Beiträge von Sleipnir

    Hallo!
    Seit Jahren trage ich mich mit dem Gedanken Ziegen zu halten.
    Bisher zwar noch nicht in die Tat umgesetzt, lässt mich dieser Gedanke in den letzten Monaten nicht mehr los.
    Zwar habe ich schon einige Bücher gelesen, aber einige Fragen blieben trotzdem unbeantwortet.
    Ich weiß, ist nicht ganz das passende Forum dafür, aber da ich weiß, dass es hier Ziegenhalter gibt, bzw. Leute die sich mit der Materie auskennen, stell ich meine Fragen einfach mal hier:
    Welcher Formalitäten bedarf es, um Ziegen zu halten?
    Wie kommt man an Weideland, ich hab echt keine Ahnung, wo man da nachfragt!
    Was wird mich der Spass ungefähr kosten, klar hängt von der Anzahl der Ziegen ab, vielleicht pro Ziege?
    Wie regelt ihr die Versorgung, wenn ihr mal ein Wochenende weg seid?

    Zitat

    Der Schäferhund meines Großvaters hat eben diesen
    abgeholt, als der aus der Kriegsgefangenschaft kam.
    Er hatte 170 Kilometer zurückgelegt und kam ihm
    mit blutenden Pfoten entgegen.

    Zitat

    Als ich gesehen hab wie unser Bobby gelitten hat las mein Vater verstarb und er bei uns in die Familie gekommen ist spricht das nicht dafür. Und er hat es bei uns gewiss gut.

    Solche Hunde gibt es, mit Sicherheit.
    Natürlich sind das Verhaltensweisen, die wir Menschen mit unverbrüchlicher Treue beschreiben würden, und uns, vielleicht auch weil wir selbst oft nicht so sind, sehr imponieren.
    Allerdings frage ich mich, ob dieses Verhalten wirklich "normal" ist.
    Welchen Selektionsvorteil hätte ein Wolfsrüde, bzw. ein Hunderüde einer wildlebenden Hundegruppe davon, wenn er kaum über den Tod seiner Partnerin hinweg kommt?
    Und ja, ich weiß, dass es von Günther Bloch auch Beobachtungen an freilebenden Wölfen gibt, die ein Verhalten gezeigt haben, dass wir mit Trauer beschreiben würden, allerdings war es in keinem Fall so ausgeprägt, dass es die betreffenden Tiere in ihrem Tagesablauf stark eingeschränkt hätte und es hat sie auch nicht davon abgehalten zu anderen Tieren innige Kontakte aufzubauen.
    Und wirklich erstrebenswert finde ich es auch nicht, eine so innige Beziehung zu seinem Hund aufzubauen, dass dieser ohne einen kaum lebensfähig ist.
    Bei meinem ersten Hund war es ähnlich, der hat wirklich gelitten, wenn ich mal ein paar Tage nicht da war.
    Aber ob das für ihn eine so tolle Situation war?
    Da hab ich doch lieber Emma und Janosch, die ich beruhigt bei meinem Bruder abliefern kann und bei denen ich weiß, dass sie dort eine gute Zeit verbringen ohne mir hinterher zu trauern!

    Ja, stimmt ja alles schon!
    In meiner derzeitigen Lebenssituation könnte ich mir auch auf gar keinen Fall vorstellen, einen meiner beiden Hunde abzugeben, aber auch nur, weil all die Macken die sie haben, und Emma hat einige davon, sich trotz allem so gut in unser Leben einpassen, dass unterm Strich die Haltung von Emma und Janosch mit mehr Vor- als Nachteilen verbunden ist.
    Und das ist es doch, was wir alle wollen!
    Hundehaltung ist nun einmal hochgradig egoistisch und die wenigsten Leute werden doch so uneigennützig sein und einen Hund nur um seiner selbst Willen zu halten, sondern weil sie sich davon Vorteile für ihr eigenes Leben erhoffen, sei es nun ein Hund als Arbeitspartner, Sportpartener, als Möglichkeit sein Leben aktiver zu gestalten, oder als emotionaler Ausgleich zu unserer "Ellenbogengesellschaft" usw. usw.
    Und davon würde ich niemanden hier aus dem Forum ausnehmen!
    So, was ist jetzt aber, wenn der Hund die Erwartungen, die an ihn gestellt werden in keinster Weise erfüllt?
    Sei es bei einem Schutzhundesportler, der Hund, der über zu wenig "Trieb" verfügt, bei einem Jäger der Hund, der nicht schussfest ist oder bei einem Züchter die zukünftige Zuchthündin, die sich doch anders entwickelt, als es der Rassestandard vorschreibt.
    Was spricht denn dagegen, all diese Hunde in ein Zuhause zu vermitteln, in dem all ihre "Mängel" nicht ins Gewicht fallen, in dem sie "nur" Kumpan und Familienmitglied sind?
    Ich weiß, meine Beispiele sind etwas anders gelagert, als das des Eingangspostings, aber in den meisten Antworten spiegelt sich ja euer grundsätzliches Unverständnis einen Hund, der nicht zu den eigenen Vorstellungen passt, abzugeben.

    Grundsätzlich teile ich ja eure Meinung, aber der Vergleich mit Partnern oder Kindern, der hinkt doch ganz gewaltig, und nur mal so nebenbei, wenn man aus, was weiß ich für Gründen nicht mehr glücklich in seiner Beziehung ist, dann trennt man sich doch auch, oder?
    Und dann würde ich gerne mal die Frage in den Raum stellen, da auch das in einigen Antworten anklang, ob Hundehaltung grundsätzlich eine schlechtere ist, wenn man sich emotional nicht so eng an einen Hund bindet, wie es hier im Forum "Gang und Gebe" ist?
    Die Motivation einen Hund Hund nur wegen der Neuanschaffung eines Welpens abzugeben ist natürlich wirklich sehr fraglich, aber wir wissen doch alle, dass Hunde absolute Opportunisten sind und uns die meisten für eine Bockwurst verkaufen würden, Rudelabgänge sind sowohl in Wolfs- als auch in Hunderudeln alltäglich und ich denke schon, dass die meisten Hunde, vorrausgesetzt die neue Haltung ist keine Verschlechterung, keine all zu großen Probleme haben sich an die veränderten Lebensumstände anzupassen.

    @ Roxybonny:
    Aus welchem Grunsd hast du denn mit dem Dummytraining angefangen, bzw. was möchtest du damit bezwecken?
    Ich mache mit Emma und Janosch ja auch Dummytraing, allerdings auch nur mit "normalen" Dummies.
    Klappt allerdings hervorragend!
    Für meine Beiden ist es Belohnung genug, nach dem Dummy zu suchen und ihn zu tragen, Emma nimmt in dieser Situation gar kein Futter (obwohl sie sonst wahnsinnig verfressen ist, spuckt sie mir beim Dummytraining jedes Leckerchen wieder vor die Füße!), Janosch freut sich zwar auch beim Dummytraining über Leckerchen, wirklich wichtig ist für ihn aber auch eher das Stöbern!
    Wahrscheinlich geht es doch bei euch auch eher um eine "Kanalisierung" des Jagdtriebs, oder?

    Naja, ich weiß nicht!
    Wenn ich meinen Hund mit der reinen Körperkraft kontrollieren muß, dann stimmt doch in der Beziehung Hund/Besitzer irgendwas nicht!
    Unsere beiden Hunde wiegen zusammen 60 kg, mehr als meine Freundin, trotzdem hat sie auf den Spaziergängen nie Probleme in dieser Hinsicht und das obwohl wir einen HUnd haben, der sehr schwierig ist und von panisch bis aggressiv teilweise alle "Gefühlsregungen" auf einem Spaziergang zeigt, aber so in die Leine gerschmissen, dass man seine ganze Kraft aufbieten müßte hat sich bei mir in 14 Jahren Hundehaltung noch kein Hund.

    Tut mir leid, ich muß mich den anderen anschliessen, diese mathematischen Berechnungen funktionieren vielleicht auf dem Papier, aber werden doch keinem Lebewesen gerecht!
    Diese ganzen Berechnungen finde ich sowieso leicht übertriben, seien es Berechnungen zu der Menge oder dem Anteil einzelner Komponenten.
    Wer macht das schon für sich selber?
    Ich habe keine Ahnung, wieviel Prozent meines Körpergewichts ich täglich an Nahrung zu mir nehme.
    Und genauso ist es bei meinen Hunden!
    Ich weiß, dass ich eine Hündin habe, die ihr Futter extrem gut verwertet und entsprechend wenig Futter braucht und einen Rüden, der ein ziemlich schlechter Futterverwerter ist und entsprechend viel braucht.
    Das war es aber auch schon!
    Ich kann euch ehrlich nicht sagen, wie schwer die Fleischbrocken sind, die ich da jeden Abend hinwerfe! Ok, so ungefähr weiß ich es natürlich schon, aber da hab ich nie irgendwas ausgerechnet, sondern mich einfach rangetastet und man merkt ja, ob ein Hund zu- oder abnimmt, da brauche ich keine Tabellen und auch keine Berechnungen!
    Ich finds wirklich absurd und vollkommen überzogen!

    Zitat

    Und noch was.
    Kinder mit 6 Jahren haben in der Hundeerziehung nichts verloren.
    Und fremde Nachbarkinder erst recht nicht.


    Ich hatte es jetzt nicht so verstanden, als wenn sich die eigenen Kinder, geschweige denn die Nachbarskinder in die Hundeerziehung einmischen, sondern das es schon soweit ist, dass die eigenen Kinder kaum noch mit dem Hund spielen, weil sie Angst haben und die Nachbarskinder kaum noch vorbeikommen, weil sie Angst vor dem Hund haben.
    Wo hast du gelesen, dass sie an der Erziehung beteiligt werden :???:

    Ich finde dieses Verhalten für einen neunmonatigen, vielleicht nicht ganz so selbstbewußten Retriever vollkommen in Ordnung.
    Es ist durchaus möglich, dass sie in den nächsten Monaten noch etwas Selbstbewußtsein aufbaut, aber ich kenne auch einige erwachsene Retriever, die sich von jedem Hund, und sei er noch so klein, "die Butter vom Brot nehmen lassen". Sie sind halt grundsätzlich extrem friedfertige und verträgliche Hunde, die möglichst jeden offenen Konflikt vermeiden, und das scheint deine Hündin ja zu beherschen.
    Ich sehe in dem Verhalten also nicht wirklich ein Problem, bzw. vielleicht habe ich dich auch nicht richtig verstanden, hat sie wirklich Angst (Panik) vor fremden Hunden, oder ist es nicht vielmehr so, dass sie extrem unterwürfig ist und beschwichtigt?
    Mit der Größe hat das alles übrigens gar nichts zu tun, schon eher mit dem Alter!
    Wenn der 12jährige Yorkshire-Terrier meines Vaters zu Besuch ist, dann werden meine beiden 30 Kilo-Monster aber ganz kleinlaut, obwohl sie ihn mit einem Happs verspeisen könnten, wenn sie wollten!

    Doch, gibt es!
    Ist bei meinen Eltern so, und war bei mir, bevor ich mein Studium angefangen habe auch über zwei Jahre so.
    Ich weiß, viele Leute kriegen die Krise, wenn man ihnen erzählt, dass der eigene Hund jeden Tag 8 Stunden alleine ist, aber...ich sags mal so, Hunde verpennen sowieso 16 Stunden des Tages, und ich glaube nicht, dass ein einigermaßen selbstsicherer Hund, einen Besitzer braucht, der ihm dabei "das Händchen" hält.
    Vorraussetzung ist natürlich, dass der Hund 100%ig problemlos alleine bleibt und ihm nach deiner Arbeitszeit deine ungeteilte Aufmerksamkeit zuteil wird, was natürlich manchmal, insbesondere nach einem harten Arbeitstag, durchaus belastend sein kann.
    Insgesamt hat das bei uns immer ziemlich gut geklappt, obwohl ich sagen muß, dass ein schlechts Gewissen bei mir immer da war...