Beiträge von Sleipnir

    Naja, was ich eigentlich wissen wollte, ist es möglich die Hunde über die Läufigkeit räumlich zu trennen, oder eher nicht?
    Bei zwei gegengeschlechtlichen Hunden im selben Haushalt halte sogar ich eine Kastration für vertretbar, allerdings nur, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit mehr gibt.
    Die Möglichkeiten, die ich sehe wären folgende:
    1.) räumliche Trennung im selben Haus
    2.) ein Hund wird auf "Kurzurlaub" geschickt (so hat Janosch die ersten beiden Läufigkeiten von Emma bei meinem Bruder verbracht, hat ausgesprochen gut geklappt!)
    3.) Sterilisation (!!!) des Rüden
    Erst wenn davon nichts in Frage kommt würde ich über eine Kastration nachdenken, aber mit Sicherheit NICHT bei einem fünfmonatigen Hund!!!

    Puh...das ist so schwer zu sagen.
    Müßte ich mich heute entscheiden würde ich mich wohl für Janosch entscheiden. Er ist viel leichter zu händeln, hat keine auffälligen Probleme (ok sein Jagdtrieb, aber den sehe ich weniger als Problem) und ich liebe einfach seine trottelige und gutmütige Art - neben ihm kann ich so richtig entspannen.
    Emma dagegen macht mich manchmal wahnsinnig, von 0 auf 100 in einem Sekundenbruchteil, launisch, teilweise aggressiv, hektisch, mir gegenüber viel zu unterwürfig...aber ich liebe sie nicht weniger als Janosch, nur auf eine ganz andere Art.
    Um es auf den Punkt zu bringen liebe ich Janosch für das was er ist und Emma liebe ich für das was sie mit mir schon erreicht hat...

    Tja, das ist das Problem, wenn man diese Rasse nicht kennt und das Tierheim diesen Hund als total unkomplizierten Labradormischling anpreist!
    Wobei, unkompliziert war sie auch mal - dann wurde sie erwachsen ;)
    Ja, hin und wieder machen wir mit den Hunden auch einzelne Spaziergänge, wobei ich in ihrem Verhalten anderen Hunden gegenüber keinen Unterschied feststellen kann ob Janosch dabei ist, oder nicht...
    Und ihr Schutztrieb ist eigentlich ganz gut händelbar, nur in den Situationen in denen er noch von ihrer Unsicherheit verstärkt wird, da wirds kritisch...

    Nein, ich will jetzt wirklich nicht noch mehr Öl ins Feuer giessen, aber ich sehe die ganze Sache etwas anders und gerade weil ich wohl allein mit meiner Meinung dastehe würde ich sie gerne äussern...
    Ich würde auch alles dransetzen den Hund in andere Hände unterzubringen, aber mal ganz ehrlich, das ist doch reichlich utopisch. Der Hund ist 11 Jahre alt, ist groß, ist krank und extrem verhaltensauffällig und daraus resultierend gefährlich.
    Wenn sich nicht durch einen Zufall etwas ergibt wird man für diesen Hund wohl keinen adäquaten Platz finden, wenn doch, dann würde es mich natürlich sehr freuen.
    Welche Alternativen hätte die Hündin denn dann?
    Noch einige Jahre hinter Gittern in irgendeinem Tierheim - nur damit sie am Leben bleibt???
    Nein ich weiß nicht, da würde ich dann auch eher zur Euthanasie raten.
    Das ist natürlich ein Wahnsinnsschritt die Entscheidung zwischen Leben und Tod zu treffen...
    Aber mal ehrlich, es geht hier um einen alten Hund der den Großteil seines Lebens schon hinter sich gebracht hat, wir reden doch nicht von einem rüpeligen Zweijährigen, der noch sein ganzes Leben vor sich hat.
    Auch ich bin davon überzeugt, dass sich dieser Hund in einem neuen Zuhause leicht einfinden wird, aber auf Grund ihrer massiven Verhaltensprobleme ist das doch ein Leben, dass nur aus Einschränkungen besteht, kein Freilauf, kein Kontakt zu anderen Hunden, kein Kontakt zu anderen Menschen, ständig gegängelt und eingegrenzt um die Allgemeinheit zu schützen...ich weiß nicht, ob das alles so im Sinne des Hundes ist!
    Ich finde die Diskussion hier halt etwas einseitig beleuchtet und denke, dass man vielleicht auch mal die andere Seite betrachten sollte...

    Der Thread ist ja wirklich interessant... ;)

    Zu euren Fragen:

    Zitat

    Björn, was passiert, wenn Janosch frei ist, zu einem anderen Hund läuft und du Emma an der Leine behälst ?

    Das geht ja nur, wenn der andere Hund auch abgeleint ist und da ist es eigentlich kein Problem (Würde ich Janosch zu einem angeleinten Hund laufen lassen der in Emmas Feindbild passt würde sie genauso toben wie in der Situation, dass ich beide Hunde an der Leine führe). Ist es ein fremder Hund läuft es meist folgendermaßen ab: Janosch fängt den anderen Hund ab und beschäftigt sich mit ihm. Emma entscheidet dann je nach Sympathie und Tagesform, entweder läuft sie auch in Richtung Hund und nähert sich vorsichtig an oder sie ignoriert den anderen Hund völlig und schaut ihn nichtmal an. Passiert zweiteres, dan hat sie auch absolut keine Lust auf eine Kontaktaufnahme und zeigt das dann auch recht deutlich, wenn der fremde Hund doch zu ihr kommt. Sie springt dann allerdings keineswegs in die Leine oder fängt an zu kläffen, oftmals reicht schon ein einfaches Leftzen-hochziehen, also absolut im Rahmen...
    Ich glaub wir hätten auch gar kein Problem, wenn es hier auf dem Dorf nicht an der Tagesordnung wäre seinen Hund sofort panisch anzuleinen, wenn man fremden Hunden begegnet....


    Zitat

    Ich vermute, dass Emma viel mehr geistiges Futter braucht, um ausgelastet zu sein und sich auf diesem Weg ihre Aufgabe sucht. Machst du Hundesport o.ä.?

    Das würde ich jetzt einfach mal bestreiten... :D
    Ich mache zwar keinen Hundesport in irgendeinem Verein oder so (mit Vereinen oder ähnlichen Gruppierungen könnt ihr mich jagen ;) ), versuche aber trotzdem meine Hunde sowohl körperlich als auch geistig auszulasten.
    Etwa 2 Mal in der Woche mache ich Dummytraining, lege auf den Spaziergängen immer wieder kleine Fährten, mache Suchspiele, "frage" Gehorsamsübungen ab etc.
    Die Hunde begleiten mich regelmäßig am Mountainbike, am Pferd oder auf Joggingstrecken.
    Insgesamt bin ich am Tag so 2-3 Stunden mit den Hunden unterwegs.

    Ich denke eher, dass Emmas Verhalten eine Mischung aus rassespezifischem Verhalten (Perro de Pastor Mallorquin: Hunde mit großer Individualdistanz, die fremde Hunde erstmal als Konkurrenten betrachten) und Unsicherheit ist.