Single mit Hund ist überhaupt kein Problem, wenn du es arbeitstechnisch so einrichten kannst, dass der Hund eben nicht zu lange alleine ist und genug Zeit für den Hund bleibt.
Ich sehe da aber auch keinen großen Unterschied zu einem Pärchen oder einer Familie, wenn mehrere Leute berufstätig sind.
Ich habe mir als Single mit 35 Stunden-Bürojob einen erwachsenen Hund von einer Pflegestelle geholt.
Die Hündin durfte von Anfang an jeden Tag mit ins Büro. Die Mittagspause geht für eine Runde mit dem Hund drauf und abends bin ich dann auch nochmal länger unterwegs oder gehe auf den Hundeplatz.
Ich wohne in einer 60 m²-Wohnung ohne Garten oder Balkon in der Innenstadt. Da wir aber hauptsächlich zum schlafen dort sind und sonst sowieso entweder im Büro oder irgendwo unterwegs, ist die Wohnungsgröße eigentlich komplett egal. Ein Garten wäre schön und manchmal etwas entspannter (z.B. wenn der Hund Durchfall hat oder wenn ich krank bin), aber mein Hund bekommt trotzdem genug Bewegung.
Natürlich sollte man immer noch irgendwo eine Notfall-Unterkunft bzw. Betreuung für den Hund haben, wenn es mal arbeitstechnisch gar nicht geht, man richtig krank ist usw. Bei mir sind das meine Eltern, die zwar 50 km entfernt wohnen, aber im Notfall sofort zur Stelle sind. Bei mir sind das aber wirklich etwa 3 Tage pro Jahr, wo ich mal auf eine Betreuung angewiesen bin.
Dir muss eben klar sein, dass du, wenn du alleine für den Hund zuständig bist, wirklich dein ganzes Leben um den Hund herumbauen musst! Immer nach der Arbeit nochmal raus, auch bei schlechtem Wetter, auch wenn du dich lieber mal gemütlich mit Freunden treffen möchtest usw. Wenn man möchte, bekommt man das aber alles hin.
Am besten ist dann natürlich ein Hund, der auch viel mitmacht. Der mit zu Freunden kann, mit in den Urlaub und wenn möglich auch mit ins Büro.
Ich bin immer pro Tierschutz und würde einen erwachsenen Hund aus dem Tierheim oder einer Pflegestelle suchen, den du in Ruhe kennenlernen kannst und dann entscheiden, ob er in deinen zukünftigen Alltag passt.
Vollzeit arbeiten ohne Möglichkeit den Hund mitzunehmen oder Home Office zu machen, geht dann aber meiner Ansicht nach nur mit einer vernünftigen Betreuung.
Ich habe mir aus diesem Grund während dem Studium keinen Hund geholt (obwohl ich unbedingt einen wollte!), sondern gewartet bis ich dann einen Job gefunden hatte, bei dem es eben gut mit Hund vereinbar ist. Das kommt natürlich auch sehr auf die Branche an und was du studierst.
Ich bin auch mit Hund aufgewachsen und war schon immer hundeverrückt. Deswegen war für mich auch immer klar, dass ich mein Leben mal so gestalten möchte, dass ein Hund möglich ist. Und so fällt mir es nicht schwer bestimmte Einschränkungen in Kauf zu nehmen, um eben den Traum vom Hund zu leben.
Rüde oder Hündin ist wohl Geschmackssache. Ich finde, es kommt auf das Individuum an. Ich bin aber eher der Hündinnentyp...