Beiträge von Sleipnir

    Na, da hast du dir ja richtig Mühe gegeben ;)
    Nee, ernsthaft, sind eigentlich alles hochwertige Futtersorten!
    Ich schreib dir mal in Stichpunkten auf, was mir zu den einzelnen Futtersorten aus dem Stehgreif einfällt ("+" sind positive Aspekte, "-" die negativen)

    zu Markus-Mühle:
    + Firmenphilosophie ("Naturnahfutter")
    + Preis-/Leistungsverhältnis
    + im Kaltpressverfahren hergestellt
    + Zusammensetzung
    - nur eine Sorte
    - Zusatz synthetischer Vitamine

    zu Bozita:
    + unterliegt den Auflagen des strengen schwedischen Futtermittelgesetzes
    + Preis-/Leistungsverhältnis
    + große Sortenauswahl
    - mir persönlich zu getreidelastig
    - Zusatz synthetischer Vitamine

    zu cdvet:
    + Kaltpressverfahren
    + kein Zusatz synthetischer Vitamine
    - recht teuer
    - geringe Sortenauswahl

    zu yomis:
    + hochwertige Zusammensetzung
    + verschiedene Sorten
    + Kaltpressverfahren
    - auch relativ teuer

    zu Timberwolf:
    + große Sortenauswahl
    + sehr detaillierte Deklaration
    + hochwertige Zusammensetzung
    - Zusatz synthetischer Vitamine
    - sehr teuer
    - ökologisch nicht ganz unbedenklich, da "Überseefutter" und um die halbe Welt gekarrt
    - häufig Lieferschwierigkeiten

    "Bestes Futter" hab ich jetzt mal ausgelassen, da ich mich mit dieser Firma noch nicht sonderlich intensiv auseinandergesetzt habe!
    Persönlich würde ich, vorrausgesetzt, der Preis ist zweitrangig, entweder yomis oder cdvet nehmen, mußt du allerdings auf den Preis schauen, dann wäre Markus-Mühle meine erste Wahl, ist für mich das deutsche Futter mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis!

    Zitat

    Dem würde sich aber widersprechen wenn er sich Menschenkacke wälzt, oder Kacke allgemein. Das mache ja auch viele Hunde sehr gerne.


    Ehrlich :???: Das machen manche Hunde ;) , meine fressen das immer gleich auf ;)
    Nee, aber mal ernsthaft, persönlich favorisiere ich auch die "Parfüm-Theorie" und glaube das Hunde diese Gerüche mögen, ganz einfach, ohne "Hintergedanken".
    Ich bin ganz ehrlich, wenn meine Beiden sich anschicken sich irgendwo zu wälzen, drück ich meistens beide Augen zu und lasse ihnen den Spass, sind halt Hunde, besonders köstlich finde ich diesen Geruch zwar nicht, aber insbesondere Emma dreht sich auch immer angeekelt weg, wenn ich im Bad stehe und mir Deo unter die Arme sprühe!

    Ich hab Emma jetzt seit knapp zweieinhalb Jahren.
    Die ersten 2-3 Monate waren wirklich absolut problemlos, wie vom Tierheim angekündigt. Man konnte mit ihr in die Innenstadt, eigentlich überall hin und sie erschien ziemlich gelassen. Heute erkläre ich mir das so, dass sie durch den Stress in Spanien, sie war dort wohl einige Zeit in einem Auffanglager, den Transport nach Deutschland und die Zeit hier im Tierheim, so traumatisiert war, das sie erstmal alles über sich hat ergehen lassen.
    Als sie sich dann langsam heimisch gefühlt hat begann der ganze Stress, plötzlich wich sie Markisen und Sonnenschirmen aus, war in der Innenstadt total gestresst, entwickelte eine extreme Geräuschempfindlichkeit etc.
    War schon sehr erschreckend mit anzusehen, wie ein bis dahin scheinbar unproblematischer Hund plötzlich solche extremen Ängste entwickelt.
    Die folgenden Monate waren von der Zusammenarbeit mit einem Hundetrainer und einer Tierheilpraktikerin geprägt, hat zwar etwas geholfen, allerdings eher mir, da ich mich in dieser Zeit extrem viel mit der Problematik ängstlicher Hunde beschäftigt habe, Emmas Verhalten blieb eigentlich unverändert.
    Ein wirklicher Erfolg stellte sich eigentlich erst ein, als vor knapp über einem Jahr Janosch mit 8 Wochen bei uns einzog. Emma hat sich sehr schnell an ihm orientiert und er gibt ihr in vielen Situationen enorme Sicherheit.
    Heute würde ich sagen, dass ich sie, bis auf so Rückschritte wie im Moment, auf einem niedrigem Level stabilisiert habe, aber trotz allem würde ich mal behaupten, dass ihre Problematik sowohl meine als auch ihre Lebensqualität immer noch einschränkt, da es nach wie vor unmöglich ist Orte aufzusuchen, deren Reizintensität stärker ist als eine mäßig belebte Haupt- und Einkaufsstraße eines mittelgroßen Ortes, Innenstädte, Bahnhöfe, Märkte etc. geht überhaupt nicht!

    EDIT:
    @ Fluffy: Meinst du wirklich, Günther Bloch würde auf eine einfache E-Mail antworten, der kriegt doch täglich bestimmt zahllose Anfragen?!

    Ja, stimmt schon.
    Emma ist schon rassebedingt (Perro de Pastor Mallorquin - alte mallorquinische Treib- und Herdenschutzhundrasse) relativ ortsgebunden und territorial.
    Sie war zwar bei meiner Mutter absolut unauffällig, aber mag durchaus sein, dass sich dort schon ein ziemlich hoher Stresslevel entwickelt hat!
    Aber mal ganz ehrlich, dass lässt sich auch nicht immer vermeiden! Ich mein, ich wohne ja schon relativ ruhig und ländlich und vermeide es wo es nur geht Emma belastenden Situationen auszusetzen, aber es ist einfach unmöglich mein Leben so sehr nach diesem Hund auszurichten, dass keine Ortswechsel mehr stattfinden. Obwohl das für Ema wahrscheinlich das Beste wäre!
    Ich frage mich sowieso relativ häufig ob Emma bei mir wirklich richtig ist!
    Ein abgelegener Aussiedlerhof, auf dem sie sich den ganzen Tag frei bewegen könnte, genügend Ansprache hätte und ein bis zwei Bezugspersonen vorhanden sind, die abends mit ihr in bekannter Umgebung spazieren gehen, ein paar Apportierübungen machen würden oder manchmal mit ihr Fahrrad fahren - das wärs eigentlich!
    Leider kann ich ihr das aber in absehbarer Zukunft nicht bieten.
    Versteht mich nicht falsch, ich hänge nicht weniger an Emma als an Janosch, da sie ja nicht nur problematisch, sondern in 90 % aller Fälle ein "normaler" Hund ist bereichert sie mein Leben ungemein, gerade auch weil sie charakterlich so anders als Janosch ist. Ich frage mich nur, ob ich ihr wirklich gerecht werde!
    Und mal was anderes: Das sind so Situationen, in denen in mir eine absolute Wut auf die damaligen Vermittlungspersonen unseres hiesigen Tierheims aufkommt! Als absolut problemlose Labradormischlingshündin ist sie mir vermittelt worden :kopfwand:

    Danke für eure lieben Worte!!!
    Das hilft wirklich weiter!
    Das Emma nie ein normaler Hund wird, das weiß ich und diesem Erwartungsdruck setzte ich auch weder Emma noch mich aus!
    Das Einzige, was ich möchte, ist das Emma hier zuhause in ihrer gewohnten Umgebung ein möglichst stress- und angstfreies Leben führen kann.
    Ich glaube wir sind da auch auf dem richtigen Weg, aber es ist so wie Liz es schon beschrieben hat.
    100 Mal hat man mit dem Hund eine Situation erlebt, 100 Mal geht alles gut und beim 101. Mal bricht die absolute Panik aus. Es ist so unverhersagbar und das macht es für mich so schwierig!
    Natürlich gibt es Dinge und Situationen bei denen ich weiß, dass Emma damit nicht klar kommt (überfüllte Innenstädte, Markisen, Sonnenschirme etc.), aber da sind so viele Ungereimtheiten! Eine weggeworfene Zigarrettenschachrel auf dem Weg und sie latscht drüber, die selbe Schachtel auf der Wiese und Emma macht einen riesen Bogen drum herum, diese Sache mit den Gerüchen, meistens geht sie sehr offen auch auf fremde Menschen zu, manchmal weicht sie selbst bekannten Personen aus usw. usw.
    Aber Liz, du hast mich da auf eine Idee gebracht:
    Sie ist nicht kastriert und ist gerade läufig, seit gestern blutet sie, vielleicht hängt es wirklich damit zusammen, ist mir bei den vorhergehenden Läufigkeiten allerdings nie aufgefallen?!
    Und Janosch gibt Emma zwar in vielen Situationen Sicherheit und er war auch gestern dabei, aber wenn Emma so richtig in Panik verfällt, dann hilft auch Janosch nicht mehr!

    Hallo!
    Ich bins mal wieder und muß euch mal mein Herz ausschütten!
    Ihr wisst ja alle um Emmas Verhaltensproblematik (für die, die es nicht wissen, ich besitze eine 3,5 jährige ehemalige spanische Straßenhündin, deren Sozialisation vollkommen unklar ist und deren Problematik panische, teilweise phobische Angstzustände sind),
    in letzter Zeit war ich echt stolz auf sie! Zwar gab es imnmer noch mehr als genug Situationen, die mit ihr einfach nicht möglich waren, und sie nach wie vor in Panik versetzt haben, aber insgesamt hat sie die letzten Monate echte Fortschritte gemacht und hat mich teilweise echt überrascht, so z.B. vor zwei Wochen, als wir mit der Straßenbahn einmal durch die komplette Kasseler Innenstadt gefahren sind und sie ohne Anzeichen von Stress ganz entspannt neben mir lag - noch vor gar nicht allzu langer Zeit undenkbar.
    Die letzten drei Tage war ich mit ihr (und Janosch) bei meiner Mutter. Auch dort (meine Mutter wohnt in einer Kleinstadt) hat sie sich vorbildlichst verhalten, auch auf belebteren Plätzen und in der Innenstadt.
    Und seit dem wir gestern wieder da sind, jagt ein Rückfall den nächsten, wie aus heiterem Himmel.
    Als wir gestern Nachmittag wieder nach hause kamen und ich vor unserer Haustür stand und nichts böses ahnend die Haustür aufschliessen wollte, sah ich aus den Augenwinkeln, wie Emma, die bis dahin vollkommen entspannt neben mir stand, plötzlich die Nase hob, die Rute einklemmte und voller Panik einmal quer über die, vor unserem Haus gelegene, Wiese rannte. Auf Zuruf kam sie sofort wieder zurück, und tänzelte vollkommen gestresst vor unserer Haustür rum und wollte schnellstmöglich rein. Ich hab keine Ahnung, was sie so in Panik versetzt hat, denn ich hab weder etwas gesehen, noch etwas gehört. Evtl. hat sie etwas gerochen, hört sich vielleicht etwas komisch an, aber ich bin fest davon überzeugt, dass Emma auch vor vielen Gerüchen Angst hat. 100%ig weiß ich zwar noch nicht, was das alles für Gerüche sind (für uns, mit unseren unterentwickelten Riechorganen ist das auch nur sehr schwer vorstellbar), sie hängen aber unter anderem auf alle Fälle mit Essen zusammen, denn Emma ist immer total gestresst, wenn wir an einer Dönerbude oder einer Pizzeria vorbei kommen, oder jemand in ihrer Nähe grillt.
    Wenn ich da so drüber nachdenke, ist doch schon ziemlich krank, oder...
    Naja, egal. Jedenfalls ist Emma eit gestern total durch den Wind. In der Wohnung noch relativ entspannt, obwohl seit gestern auch mehr unter Spannung als sonst, ist sie draußen total "unter Strom", ziemlich nervös und hibbelig und sobald wir auf belebtere Straßen kommen geht irgendwie gar nichts mehr. Sie kneift die Rute ein, zieht an der Leine, ist nur noch bedingt ansprechbar und will aus diesen Situationen raus.
    Ich verstehs echt nicht, wir waren doch schon so viel weiter...
    Andererseits sind mir diese Rückschläge auch nicht fremd, so alle paar Monate passiert das mal, dauert immer so ein bis zwei Wochen an, und dann verfliegt es ganz automatisch wieder.
    Aber es ist immer so furchtbar frustrierend, wenn wie aus heiterem Himmel alle Fortschritte plötzlich wie weggeblasen sind, und am schlimmsten, ich noch nicht mal weiß warum...
    Werden auf alle Fälle anstrengende nächste Tage...
    Vielleicht fällt euch ja irgendetwas dazu ein?!

    Hundefutter ist absolute Glaubenssache.
    DAS beste Hundefutter gibt es leider nicht.
    Das für dich und deinen Hund beste Futter ist ...
    das Futter, dass dein Hund gut verträgt,
    das Futter, dass dein Hund gerne frisst,
    das Futter, dessen Zusammensetzung und Inhaltsstoffe dir am besten gefallen,
    das Futter, dessen Herstellungsverfahren möglichst schonend und mit dessen Firmenphilosophie du dich am besten identifizieren kannst!
    Viel Glück ;)
    (Falls es irgendetwas zur Sache tut - meine Hunde werden hauptsächlich roh ernährt - BARF - manchmal gibt es allerdings auch Markus-Mühle)

    Das Eingangsposting scheint ja für etwas Verwirrung gesorgt zu haben!
    Es gibt keinen bundeseinheitlich geregelten Leinenzwang in der Brut- und Setzzeit!!!
    Vielmehr liegt die Verordnung eines allgemeinen Leinenzwangs im Ermessen der einzelnen Landesregierungen und Kommunen!
    Ihr müßt euch da halt echt mal informieren!
    Ich wohne ja in Nordhessen, kurz vor der niedersächsischen Grenze.
    In Niedersachsen gibt es diesen Leinenzwang in der Brut- und Setzzeit, in Hessen glücklicherweise nicht!