Beiträge von Liquid_Sky

    Wenn du ehrlich in deinem Thread warst, dann keine Sorge - das klingt alles sehr nach Lehrbuch und deine Kleine ist scheinbar eh gerade in einem Alter, in dem die Ohren gerne auf Durchzug gehen.


    "Strenger" ist sowieso so ein Ding, wenn du sagst, du seist konsequent, was sollst du denn da noch streng sein? Ich kann mir das eine ohne das andere nicht vorstellen. Meinst du streng in dem Sinne, dass du nicht mit ihr meckerst? Dabei wäre deine positive Verstärkung nämlich auch wirkungsvoller, als den Hund anzuranzen, wenn er etwas falsch macht.
    Ein deutliches "Nein" reicht, solange du gut mit deiner Stimme arbeitest und auch dazu musst du nicht laut werden, dein Hund versteht dich auch, wenn du flüsterst :p


    Also lass dich nicht verunsichern (besonders nicht von Hundehaltern, die meinen, Gewalt wäre in dem Falle die beste Lösung) und halte deine Strategie durch! :gut:



    P.s.: Mal an Alle, die hier warnten, dass der Hund sie in manchen Situationen manipulieren könnte - der werfe den ersten Stein, dem das nicht hin und wieder passiert! Ich gebe offen zu, wenn mein Kleener ankommt, mit ´nem traurigem Blick und dem Spielzeug im Maul und ich gerade eh nichts allzu Wichtiges zu tun habe, dann wird dann halt gespielt. Und wenn er sich unter meine Hand kuschelt, dann wird gekrault ;) Solange er nicht den Tagesplan bestimmt, geht das schon mal durch...

    Würde mich anschließen, 15 Minuten kann man das schon stehen lassen.
    Länger würde ich das allerdings nicht machen, besonders im Sommer ist es bestimmt nicht ratsam, Nassfutter über mehrere Stunden einfach rumstehen zu lassen. Ist mit Trockenfutter aber bestimmt auch was anderes.


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich meinem Hund, der als Welpe sehr mäkelich gefressen hat, auch angewöhnt hatte, dass der Napf wegkommt, wenn er sich von ihm entfernt. Danach wurde er extrem gierig und hat besonders dann geschlungen, wenn ich in seiner Nähe war. Daraufhin habe ich mir einfach angewöhnt, den Hund nur auf Kommando zum Napf zu lassen und mich dann zu entfernen. Er schien dann zu merken, dass es erwünscht ist, dass er jetzt frisst und dass ich es ihm nicht wieder wegnehme.


    War ein bisschen hin und her, aber jetzt frisst er sehr ruhig aber in einem Zug ^^ muss man wohl an den eigenen Hund anpassen.

    Also ich weiß ja nicht, inwiefern das representativ ist, aber ich hab ´nen Parson Russel (die nehmen sich vom Wesen auch nicht allzu viel mit Jackies) und der erscheint mir immer überdurchschnittlich clever :lol: wenn es darum geht, Tricks zu lernen, brauchen wir dafür keine 5 Minuten, allerdings habe ich vom Anfang an auch fast jeden Tag mindestens 1h mit ihm trainiert und ständig was neues hinzugefügt.


    Zu dem oben beschriebenen Platz-Trick; so ähnlich hat es meiner auch gelernt, so nen kleinen Hund bekommt man nur schlecht mit dem Bein ins Platz, ohne sich total zu verrenken :p Von daher sollte er einfach unter meinem Arm durchkrabbeln, ist viel bequemer. Klappen tut das aber super! (und ich musste nicht das Gefühl haben, meinen Hund mit Gewalt zu positionieren)



    Dass dein Hund dumm ist, bezweifle ich wirklich stark, obwohl ich bei meiner alten Hündin damals auch teilweise das Gefühl hatte - aber die sind dann wohl eher stur ^^ mach ihm das Arbeiten schmackhaft, irgendwann wird er bestimmt etwas begeisterter werden.

    Hallo erst Mal,


    mein Hund ist auch gerade in der Pubertät und wir haben die selbe Kontraentwicklung durchgemacht, sprich: er konnte von einem Tag auf den anderen so gut wie nichts mehr, rannte weg (was bei ihm aber mit dem Jagdtrieb zu tun hat) und so weiter. Da musst du einfach unglaublich konsequent und ausdauernd bleiben, dann wird das mit dem Gehorsam auch wieder besser.


    Zu deinen Problemen:


    Rückruf scheint momentan ein großes Problem zu sein, von daher solltest du dir ein "Superkommando" zulegen, am anfang in der Wohnung üben und ihn, wenn er kommt, mit was ganz Tollem belohnen (Leberwurst kommt immer gut ^^), dann mal draußen ohne Reize, wenn das klappt mit einem Reiz (z.B. n anderer Mensch, der einfach um euch rumläuft/rennt/hüpft)
    Arbeitest du mit einem Dummy? Damit kann man auch gut eine Impulskontrolle trainieren, so dass er im Endeffekt am besten erst auf Kommando zu dem Objekt seiner Begierde rennt.


    Da du bei der Begrüßung meintest, er würde nur dich nicht anspringen - bist du vielleicht die Einzige, die das konsequent trainiert?
    Vielleicht solltet ihr euch angewöhnen, euren Hund bei der Begrüßung immer erst ein Mal ein paar Minuten zu ignorieren, bis ihr entscheidet, dass er jetzt begrüßt wird. Ist zwar hart, wirkt aber bei manchen Hunden Wunder.


    Und zum spazieren gehen... du meinst, du siehst keine Fortschritte beim Üben, aber wie gesagt, habe Geduld, momentan ist dein Hund wie ein bockiger 15 Jähriger. Hab immer Leckerlies bei und wiederhole einfach alles, was nicht klappt, sooft, bis es klappt.



    Ansonsten kann ich mich nur meinen Vorgängern anschließen - Hundeschule ist besonders jetzt ein Muss! Es gibt auch viele Schulen, die wochentags Nachmittagskurse für Arbeitstätige anbieten, einfach mal umhören.


    Aber zu spät ist noch nichts, keine Sorge. Ist einfach eine schwierige Zeit und es scheinen sich schon einige Probleme eingeschlichen zu haben. Das meinte wohl auch susami mit "Fachmann" - ein Trainer, der sich das Verhalten von dir und deinem Hund mal genau anschaut.


    Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg ^^

    Die Pubertät ist echt ´ne harte Zeit, bin froh, dass meiner da gerade wieder rauskommt.


    Im Allgemeinen gilt, dass jetzt Konsequenz am wichtigsten ist - und Training. Ich hatte auch das Gefühl, alles, was ich ihm vorher beigebracht hatte, war von einem Tag auf den anderen weg :roll:
    Da wurden dann plötzlich Briefe, Bankkarten, Geld usw. vom Tisch geklaut und zerfetzt, draußen war ich Luft, er lief sich nicht rufen und ihn von der Leine zu lassen hat überhaupt nicht mehr funktioniert...
    Aber das geht vorbei ^^


    Üben, Hundeschule und immer geduldig bleiben, auch, wenn eine Übung, die sonst immer funktioniert hat, plötzlich erst beim 10. Anlauf klappt.

    Guten Morgen,


    natürlich hättest du keine Angst zeigen sollen, aber so wie sich das anhört, hättest du ihr die Beute auch nicht abnehmen können. Kenn das von meinem, auch ein Jäger (und auch 10 Monate alt ^^)... sobald er weiß, er hat was getan, was ich nicht mochte, hält er immer Sicherheitsabstand (er hat leider auch mittlerweile gelernt, dass er um einiges schneller ist als ich...).


    Jetzt bringt dir der Tipp, den Hund einfach nicht abzuleinen, wenn das AJT noch nicht perfekt sitzt, natürlich nichts mehr. Aber in naher Zukunft wird das wohl der Plan sein - üben, üben, üben und nicht mehr ableinen, damit sowas nicht noch mal vorkommt.


    Vielleicht hat das ja auch gar nicht den Schaden hinterlassen, den du jetzt befürchtest, meiner hatte Mal ´nen Vogel im Garten gefangen (ihn allerdings nicht gefressen) und lässt sich trotzdem immer noch gleich gut kontrollieren. Beobachte sie einfach und schau, wie sie in Testsituationen reagiert.
    Ich wünsch dir viel Glück, dass ihr das hinbekommt!

    Ich muss mich jetzt einfach Mal öffentlich über meinen kleinen Blitzmerker freuen, nachdem ich den ganzen Winter lang furchtbaren Stress hatte :D



    Wer hat Jäger?


    10 Monate alter Pason Russel Terrier, heißt: die Nase nur auf dem Boden, alles, was sich schneller bewegt (von Fliegen über Fahrradfahrer, Vögel, Katzen, Kinder :/ ) muss verfolgt werden.



    Wie setzt ihr euch mit dem Thema auseinander?


    Eigentlich in der Hundeschule, allerdings war diese scheinbar nicht so kompetent und konnten/wollten mir nicht helfen ("ja... mh... da kann man nicht so viel machen"). Vom AJT habe ich hier das erste Mal gelesen und mich im Internet weiter informiert.



    Welche Erfahrungen musstet/ durftet ihr machen?


    Konnte ihn gar nicht mehr ableinen, da er, egal ob er nun was gerochen hat oder eine Krähe in mehreren hundert Metern Entfernung gesichtet hatte, einfach losgerannt ist. Danach hat er sich zwar immer geschämt, wenn ich ihn irgendwann nach Brüllen und Einfangaktion wieder hatte, aber es ging gar nicht. Auch Kinder hat er schon verfolgt, er beißt zwar nicht, aber er hetzt hinterher.



    Wo entstehen Probleme?


    Habe das gleiche Problem mit der Aufmerksamkeit, aber es wird besser. Am schlimmsten ist es, wenn andere Hunde in der Nähe sind.



    Wie und was trainiert ihr?


    Impulskontrolle bis zum Abwinken (mit dem Dummy / wegrennenden Menschen), Färtentraining, Rückrufen, allgemeine Aufmerksamkeitsübungen in der Wohnung und draußen.



    Wart ihr euch von Anfang an bewusst, was ihr euch mit eurem Hund "eingebrockt" habt?


    Ich schon, wobei zu sagen ist, dass ich anfänglich gar keinen "neuen Hund" und schon gar keinen Jagdhundwelpen wollte. Es ist eigentlich der Hund meiner Eltern, da sie aber völlig überfordert sind und eigentlich keine Zeit haben, um ihn auszulasten und zu trainieren, sind er und ich jetzt ein Team :roll:



    Wann stellten sich Veränderungen ein?


    Es ist wahnsinn, wir trainieren erst seit zwei Wochen intensiv und die Situation hat sich enorm verbessert. Im Training kann da wegrennen und sein was will, er rührt sich erst, wenn ich es ihm erlaube. Heute die erste Runde ohne Leine, er sah einen Krähenschwarm und wollte losprinten, da er eh schon einige Meter vor mir war, ich rief ein kräftiges "HIER!" und unverhofft dreht er doch tatsächlich ab und kommt angerannt. Ich hätte ihm in dem Moment am liebsten eine Riesenleberwurst geschenkt :gut:
    Im Allgemeinen ist es schon schön, dass er hin und wieder mal nach mir guckt, was er vorher überhaupt nicht getan hat (ich war immer nur ein lästiges Gegengewicht an der Leine).

    Ihr seid ja alle fleißig im Antworten, danke dafür ^^


    Wäre er ein Kläffer oder hätte Probleme mit dem Alleinsein, würde ich es auch verstehen können, aber so pauschal fände ich das Ignorieren seltsam.


    Wir kamen auch nur auf das Thema, da sie meint, mein Hund würde sich nicht ordentlich unterordnen, weshalb ich auch, laut dem Buch, zuerst durch Türen gehen sollte (was bei dem kleinen Trödler sowieso kein Problem ist). Sonderlich erfolgreich kam mir das aber auch nicht vor.


    Er ist nun mal ein 10 Monate alter Parson Russel in der Pubertät und spazieren gehen würde er am liebsten alleine (besonders jetzt, wo alle Hündinnen in der Nachbarschaft läufig sind), daran wird sich denke ich auch nichts ändern, wenn ich aufhöre, ihn zu begrüßen :p

    Hallo an alle,


    mir kam letztens etwas sehr seltsames zu Ohren:


    Eine Freundin erzählte mir, sie hätte ein Hundeerziehungs-Buch gelesen, in dem es hieß, der Hund würde einen mehr "respektieren" und somit besser hören, wenn man ihn in manchen Situationen, besonders, wenn man nach Hause kommt, ganz konsequent erst ein Mal eine halbe Stunde ignoriert :???: Wohl, damit er sich nicht als Mittelpunkt dieser Situation sieht...


    Irre ich mich da so schrecklich oder klingt das für euch auch nach Schwachsinn? Denn mal ganz davon abgesehen, dass ich eigentlich gar nicht auf unser herzliches Begrüßungsritual (mein Hund wedelt dann immer so extrem, dass ich denke, er hebt gleich ab) verzichten will, habe ich auch nicht das Gefühl, er wolle sich in den Mittelpunkt drängen, sondern eher, dass er sich einfach freut, dass ich da bin - und das soll ich ihm austreiben?! :/


    Ich seh es ja ein und halte es auch so, dass ich nicht immer aufspringe und Party mache, wenn mein Hund mit ´nem Spielzeug ankommt oder zu ihm renne, wenn draußen was interessantes zu sein scheint und er deswegen an der Tür fiept, aber so extreme Ignoranz finde ich unnötig...


    Klärt mich bitte auf, wenn ich mich irre!

    Mir ist es auch neu, dass Hunde eine bestimmte Bezugsperson haben. Wir haben unseren zu dritt (Vater, Freund und ich), wobei ich allerdings sagen muss, dass er unterschiedlich reagiert...


    Ich war sozusagen seine Amme, da alle anderen arbeiten waren und ich Ferien hatte, was heißt, dass ich die ersten 2 Monate, die er bei uns war, fast allein mit ihm verbracht habe. Hab ihm alles Grundlegende beigebracht, war immer streng (der Spielverderber eben :roll: einer muss das ja sein) und noch heute hört er bei mir am ehesten.


    Mein Freund war immer der, mit dem er stundenlang spielen konnte und dem am ehesten mal ein Leckerlie aus den Rippen zu leihern war und noch heute rennt er mit seinem Spielzeug am ehesten zu ihm und bettelt.


    Mit meinem Vater ist der Hund teilweise wochenlang auf Arbeit, da darf er dann auf dem Grundstück wilde Sau spielen und an ihm hängt er auch am meisten. Wenn er dann mal ne Weile weg ist, wird auf seiner Wäsche geschlafen. Obwohl Fiete sich an ihm am meisten zu orientieren scheint, kann er sich den Mund fusselig reden, ehe der Hund mal was macht, was er will :lol:


    Man kann es vielleicht einteilen, aber eine ausschließliche Bezugsperson gibt´s da wohl nicht.


    Und wenn du einen Ego-Push brauchst, freu dich doch einfach über deine Rolle als... ich weiß nicht... Schmusetante? Oder werd strenger, wenn sie dir auf der Nase rumtanzen ^^


    Außerdem wäre es doch auch blöd, wenn eure Hunde nur an dir hängen und deinen Freund an seinen Wochenendaufenthalten ignorieren würden...