Beiträge von Lucanouk

    was du gut und gerne nehmen kannst sind weiche knochen. also spachtel (schulterblatt) oder kalbsbrustbein. wichtig ist hier, dass du erst einmal nicht zu viel auf einmal gibst und natürlich roh. gekochte/gebratene/gebackene knochen sind absolut tabu.

    also ein schulterblatt pro hund, höchstens. du kannst auch erst einmal vorsichtig mti einem halben anfangen.

    calzium-carbonat ist unverdaulich ;) so ist es kein wunder, dass es komplett wieder ausgeschieden wird. das (oder eierschalenpulver) als knochenersatz zu nehmen führt zu über kurz oder lang zum kalziummangel. besser ist hier calziumcitrat.

    narco, füttere ihm doch einfach so wenig rippen, dass er sie noch verträgt. rippen enthalten sehr viel kalzium, da ist weniger mehr.

    hab gerade gelsen, dass ich mich mit der gruppe etwas verwurstelt hab :headbash:

    das ding ist: es ist selten bisher vorgekommen, das ist klar.

    jedoch scheinen sich bei henry verhaltensmuster gerne mal ganz schnell zu etablieren. sobald er mit einer sache erfolg hatte, zieht er die ja beim nächsten mal wieder durch. gerade deshalb würde ich ihn auf diesen strecken so sichern, dass sich das nicht noch einmal wiederholen kann. die beiden hunde wird er wohl erst einmal auf dem kieker haben :/

    und wenn er die chance hat, sein verhalten immer wieder zu wiederholen (dabei ist ja nun leider egal, ob die anderen hh zu unfähig sind ihre hunde von deinem abzurufen) wird er ein muster entwickeln und dieses eventuell sogar in konfliktsituationen gegenüber schwächeren generalisieren. und spätestens dann kann es sein, dass auch kleinere hunde im eifer des gefechts so behandelt werden.

    es ist natürlich blöde seinen eigenen hund zu sichern, nur weil andere es nciht einsehen, einen rückruf unter sichereren bedingungen (schleppleine z.b.) zu üben. aber es bringt dir keine punkte, dich darüber zu ärgern, denn dadurch versaust du dir nur deinen eigenen hund.

    hallo malika, ich fass mal ein paar deiner sätze zusammen, die mich auf einen leicht unsicheren hund schließen lassen. hiermit meine ich natürlich keinen angsthund, das wär etwas völlig anderes. sondern einfach einen hund, der noch vorsichtig schaut, wie er sich einfügen soll.

    das ist ein prozess, in dem wirkliche souveränität noch nicht erreicht ist. und in diesem prozess ist es eben möglich, dass er sich noch unsichere hunde einfach mal ganz gerne krallt.

    Zitat

    Als besonders unsicher hab ich Henry eigentlich nie empfunden.
    Eher vorsichtig und beobachtend, er war nie einer, der volle Pulle einfach so zu fremden Hunden hingeprescht ist.
    Selbst bei bekannten Hunden nähert er sich langsam und abwartend, aber das habe ich ihm auch so beizubringen versucht.
    Als Unsicherheit habe ich das aber nicht gedeutet, allenfalls in Einzelfällen, wo es wirklich klar ersichtlich war.
    Aber nicht generell, das kam immer auf das Gegenüber an.

    ich finde auch, dass ein sich vorsichtig nähernder hund nicht unbedingt unsicher sein muss. ich finde solch eine annäherungsweise absolut klasse und einfach nur sehr sozial und intelligent!

    auch ein hund, der keine konflikte sucht muss nicht unsicher sein.

    aber ein hund, der konflikten regelrecht aus dem weg geht und eben genauso bei unsicheren hunden reagiert ist definitiv in einigen lebenssituationen unsicher. das es da auf das gegenüber ankommt ist natürlich klar, wir sprechen ja nicht von einem traumahund mit einer generalisierten angststörung.


    Zitat

    Eigentlich ist er gerade in der Gruppe immer eher entspannt und souverän und eher mal unsicher, wenn er allein ist.

    Z.B. können wir seinem einen "Erzfeind" , dem Dobi, in der Gruppe begegnen und er geht ganz ruhig im Bogen vorbei.

    Treffen wir den ohne "Rückhalt" verspannt Henry sich deutlich mehr.

    gerade die tatsache, dass dein hund ohne den gruppenrückhalt eher verspannt und unsicher ist, zeigt doch, dass dein hund an sich noch keine gefestigte persönlichkeit ist.

    seine reaktion hängt also maßgeblich von der gruppe ab. interessant wäre zu wissen, wie sich die beiden berner vor der auseinandersetzung verhalten haben. eventeull gab auch einer von ihnen den "startschuss", wohingegen sich die gruppe beim dobi eher defensiv verhalten hat. sind natürlich alles nur spekulationen.

    hinzu kommt, dass henry von dem dobi schon mal eine geknallt bekommen hat, der labbi hingegen ist ein willkommendes opfer. da ist es klar, dass er sich natürlich dem dobi gegenüber vorsichtig verhält.

    ich finde, du hast die situation mit dem labbi doch wunderbar geregelt. was ich noch wichtig fände ist henry eine alternativmöglichkeit zu geben, wenn er sein negatives verhalten abbricht, z.b. eine beschäftigung mit dir. sonst staut sich der frust nur an.

    also innerhalb der situation.

    Zitat

    Mit Beutefangverhalten meinst Du das Schütteln?

    ja, genau das meinte ich. wie gesagt, ich würde esnicht überbewerten, manchmal finden solche verhaltensweisen aufgrund von übersteigerter aufregung statt. aber ich würde es dringend beobachten.


    Zitat

    Hier weiß ich jetzt grad nicht, welchen Fall Du meinst.

    Das gestern, da waren wir allein, das war keine Gruppe.
    Das Mal davor, mit dem gleichen Hund war zwar ne Gruppe, (3 Hunde), aber eine davon war erst 4 Monate alt gewesen.

    genau den fall gestern meinte ich. auch wenn der eine hund nur vier monate alt war ist es trotzdem eine gruppe, die öfter gemeinsam spazieren geht.

    Zitat


    Das Problem ist, dass "solche Situationen" alle Jubeljahre mal vorkommen.

    Soll ich ihm nun deshalb ständig nen Maulkorb und ne Schlepp anziehen?
    Das finde ich nun schon übertrieben.

    vieleicht nicht ständig, sondern nur, wenn ihr in gebieten spazieren geht, in denen solche selbstmordhunde leben.

    hallo malika,

    ich hab mir gerade deinen post durchgelesen und möchte auch ganz gerne etwas zur einen oder anderen verhaltensweise sagen. vielleicht kann ich dir da ein bisschen weiterhelfen.

    erst einmal denke ich, dass henry jetzt erwachsen wird. d.h., dass sich alte verhaltensweisen etablieren, aber auch zu scheinbar gegenteiligen verhaltensweisen entwickeln können. gerade unsichere hunde beginnen manchmal in diesem alter, ihre unsicherheit zu überspielen und in aggressive verhaltensweisen umzuwandeln. wenn dies erfolg bringt etabliert sich solches verhalten. also ist hier deine aufgabe in dieser sensiblen phase des erwachsenwerdens konflikte mitunter zu moderieren, günstige konfliktsituationen zu schaffen, in denen er niederlage und sieg gleichermaßen erlernt.

    gerade hunde, die wie dein henry sensibel auf streitsituationen reagieren und gelernt haben, dass deeskalation nicht zum schutz der eigenen unversehrtheit führt, könnten im verhalten deutlich kippen.

    hier ist es wichtige solche interaktionen nicht im übermaß (je nach sensibilität) zu haben. wie poco loco schon schrieb: gerade unsichere hunde neigen auch dazu andere unsichere kandidaten zu attackieren. dies kann auch sehr schnell in beutefangerehalten kippen, wie du ja selbst am beispiel deines hundes erleben musstest.

    ich denke, die erste geschilderte situation mit dem labbi ist höchstwahrscheinlich eine maßregelung. allerdings ist hier meine frage: wie hast du reagiert, als dein rüde den anderen in seiner bewegung einschränken wollte? sicherlich ist es bis zu einem bestimmten grad sehr wichtig auch aggressive kommunikation/dominanz-, sowie stausbezogene gesten zu erlauben. jedoch würde ich meinen rüden einen anderen nciht komplett in seiner bewegung einschränken lassen, es sei denn es geht um die eigene individualdistanz.

    das henry als welpe immer friedlich miteinander gespielt haben, kann schon sein. jedoch könnte ich mir vorstellen, dass henry ihn schon viel früher im gemeinsamen spaziergang ausgetestet hat bzw. geschaut hat, wie weit er bei ihm gehen kann.

    gerade rüdenfreundschaften können im erwachsenenalter noch einmal ganz neu geklärt werden und ich denke, das hat henry versucht, es ist nur nicht ganz gelungen. das liegt wiederum u.a. auch an der schwammigen reaktion des labbis (leider ist vielen labrador retrievern die natürliche und klare kommunikation zugunsten von infantilem gehabe abgezüchtet worden). natürlich ist nix klar, wenn der "unterworfende" am boden weiter droht.

    dadurch, dass hier also ne offene streitsituation vorhanden ist war es logisch, dass henry als unsicherer hund mit verstärkung im rücken beim nächsten mal so heftig reagierte.

    wie haben denn die berner in dieser situation reagiert? haben sie sich auch in den kampf gestürzt, gebellt oder sonstiges? wie habt ihr reagiert? habt ihr eure hunde gerufen oder seid ihr still dazwischen gegangen?

    ich denke mal, dass henry die unklare situation für sich klären wollte (nämlich, dass er in diesem fall seiner meinung nach "die hosen anhat".). der labbi kennt ihn jedoch sehr genau und spürt auch dessen unsicherheit und unsouveränität.

    das könnte, neben dem oft fehlerhaften kommunikationsverhalten, ein mitgrund für das schwammige konfliktverhalten des labbis sein.

    das henry dabei ins beutefangverhalten kippte könnte aufgrund der hitzigen aufregung im gefecht passiert sein. hierauf würde ich an deiner stelle ein besonderes augenmerk werfen. denn solch ein verhalten ist ziemlich gefährlich, besonders für kleinere hunde.


    der zweite zwischenfall ist wiederum durch die gruppendynamik gepusht. hier auch wieder meine frage, wie die hunde und ihr reagiert habt.

    auffällig ist, dass henry innerhalb von gruppen so reagiert. das ist natürlich typisch für einen unsicheren hund.

    das er nun auf submissive hunde so heftig reagiert wundert mich gar nicht, denn hier hat er endlich leichtes spiel und kann einen erfolg für sich verbuchen. schon die erste situation reichte ja aus, um seinen adrenalinspiegel, sowie seinen dopaminspiegel in die höhe schnellen zu lassen.

    und wenn du sonst immer nur der kleine mann bist, nutzt du das natürlich leider gewaltig aus (ja hunde sind schon kackbratzen).

    hinzu kommt der spannungsaufbu durch das ins-halsband-greifen. wenn man einen am halsband festgehaltenen hund nun loslässt, kann es durchaus sein,d ass dieser abflitzt wie ein flitzebogen :/

    was du machen kannst: klar würd ich mir erst einmal einen trainer ins haus holen. du solltest die situation nicht überbewerten. es ist und bleibt normales hundeverhalten, das durch wechselspiel mit der umwelt bestärkt wird. dein hund ist deswegen nicht total bekloppt.

    allerdings würde ich ein solches verhalten auch nicht verharmlosen. gerade das packen und schütteln eines unterlegenden ist ziemlich klar beutefangverhalten, was sich auch sehr schnell zu einem muster entwickeln kann (und das würde bei kleinen hunden böse ausgehen).

    deshalb würde ich an deiner stelle in solchen situationen mit mk und schleppleine arbeiten. zusätzlich hierzu würde ich ein klares abbruchsignal festigen, was ihm in jeder situation klar machen sollte, dass jetzt eindeutig feierabend ist. wichtig hierfür ist, dass du deinen hund klar lesen kannst und abbrichst, bevor er in solch hohe reizlagen kommt.

    also quasi in kritischen situationen durch minutiöse abbrüche von unerwünschtem verhalten (fixieren, bedrängen etc.) und verstärken von erwünschtem verhalten coachen.

    bevor hier ein trainer mitarbeitet würde ich ihn im gruppenspaziergang von fremdhunden fernhalten.

    zusätzlich hierzu würde ich mich selbst beobachten: wie fühlst du dich in solchen momenten? wie bekommst du deine eigene anspannung geregelt? wie ist deine körpersprache? gerade hier an der stelle ist ein trainer, der gut beobachten kann, enorm wichtig.

    zusätzlich dazu wäre eine gegenkonditionierung der "feindbilder" nicht schlecht. das geht eventuell mit dem "zeigen und benennen".

    kennt dein kleiner terrier ein abbruchsignal?

    ich würde mir an deiner stelle eine gute trainerin suchen und mit fachlicher hilfe dein problem angehen.
    dein hund muss erstens lernen sich von dir abbrechen zu lassen bzw. anleiten zu lassen. und du musst lernen, deine hunde zu lesen, um im richtigen moment souverän eingreifen zu können bzw. das zusammenleben der hunde zu managen.

    was machst du mit deinen hunden? wie lastest du die drei aus? wie sehen eure gemeinsamen spaziergänge aus?
    was machst du, wenn sich dein terrier übergriffig verhält? ist er gesundheitlich durchgecheckt?

    auch wenn ich staffy recht gebe (ich würde das auch nicht dulden) gebe ich folgendes zu bedenken: wenn der terrier bisher so schalten und walten durfte, wie du es beschreibst wirst du ihn mit einer "ich würde das nicht dulden"-hauruck-aktion ohne fachliche unterstützung wahrscheinlich nur frusten und das fass erst recht zum überlaufen bringen.

    du musst erst einmal lernen, deine hunde in allen situationen (und auch vorrerst nur in ersatzkonflikten) zu lenken.
    bis du das wirklich regeln kannst. bis die trainerin zu dir kommt würde ich an einer stelle die hunde räumlich trennen, vor allen dingen beim fressen und dafür sorgen, dass wenig konfliktpotential entsteht.

    glückwunsch zur bestandenen bh-pfüfung (obwohl ich den sinn dieser prüfung gerade nach deinem bericht immernoch mehr als anzweifel). toll, dass ihr es geschafft habt!

    zum fußlaufen u.ä.: ich denke ein unsauberes fuß hat wenig mit wattebäuschchen oder nicht zu tun. sondern eher was mit nem unsauberen aufbau. man kann einen hund wunderbar komplett mit motivation zu einem astreinen füß bringen, sollte man, meiner meinung nach, auch.

    meideverhalten/strafen/ungeduld/emotionen haben beim aufbau eines solchen kommandos meiner meinung nach nix verloren. und das sage ich als nicht-wattebäuschen-werferin.

    wenn ein hund nicht sauber fuß läuft hat er es meiner meinung nach einfach nicht verstanden. nicht mehr und nicht weniger. vielleicht hast du nicht punktgenau in der grundstellung betsätigt, die übungen zu lang gemacht und dadurch unbewusst fehlverhalten bestätigt?