Beiträge von Lucanouk

    ich ignoriere das verhalten des entgegenkommenden mensch-hunde-teams mittlerweile komplett und konzentriere mich auf den weg, der vor mir liegt. wenn ich anfangen würde den anderen fixierenden hund zu beobachten, sieht das für meine hunde ebenfalls fixierend aus. kommt der andere hund uns zu nahe, wird er vertrieben, ob an der (flexi)l-eine oder frei. mit dieser lösung fahre ich am besten.

    also, auch wenn ich mich an dieser stelle ein wenig unbeliebt machen könnte: meine hunde sind auch jeden tag allein, zwar nicht neun stunden, aber oft sieben stunden am stück, je nachdem wie mein freund arbeitet.
    ich habe sie anfangs dabei gefilmt und sie schnarchen einfach durch - wirklich.

    das war nicht immer so, anouk konnte früher gar nicht alleine bleiben.

    ich kann wirklich sagen, dass sie damit sehr gut klar kommen. theoretisch könnten sie wahrscheinlich noch länger alleine sein, das möchte ich ihnen aber nicht zumuten.
    aber wenn es die lebensumstände verlangen würden, würde ich sie nicht abgeben, wenn es phasenweise auch mal neun stunden werden.
    hundekita wäre bei beiden nicht machbar.

    ich denke, hecuda, du musst deine hunde behutsam ans alleine-sein gewöhnen und sie dabei gut beobachten, vielleicht auch mal mit webcam.

    dann klappt das schon, ich drück dir die daumen.

    das stimmt natürlich auch, landwirte haben täglich kontakt mit ihren tieren. aber ihnen hat vielleicht niemand nahe gebracht, dass tiere lebewesen mit gefühlen sind, einige von ihnen haben womöglich schon als kind einen kalten umgang erlernt. und das ist natürlich nicht das, was ich meine,w enn ich von erlernen eines e,otionalen umgangs spreche.

    als beispiel:
    ein dreijähriges kind tritt ameisen tot. man könnte dem kind an dieser stelle beibringen, dass es schon richtig wäre die "viecher" um die ecke zu bringen udn dem kind damit beibringen, dass es schon richtig handelt. man könnte das ganze ignorieren und dem kind damit zeigen, dass es egal ist, ob man tiere am leben lässt oder nicht. man könnte einfach sagen: das darfst du nciht. vielleichrt lässt das kind das ganze wirklich, aber es wird nciht fühlen, warum es nicht richtig ist.
    oder man setzt sich mit den kindern hin, beobachtet die ameisen, "rettet" sie aus der gefahrenzone gemeinsam mit den kindern, beschreibt, dass die ameise ein ganz "großes aua" hat, wenn man drauftritt und vielleicht die ameisenmama ganz traurig ist, wenn man die ameise tritt. vielleicht gibt man der ameise einen namen usw.
    so lernen kinder, dass auch kleinste tiere schützenswert sind.

    Zitat

    Es würde mich freuen, wenn die Leute lernten, weniger gefühlsduselig zu reagieren und stattdessen politischer denken - und handeln! - würden.

    ich würde das an sich auch so unterschreiben.
    aber emotionalität beeinflusst viele unserer entscheidungen - und das ist auch manchmal gut so.
    z.b. im bezug auf den tierschutz: kindern bringt man das thema ja auch nicht sachlich-biologisch näher, so nach dem motto: schau mal, das reh in diesem buch hat ein zentral-nerven-system und ist in der lage schmerz zu empfinden. sondern man stellt den kindern die tiere vor, bringt ihnen das lebewesen näher, indem es dieses kennen lernen darf.
    wenn ein kind tiere nur aus biobüchern kennt, wird das interesse zum schutz der tiere nicht so hoch sein, als wenn es schon einmal eine kuh gestreichelt hat. warum? weil nähe, wie z.b. streicheln emotionen im menschen erweckt, das tier steht eben vor einem. und aufgrund dieser emotionen möchte das kind dieses tier schützen.

    ein mensch, der absolut keine verbindung zu tieren hat, wird sich wahrscheinlich auch nicht für deren leid interessieren. ich kann mich schwer in solche menschen hineinfühlen, weil ich tiere schon immer mochte. und ich habe schon als kind gelernt auch tiere, zu denen ich keinen draht hatte (z.b. spinnen) zu respektieren.

    doch wenn man mit all diesen themen als kind keinerlei berührungspunkte hatte (manche kinder denken doch wirklich allen ernstes die kuh wäre lila) kann ein solcher film emotionen erwecken, die einen dazu motivieren können, tiere als schützenswert zu betrachten.