehr ausgeht. Wieso wird zugelassen dass ein Hund mehrmals andere Hunde beißt, wenn man es doch bis zur entgültigen Klärung der Ursachen und darauf aufbauendem Trainingserfolg durch einen Maulkorb so einfach verhindern könnte? Der tut deinem Hund weder weh noch schränkt er ihn großartig ein, wenn er richtig passt.

    Wieso läuft dein Hund nach der ersten, spätestens aber doch nach der zweiten Beisserei noch ohne Maulkorb rum und darf lustig weiter Hunde ins Genick beissen? Unverständlich. Egal was du jetzt mit dem Hund vorhast (Trainer ist sicher eine gute Idee), so einen Hund lässt man doch nicht mehr ohne Maulkorb und auch nicht mehr ohne Leine herumlaufen.

    Zitat

    Meine Trainerin sagt das es daran liegt das die beide einfach zuviel dürfen, was ja einerseits auch stimmt, sie dürfen schon recht viel (Bett/Couch etc.), aber ich verstehe halt dann nicht warum sie aufeinander so losgehen müssen ständig.... DAs eine hat ja mti dem anderen nix zu tun oder etwa doch?!?!


    Ich finde schon dass das damit etwas zu tun hat, denn durch so viele erlaubte Sachen schaffst du verteidigungswürdige Ressourcen, was immer ein sehr großes Konfliktpotential ergibt.

    Er hat keins... deswegen hab ich einfach ein Stück Leder drauf genäht, weil mein Hund sich gerne mitsamt Maulkorb auf den Boden schmeisst und welzt... schau mal:

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    Das hält seit Monaten. Erste versuche mit Heißkleb waren nach ein paar Tagen immer futsch.

    Hier noch ein Hechelbild. Ich finde der könnte nach unten schon noch etwas weiter sein, aber da der Hund die Zunge vorne durchbekommt, ist es ok. Das ist jetzt übrigens Größe 6. Meine Hündin hatte zuerst den 5er, der im Prinzip besser passt, jetzt wo es wärmer wird hat sie auch einen 6er bekommen weil sie im 5er nicht hecheln kann. Sie hat eine etwas kürzere Schnauze als mein Leo.

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    Hm, ich hab leider keinen Tipp für euch, außer eventuell dieses Buch, was ich recht gut finde:

    Vielleicht steht hier was sinnvolles für euch drin? Da stehen zum Beispiel solche Sachen dass man dem Ranghöheren Hund durchaus mehr Privilegien zugestehen sollte, damit der Ranghöhere Hund seine Position souverän ausfüllen kann und nicht meint ständig um seinen Platz "kämpfen" zu müssen.

    Wenn GARNICHTS hilft (erst wenn wirklich alle anderen Möglichkeiten versagen) würde ich den kleinen Dominanzbolzen evtl. mal chemisch kastrieren lassen um zu sehen, ob er dann etwas entspannter mit seinem Kumpel umgehen kann... das ist und sollte aber die allerletzte Lösung sein und möglicherweise bringt es gar nichts oder macht es noch schlimmer... kann man vorher schlecht sagen.

    Ich würde unter diesen Umständen den Hund nicht behalten. Frag den Besitzer wo du ihn hinbringen kannst oder er soll ihn selbst holen. Das ist die allerletzte Frechheit von diesem Menschen einer unerfahrenen unbedarften Person einen Hund in dieser Verfassung zu überlassen, ohne sie darüber zu informieren wie der Hund tickt.