liebe dogforum-user,
ich kann eure gefühle bezüglich der posts der userin gut nachvollziehen, jedoch helft ihr niemandem, wenn ihr weiterhin auf der wortwahl der ts herumhackt, ohne verständnis für ihre situation zu zeigen. ich selber kann es in keinster weise nachvollziehen, wie man in einem solchen fall an einschläferung denken kann, denn wenn es danach geht gehört mein hund luca kategorisch eingeschläfert :/
mir geht das thema dementsprechend ebenso an die nieren wie euch.
jedoch bin ich selbst, wie die meisten anderen hier im df, eine userin, der sich eingehend über hunde informiert hat, sich fortbildet (teilweise auf seminaren) und zudem noch einen risikokandidaten hier sitzen hat, der kinder nicht nur leicht verletzen würde (wenn luca einmal anfangen würde zu beißen, würde er wohl kein ende finden...)
viele von euch haben hunde, die risikobehaftete verhaltensweisen gegenüber anderen hunden oder menschen zeigen. und sie arbeiten daran. das ist auch der grund, warum sich einige von euch überhaupt im df aufhalten: um sich auszutauschen über erziehung, probleme, fütterung etc. pp.
und das ist eben auch der grund, warum man sich selbst ein umfangreicheres wissen anlegt.
dieses wissen über hündische verhaltensweisen kann man nicht bei jedem hh veraussetzen, das ist nun einmal so. deshalb wäre es wichtig, der ts, falls sie sich noch einmal meldet, ruhig und besonnen entgegen zu kommen.
alles andere ist kontraproduktiv für den hund.
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Wo liegt bei Euch die Grenze?
Woran macht man fest, ob gefährlich oder nicht? Am grad der Verletzung? An der "Motivation" des Hundes für den Biss?
Und - falls möglich - sachliche Antworten weil ich es einfach nur wissen möchte.
was meinst du mit "grenze"? die grenze für das einschläfern? oder die grenze zum abgeben?
ich denke, dass ein hund immer dann in gute hände abgegeben werden sollte, wenn die hundehalter aus verschiedenen gründen mit der situation dauerhaft überfordert sind: sei es, weil es keine kurzfristigen managementmöglichkeiten gibt (räumliche trennungsmöglichkeiten, maulkorb etc. pp.), keine finanziellen mittel da sind, um einen trainer zu bezahlen, der besitzer selbst mental so überfordert und verunsichert ist, dass er die nötige erziehungsarbeit nicht leisten kann, wenn es die umstände nciht erlauben (ein heftig offensiv beschädigungsbeißender hund und kleine krabbelkinder, das, was im post beschrieben wurde war kein beschädigungsbeißen) oder wenn kein wille zur veränderung vorhanden ist, z.b. warnzeichen bei hunden anzuerkennen, sich umzustellen.
ich denke, dass das einschläfern eines hundes nur dann indiziert ist, wenn es einen medizinischen grund dafür gibt, wie z.b. aussetzer mit heftigen bissen aufgrund eines inoperablen gehirntumors, eine schwere, unheilbare erkrankung, die die lebensquälität in einem nicht mehr ertragbarem maß einschränkt.
ansonsten ist es, meiner meinung nach, nicht gerechtfertigt, außer, wenn es keine möglichkeit gibt einen heftigen beschädigungsbeißer zu vermitteln und er schon jahre im tierheim verbringen musste.
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Ja sorry, aber es ist "nur" ein Hund. Lieber ein toter Hund, als ein totes Kind. 
meinst du das ernst, labella?
solche sätze machen mich ernsthaft traurig. wieso sind hunde ersetzbar, kinder nicht? gruselig, so eine argumentation...sind hunde nicht lebewesen? sind sie nicht individuen? wollen sie weniger leben als menschen?
ganz objektiv betrachtet, bitte.
der hund möchte doch genauso leben, wie das kind, oder?
warum sind menschen mehr wert als hunde?
die frage ist doch hier: für WEN ist der hund ersetzbar, für WEN ist er weniger wert als das kind? und derjenige, der hier über wert und ersetzbarkeit entscheidet spielt quasi gott.
für mich sind meine eigenen hunde logischerweise mehr wert als fremde, meine mutter ist mir wichtiger als deine, mein freund ist für mich wichtiger als deiner und hätte ich kinder, wären sie mir wichtiger als die kinder meines gegenübers.
das ist logisch und nachvollziehbar. aber ich kann aus meiner persönlichen prioritätenliste keine allgemein gültige maxime ableiten. das geht einfach nicht.
für den hund selbst ist sein leben am wichtigsten. für das kind selbst ist sein leben am wichtigsten.
es gibt übrigens gesellschaften und völker, in denen auch kinder ersetzbar sind....leider...
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Betrachtet man es so, ist objektiv eigentlich jeder ersetzbar. Subjektiv allerdings nicht, was eigentlich nur an den sozialen Beziehungen liegt.
das hast du schön geschrieben, lotusliese.
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Elke, die Frage mag jetzt hart klingen - aber stell Dir einfach mal vor, Du müsstest Dich entscheiden, zwischen Deinen Kindern und Hund?????
Ich bin mir sicher, Du würdest Dich, wenn auch sehr schweren Herzens nicht für den Hund entscheiden. Und somit sind sie auch nicht gleichwertig. Stimmts?
und da heben wir wieder die subjektive wertigkeit, die nichts mit dem allgemeinen wert eines lebwesens zu tun hat.
weitergesponnen: mara, was wäre, wenn du zwei kinder hättest. eins davon müsste sterben, wer dürfte deiner meinung nach leben? was ist, wenn entscheiden müssten, ob deine mutter oder dein vater leben darf? dein bester freund oder dein ehemann?
haben deine entscheidungen irgendeine aussagekraft über den allgemeinen, objektiven wert eines lebewesens?
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Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht. Ihr esst täglich jede Menge Rinder, Schweine, Hühner etc. ohne auch nur ein einziges mal an das Schicksal des armen Tieres zu denken, und wenn es um einen Hund geht, dann geht Ihr auf die Barrikaden und riskiert lieber die Gesundheit und das Leben eines Kindes, als den Hund abzugeben????
das erste finde ich, ehrlich gesagt, auch selber sehr unverständlich. in dem punkt hast du leider recht. ich kann es auch nicht nachvollziehen, warum man solche unterschiede in der wertigkeit verschiedenem lebens macht.
und deshalb kann ich deine argumentation, dass menschen mehr wert sind als hunde, ebenso nicht nachvollziehen.
übrigens: alle haben geraten, den hund abzugeben. es ging den anderen usern nur darum, den hund nicht gleich einzuschläfern.
“Auschwitz fängt da an, wo einer steht und denkt, es sind ja nur Tiere.” Theodor Adorno
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Es geht nicht ums "Ab können", sondern daran, dass ein Rüffel unangemessen ist, weil - wie gesagt - es war keine Absicht und Fehler macht jeder.
bei mir bekäme auch kein kind eine ansage, das versehentlich auf den schwanz eines hundes getreten ist.
es bekäme eine ruhige erklärung, warum es besser aufpassen sollte, dürfte sich beim hund (je nach alter) "entschuldigen" und wir würden gemeinsam den hund "trösten". warum sollte man ein kind "rüffeln", wenn es versehentlich auf den schwanz oder die pfote eines hundes getreten ist?
ich möchte kinder zum mitgefühl gegenüber mitgeschöpfen erziehen, nicht dazu, dass es sich nicht traut, eine falsche bewegung zu machen.
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Weil es sich um ein VERSEHEN handelte.
Warum sollte ich ein Kind schimpfen, wenn etwas ohne Absicht passiert?
Ungeschickt ist doch jeder mal. Das ist menschlich.
ungeschickt ist doch jeder mal, das sehe ich ganz genauso.
ob das nun menschlich ist, wage ich zu bezweifeln.
das abschnappen im affekt, weil ein tier, das an epilepsie leidet, aus dem schlaf gerissen wurde, ist ebenfalls ein bedauerliches versehen und sicher keine absicht des hundes, oder?