Beiträge von Sleipnir

    Hallo!

    Zitat

    hab mal gelesen, dass man mit golden retrievern keine zergelspiele machen soll, da der hund ja mit weichen biss arbeiten soll....


    Das stimmt schon so! Hätte für dich aber nur Relevanz wenn du deinen Retriver jagdlich führen willst oder mit ihm professionelles Dummytraining betreiben willst, dann solltest du wirklich auf ein weiches Maul achten, bei einem "Familenretriever" erschliesst sich mir diese Notwendigkeit jetzt nicht!

    Liebe Grüsse,
    Björn

    Ich will mit dir hier bestimmt keinen Kleinkrieg oder eine Endlosdisskusion beginnen, aber ich sehe das Alles ein bisschen anders.
    1.) reiten wir auch teilweise aus mit den Hunden und auch im Wald. Ich habe bisher noch nicht feststellen können, dass ich meine Hunde vom Pferd schlechter kontrollieren könnte als zu Fuss oder vom Fahrrad aus.
    2.) sollte es natürlich nicht vorkommen, dass ein Hund im Wald Wild hetzt, gar keine Frage! Wenn ich mir nicht 100 % sicher bin, dass das klappt bleibt der Hund halt an der Schleppleine. OK, mag sicher viele Hundehalter geben, die das anders machen und deren Hunde bei Wildbegegnungen nicht so zuverlässig hören, aber es geht ja hier um meine persönliche Sicht der Dinge!
    3.) Verstehe ich absolut nicht, warum von "Jägerseite" immer so ein großer Unterschied zwischen Wald und Feld gemacht wird. Ich weiß nicht so genau wie es in deinem Revier aussieht, aber hier im Kaufunger Wald trifft man definitiv mehr Rehwild am Waldrand und Im Feld als mitten im Wald, ein Feldhase ist mir noch nie im wald begegnet, dafür aber massenhaft auf den umliegenden Wiesen. Wirklich tief im wald trifft man hier höchstens mal ein Stück Rotwild oder ein Wildschwein. Von daher ist die Wahrscheinlichkeit einer Wildbegegnung ausserhalb des Waldes viel höher als im Wald! Die Forderung nach einer Leinenpflicht, seitens der Jägerschaft richtet sich aber immer nur auf den Wald! Verstehe ich nicht so ganz!
    4.) Ist es einfach mein gutes Recht, zumindest in Hessen, meinen Hund im wald laufen zu lassen.
    5.) Finde ich immer noch, dass du, in deiner Position so etwas wissen müsstest
    6.) Habe ich ein großes Problem mit Jagdpächtern (und das soll kein persönlicher Angriff sein, sondern eine allgemeingültige Feststellung!), die meinen der Wald wäre ihr persönlicher Vorgarten, in dem sie schalten und walten können wie sie wollen! Leider schon viel zu oft erlebt!

    Liebe Grüsse,
    Björn

    So...ich hab mir dann auch mal das Bundeswaldgesetz angeschaut!
    §27 kann es schonmal nicht sein, der behandelt nämlich die Aufgaben der Verbandsversammlung :wink:
    Ich hab mir dann auch mal die Mühe gemacht und das komplette Gesetz gelesen, soll ich dir was sagen - ich habe rein gar nichts über das Mitführen von Hunden im Wald gefunden!
    Der einzige § in dem es hätte stehen können, ist §14 Betreten des Waldes

    Zitat

    § 14

    Betreten des Waldes

    (1) Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ist gestattet. Das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen und das Reiten im Walde ist nur auf Straßen und Wegen gestattet. Die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr.

    (2) Die Länder regeln die Einzelheiten. Sie können das Betreten des Waldes aus wichtigem Grund, insbesondere des Forstschutzes, der Wald- oder Wildbewirtschaftung, zum Schutz der Waldbesucher oder zur Vermeidung erheblicher Schäden oder zur Wahrung anderer schutzwürdiger Interessen des Waldbesitzers, einschränken und andere Benutzungsarten ganz oder teilweise dem Betreten gleichstellen.


    Sehr interessant ist doch hier schon der, im Bundeswaldgesetz, dass du ja zu kennen scheinst, Hinweis auf die Regelung der Länder!
    Für dich mag das zwar keine große Sache sein, für mich aber schon. Insbesondere auch da du das ja auch hier im Forum verbreitest, zahlreiche Personen das lesen und sicher davon ausgehen, dass ein Jagdpächter wohl über die entsprechenden Gesetze Bescheid weiß!


    Liebe Grüsse,
    Björn

    Wie bitte...

    Zitat

    ist ja eigendlich auch unwichtig


    Du zeigst Leute an, die sich absolut rechtskonform verhalten und sagst, dass ist nicht so wichtig???
    Also tschuldigung, aber da fehlen mir echt die Worte...

    Da bin ich nochmal!
    Da du, Fassi ja aus BSA kommst, geh ich mal davon aus, dass dein Revier in Hessen liegt.
    Das hier habe ich nämlich ganz übersehen!

    Zitat

    machen wir bei uns im Revier mit jedem Nichtangeleinten


    Ich dachte solch uninformierte Jagdpächter gibt es nur bei uns!
    Auch ich sollte von einem ganz besonders gründlichem Jagdpächter schon mehrfach angezeigt werden. Komischerweise hat er es immer bei Drohungen belassen und obwohl er jedesmal die Polizei rufen wollte, kam sie doch nie!
    Vielleicht hat er sich doch daran erinnert , dass genereller Leinenzwang im Wald nur in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Hamburg herrscht. Noch nicht einmal zur Brut- und Setzzeit gibt es in Hessen ein generelles Leinengebot!
    Sollte dein Revier in einem der genannten Bundesländer liegen verhälst du dich natürlich absolut rechtskonform, dann finde ich es allerdings schade, dass du es hier so hinstellst, als wäre das eine bundesweite Regelung. Sollte dein Revier aber in Hessen liegen, bin ich doch sehr erstaunt über so viel Unwissenheit!

    Liebe Grüsse,
    Björn

    Na da war der Hund mal wieder schneller als ich!!!
    Aber deine Frage ist sehr berechtigt!
    Ich muss sagen, dass ich doch reichlich verwundert bin, dass jemand wie du Fassi, nicht über die gesetzlichen Bestimmungen in unserem Bundesland im Bilde ist!
    Das wirft ja mal wieder ein bezeichnendes Bild auf die deutsche Jägerschaft! :wink:
    Hessen hat im Hinblick auf Hunde im Wald eines der freizügisten Jagd- und Waldgesetze!
    Im Waldgesetz wird nämlich gar keine Aussage zu Hunden im Wald getroffen!
    Im hessischen Jagdgesetz werden nur wildernde Hunde behandelt. Alles andere findet erst gar keine Erwähnung. Es ist in Hessen also grundsätzlich erlaubt seinen Hund im Wald ohne Leine laufen zu lassen. Prinzipiell dürfte er sogar die Wege verlassen und NICHT mehr im Einflussbereich seines Besitzers stehen, nur wildern darf er nicht!
    Solltest du dich informieren wollen, kannst du alle Gesetze unter folgendem Link nachlesen:
    http://www.animal-learn.de/waldgesetze.php

    Liebe Grüsse,
    Björn

    Hallo!

    Also ich habe mich nie wirklich mit VPG beschäftigt, aber vielleicht kann ich damit auch viel besser die Sicht eines unbeteiligten Aussenstehenden vertreten!
    Das was ihr hier beschreibt, mag ja sicher der Idealzustand sein, aber auf wie vielen Hundeplätzen wird so gearbeitet?
    Wir haben bei uns in der Nähe auch ein Schäferhunde-Platz. Also echt, da brauch ich nur mit dem Fahrrad vorbei fahren und aus den Augenwinkeln sehen wie dort mit den Hunden vefahren wird und schon krieg ich das kalte Kotzen!!!
    Ok, nun mag man sagen, ein trauriger Einzelfall.
    Recherchiert man zu diesem Thema im Internet trifft man immer wieder auf Training durch aversive Reize bzw. Starkzwangmethoden. Ja, mein Gott, so viele schwarze Schafe kann es da doch gar nicht geben!
    Ich bin sicher kein Verfechter, der Hundeerziehung ausschliesslich durch positive Verstärkung, aber das was ich bisher schon gesehen und gelesen habe wiederspricht absolut jeglicher Vorstellung eines partnerschaftlichen Mensch-Hunde-Teams.
    Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang auch der Thread von Kleine 86 mit dem Titel : Hilfe...Bin so traurig!

    Liebe Grüsse,
    Björn

    staffy ist ja schon etwas detaillierter geworden und genau diese Hausstandsregeln würde auch ich einführen!
    Bis diese neuen Regeln nicht etabliert sind würde ich das Problem mit der Bellerei draussen erstmal gar nicht trainieren. Als erster Zwischenschritt halte ich es für überaus wichtig, dass euer Hund erstmal Vertrauen in euch als Führungspersönlichkeiten aufbaut. Bisher wart ihr für euren Hund absolut nicht einschätzbar und habt als Führungspersönlichkeiten absolut nicht getaugt. Also hat er das selbst in die Hand genommen und alles Fremde, hier wohl insbesondere andere Hunde als hochgradig gefährlich eingestuft!
    Mal eben eine kurze Zwischenfrage dazu:
    Da ihr ihn ja schon von kleinauf habt, wie habt ihr ihn auf andere Hunde sozialisiert? Wart ihr in einer Welpenschule? Hatte er von Anfang an regelmässigen Kontakt mit unterschiedlichsten Hunden?
    Wenn dem nicht so ist, was bei Kleinhundebesitzern leider scheinbar öfter auftritt, dann ist es natürlich ungemein schwerer (bis aussichtslos!) ihn von der Ungefährlichkeit anderer Hunde zu überzeugen!
    Sollte er sich nach einiger Zeit an die neue Situation bei euch zuhause gewöhnt haben würde ich folgendermaßen vorgehen:
    Bewaffne dich mit Leckerchen und/oder Spielzeug und begebe dich auf einen Spaziergang, möglichst in einem Gelände in dem du ohne große Probleme den Weg verlassen kannst, also nicht gerade in der Stadt, in der neben dem Fussgängerweg gleich eine Strasse herführt.
    Sobald ein anderer Hund am Horizont auftaucht, atme tief durch und versuche Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen, ich weiß, leichter gesagt als getan, aber das ist es, was einen wirklich fähigen Rudelführer auszeichnet und das ist in eurer Situation mehr als wichtig!
    Sobald dein Hund unruhig wird und du merkst, dass er gleich losbellen wird, verlasse mit ihm den Weg und versuche ihn in so großer Distanz an dem anderen Hund vorbei zu führen in der er nicht veranlasst wird zu bellen. Sollte er ruhig sein, und wenn nur für ein Sekundenbruchteil, lobe ihn überschwenglich und lasse die Leckerchen nur so fliegen! Aber ganz wichtig, du sollst ihn mit Leckerchen nicht ablenken, sondern nur gewünschtes Verhalten bestärken!
    Fängt er an zu bellen, nimmst du ihn ruhig und souverän aus der Situation heraus, führst ihn so weit weg bis er wieder ruhig ist und setzt deinen Weg weiter fort. Vielleicht triffst du ja einige Hundehalter oder hast Bekannte mit Hunden, an denen du mehrfach vorbei laufen kannst! Aber sei dir bewusst, die Distanz, die er braucht um ruhig zu sein, kann am Anfang erheblich sein! In klitzekleinen Schritten solltest du versuchen diese Distanz zu verringern um das Ziel zu erreichen, irgendwann auf dem Weg andere Hunde zu passieren. Ich wünsche dir viel Geduld, denn es wird relativ lange dauern, bis erste Erfolge erzielt werden.
    Parallel würde es sich anbieten das Kommando "Schau" zu etablieren!
    Auf diese Kommando hin soll der Hund dich anschauen undall seine Aufmerksamkeit dir schenken. Vielen unverträglichen Hunden scheint es weitaus einfacher zu fallen, bei einer Hundebegegnung zu sitzen und den anderen Hund passieren zu lassen, während sie ihren Besitzer anschauen als direkt am anderen Hund vorbei zu laufen.
    Alternativ gebe es noch die Möglichkeit der sogenannten "social walks".
    Dazu bräuchtest du aber eine Person mit Hund (evtl. jemand aus dem Bekanntenkreis), die dich bei deinem Training unterstützt!
    Ich habe dazu mal was in einem anderen Thread geschrieben, mal gucken ob ich es finde...ja, habs gefunden!
    In dem anderen Thread ging es um einen rüdenunverträglichen Weimaraner, das Geschriebene lässt sich aber genauso gut auf eure Situation übertragen...


    Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen!
    Halt uns doch bitte auf dem Laufenden wie es bei euch weitergeht!

    Liebe Grüsse,
    Björn

    Hallo!
    Bitte versteh mich nicht falsch, ist absolut nicht böse gemeint, aber ich frage mich die ganze Zeit, ob das hier ein Fake ist, oder ob du das ernst meinst!
    Wenn dir doch bewusst ist, dass ihr ihn falsch behandelt, ja warum ändert ihr dann nichts an eurem Verhalten?
    Fangt endlich an ihn wie einen Hund zu behandeln, lass ihn nicht mehr machen was ER will, sondern was DU willst und vor allen Dingen seit eisern konsequent. Was du dir in den Kopf gesetzt hast muss verdammt nochmal durchgezogen werden. Klar wird er protestieren, tut er ja sowieso...

    Zitat

    unterbindet man das und lässt ihn platzt machen hat man für die komplette dauer des besuches ein fiepen um sich, ein wirklich extremes fiepen.


    Aber das tut er doch nur, da er die Lernerfahrung gemacht hat dadurch euch zu beeinflussen. Lass ihn einfach fiepen!!! Wenn er merkt, dass er mit diesem Verhalten nicht zum Erfolg kommt, wird er es über kurz oder lang einstellen. Bei euch wird es wahrscheinlich etwas länger dauern, da seine Verhaltensweisen ja scheinbar schon über einen längeren Zeitraum eingeschliffen sind.
    Das er andere Personen oder Hunde verbellt und auch beissen will, geht natürlich gar nicht!
    Ich denke es müsste sich euer kompletter Umgang mit dem Hund von Grund auf ändern.
    Wenn ihr das wirklich wollt und ihn endlich wie einen Hund behandelt, bin ich fest davon überzeugt, dass sich die meisten eurer Probleme ganz von selbst lösen werden!
    Hunde sind doch keine Menschen auf vier Pfoten, sondern kleine Egoisten, die jede noch so kleine Schwäche ausnutzen und die Sicherheit einer hirarchisch gegliederten Struktur brauchen!
    Tut mir leid, aber ich verstehe nicht ganz, wie es soweit kommen kann!

    Liebe Grüsse,
    Björn