Beiträge von Sleipnir

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    Ich hatte Hoffnung, dass ich sie irgendwann (vielleicht in einem halben jahr?) auch ohne Leine laufen lassen konnte (wir wohnen ländlich, Wild gibt es hier überall)
    Und nun? Ich weiß im Moment gar nicht wie ich weiter arbeiten soll.

    Das eine hat mit dem anderen nicht wirklich viel zu tun! Heute saß die Beute doch direkt vor ihrer Nase, sie war unbeaufsichtigt und hat ihre Chance genutzt!
    Unsere Hündin bspw. jagt fast nie. Sie käme gar nicht auf die Idee einem Vogel hinterher zu jagen oder einem Reh, dass schon 30 Meter Vorsprung hat...eben weil sie weiß, dass sie keine reele Chance hat. Sie schlägt nur zu, wenn die Chance wirklich groß ist und damit ist sie dann auch leider oft erfolgreich.
    Was ich dir damit sagen will...arbeite weiter an eurem AJT...es wird sich lohnen, denn es ist um ein vielfaches einfacher einen Hund, auf dem Spaziergang, wenn du ihn ständig im Auge hast, am Wild zu kontrollieren, als in einem unbeobachteten Moment mit der Beute vor der Nase! Möglicherweise (zumindest war das bei uns so!) wird euch diese Vorfall draußen auf euren Spaziergängen noch nichtmal zurückwerfen!

    Ich würd das nicht wirklich von der körperlichen Überlegenheit abhängig machen, sondern von den grundsätzlichen Erfahrungen, die ich mit diesem Hund gemacht habe...wie unterordnungsbereit ist er, wie groß ist sein Vertrauen in mich als Rudelführer etc.
    Janosch und Emma könnten wahrscheinlich 300 Kg wiegen und würden sich trotzdem noch in jeder Situation von mir beeindrucken lassen.
    Das mag bei Pflegehunden mit ungewisser Vergangenheit ganz, ganz anders aussehen, aber da muss ich auch einfach gestehen, dass ich damit keinerlei Erfahrungen habe. Meine bisherigen Erfahrungen beschränken sich eigentlich nur auf Hunde, die zwar schonmal versuchen ihre Grenzen auszutesten und durchaus auch mal etwas renitent werden, aber so ganz grundsätzlich die uneingeschränkte Führung durch den Menschen nie in Frage stellen!

    Ich möchte jetzt nicht, dass der Eindruck entsteht ich würde meine Hunde ständig vermöbeln, aber bleiben wir doch mal bei diesem Beispiel:
    Ein Junghund beißt mich in...sagen wir mal vorsichtig... nicht gerade spielerischer Art und Weise. Genau in diesem Moment kommt aber auch schon meine Reaktion darauf indem ich ihm eine überbrate, ihn wegschubse, auf den Boden drücke, was weiß ich...
    Er macht also sehr, sehr zeitnah die Erfahrung, dass Beißen negative Konsequenzen für ihn nach sich zieht! Das ist doch situationsgerechte Hundeerziehung, oder etwa nicht? Warum soll ich da wieder über tausend Umwege wie Ignorieren, ihm eine Auszeit verpassen oder sowas in der Art arbeiten?
    Seh ich doch gar nicht ein! Tut er mir beabsichtigt weh, hat das SOFORT eine sehr unangenehme Wirkung für ihn Punkt Aus! Sollte doch für einen renitenten Junghund schnell verständlich sein!
    Außer Frage steht, dass diese Aktion natürlich emotionslos, schnell und mit der nötigen Vehemenz durchgezogen werden muss...denn wenn meine Reaktion den Hund nicht wirklich beeindruckt kann ich dieses "Spielchen" noch zehnmal machen und der Hund fährt dabei immer mehr hoch!
    Das soll ja kein Machtkampf werden - das muss eine einmalige Aktion sein, die so deutlich ist, dass der Hund nicht im Traum daran denkt das nochmal auszutesten, alles andere würde die Situation wohl nur verschlimmern!

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    Tierkommunikatoren kommunizieren in Bildern, Gefühlen, Farben, Klängen und eben auch in Worten. Ich denke, dass man sich diese als quasi "schon übersetzt" vorstellen muss.
    Ich habe gerade neulich von einer Tierkommunikatorin erfahren, dass sie Schmerzen der Tiere am eigenen Körper empfindet und so benennen kann.
    Telepathie trifft es durchaus, denke ich.
    Man geht eben davon aus, das der 6.Sinn, der übersinnlich Sinn sozusagen, den Menschen abhanden gekommen ist, den Tieren aber nicht.
    Man kann sich diesen aber wieder erarbeiten, mit Übungen, Meditation, Konzentration und dann eben über diesen kommunizieren.

    Wie gesagt fällt mir auch der Glaube daran mehr als schwer, aber das hört sich doch schon ganz anders an als ein Gespräch mit einem Tier zu führen!
    Allerdings findet man doch auf allen möglichen Tierkommunikations-Seiten im Netz angebliche Gesprächsprotokolle...also muss eine Kommunikation im engeren Sinne ja doch möglich sein - zumindest angeblich...
    Und da hätte ich einfach mal gern gewußt woher die Tiere das Wissen haben unterschiedlichste Dinge zu benennen für die es in der Menscheitsgeschichte einen jahrtausendelangen Vorlauf benötigte! Ist dieses Wissen vom Himmel gefallen???

    Ich versuch es jetzt nochmal ganz sachlich:

    Wir hatten die Katze und die Gebärmutter, nun haben wir einen Hund mit Lendenwirbelproblemen.

    Man empfängt also irgendwie von dem Tier die Information, dass er Schmerzen im Lendenwirbel hat.
    Kann es sich denn da wirklich um eine wechselseitige Kommunikation mit dem Tier handeln? Kann man das nicht vielleicht eher als telephatische Fähigkeiten beschreiben???
    Denn auch wenn es mir sehr, sehr schwer fällt mir das vorzustellen erscheint es mir immer noch logischer als die Vorstellung eines wirklichen Gesprächs, einer Kommunikation im engeren Sinne. Denn würde es sich um eine wechselseitige Kommunikation handeln, dann müsste der Hund seinen Lendenwirbel benennen können und dem stehen meines Erachtens nach unzählige Faktoren entgegen:

    1.)Als Grundvorrausetzung bräuchte der Hund ein Selbstbewußtsein - nach heutigem Forschungsstand eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.

    2.) Es müsste eine Kultur der Wissensvermittlung unter Hunden geben, es müsste "lehrende" Hunde geben, die anderen Hunden anatomische Kenntnisse beibringen.

    3.) Dieses medizinisch-anatomische Wissen fällt nicht vom Himmel, es muss erworben werden!!! Bei uns Menschen waren dazu jahrtausendelange Forschungen, Überlegungen und Experimente notwendig...in welcher Form soll das bei Hunden geschehen sein? Wie haben sie medizinische Experimente durchgeführt??? Warum findet man keine Hinweise darauf???

    Um meine Frage nochmal auf den Punkt zu bringen:

    Wie ist es einem Tier möglich medizinisch-anatomische Kenntnisse zu besitzen und diese innerhalb einer wechselseitigen Kommunikation zu benennen?

    Zitat

    aber mal ganz ehrlich,meinst du wirklich das der hund irgendwann noch einmal wirkliches vertrauen oder eine bindung aufbauen kann zu seinem herrchen?

    JA!
    Vorausgesetzt irgendwelche körperlichen Übergriffe unterbleiben in Zukunft, der TS informiert sich eingehend (!!!) über hundliches Lernverhalten und wendet dieses Wissen auch an!
    Wenn Hunde soetwas nicht verkraften würden (womit ich Schläge und für den Hund uneindeutiges Verhalten nun beileibe nicht gutheißen will!!!), wie haben sie dann die letzten 12 000 Jahre durchgestanden? Das Wissen um hundliches Lernverhalten und eine entsprechende Erziehung ist doch noch eine recht neue Errungenschaft...in der Vergangengheit ging es da doch meist etwas rustikaler zu...

    Klar war das absolut nicht in Ordnung was da bisher gelaufen ist...und ja, auch ich war geschockt! Hab ich ja auch in meinem Posting geschrieben!
    Allerdings gibt es einen großen Unterschied seinem Unverständnis Ausdruck zu verleihen oder andere Leute zu diffamieren bzw. zu beleidigen!
    Uns ist doch allen daran gelegen, dass dem Hund geholfen wird und der TS sein Verhalten dem Hund gegenüber ändert, oder?
    Glaub ihr wirklich, dass es da der richtige Weg ist erstmal zu sagen:" du bist ein Tierquäler und kriegst es eh nicht mehr hin, gib deinen Hund lieber ab...und die Kinder gleich mit, solltest du welche haben..."???