Meine Hündin wurde erst mit 6 Jahren (auch wegen einer Gebärmuttervereiterung) notkastriert.
Sie war vorher eher zu dünn und hat sehr viel Futter gebraucht, um nicht komplett abzumagern.
Das hat sich nach der Kastra normalisiert. Sie ist nicht dick geworden, aber es reicht jetzt eine normale Futtermenge und ich muss schon darauf achten, dass ich nicht zu viel füttere. Außerdem ist sie nicht mehr so heikel beim fressen, also etwas verfressener ist sie schon geworden.
Das Fell ist etwas schlechter geworden. Davor hat sie bei den Scheinträchtigkeiten immer ihr Fell abgeworfen. Das fehlt jetzt und sie ist insgesamt plüschiger.
Charakterlich hat sie sich nicht wirklich verändert, aber sie war ja mit 6 Jahren auch schon "ausgereift".
Inkontinent auch nicht.
Die Hündinnen von meinen Eltern wurden jeweils schon mit ca. 8 Monaten vor der ersten Läufigkeit kastriert (1x Auslandstierschutz, 1x Empfehlung vom Tierheim und Tierarzt). Beide Hündinnen wurden nicht übergewichtig und nicht inkontinent und auch das Fell war bei beiden in Ordnung. Die erste Hündin wurde 14,5 Jahre, die zweite ist jetzt 10 Jahre alt.
Vom Charakter/Verhalten her, weiß man einfach nicht, was an der Frühkastra liegen könnte oder was vielleicht unkastriert anders gewesen wäre.
Ich bin gegen eine Frühkastra sowohl bei Hündin als auch beim Rüden ohne Grund.
Aber wenn es dann eben so sein muss, würde ich mich deswegen nicht verrückt machen.
Bei meiner 6-jährigen Hündin hatte die Kastra (bis vielleicht auf das Fell) nur positive Auswirkungen. Weniger Stress, weniger Stimmungsschwankungen, körperlich gesünder (sie ist während den Scheinträchtigkeiten immer ziemlich abgemagert), besserer Appetit.