Beiträge von Sleipnir

    Ganz umsonst mache ich es nicht...und das Ziel ist schon, dass die Besitzerin langfristig mitarbeitet oder im Zweifelsfall zu dem Entschluß kommt, dass sie so überfordert ist, dass es vielleicht doch besser wäre ein neues Zuhuause für den Hund zu finden...
    Wir stehen da noch ganz am Anfang...mal gucken in welche Richtung sich das entwickelt...

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    Das fängt meiner Meinung aber schon damit an, indem ich die vom Hund gewünschte Situation nicht zustandekommen lasse.

    Aber das geht doch nicht immer...
    Man geht um irgendeine Kurve und schon kommt einem ein Hundehalter entgegen...

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    Was heißt in diesem Falle "nicht akzeptiert"??? Bekommt er nur nen Rüffler, oder gehts dann gleich hart auf hart???

    Bring ihn doch erstmal nur mit einem Hund zusammen und trainiere nebenbei. Dann kannst du das Ganze mit der Zeit steigern usw.

    Zuerst würde ich mir einen Trainingsplan zurechtlegen und ein, max. zwei Hunde als Sozialkontakt und dann, wenn es hier gut funktioniert, einen Schritt weitergehen.

    Nein...natürlich lass ich ihn im Moment noch nicht in der Gruppe mitlaufen...der würd mir da ja alles sprengen...
    Ich trainiere im Moment hauptsächlich mit ihm alleine und nehm ganz punktuell...für 5-10 Minuten mal einen anderen Hund mit dabei...
    Und Nein...es kommt da zu keinen ernsthaften Auseinandersetzungen...aber er eckt halt mit seiner prolligen, machohaften Art bei den durchweg älteren Hunden ganz schön an...

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    Ich fang doch nicht in einer Problemsituation an, mit einem nicht ansprechbaren Hund zu arbeiten

    OK...das ist doch mal ne Aussage...ich war nämlich bisher eigentlich der Meinung, dass ich mir dieses Verhalten von Anfang an NICHT bieten lasse und daneben natürlich an all den anderen Dingen wie fehlende Bindung, fehlender Auslastung auch arbeite, da sich das ja alles bedingt und beeinflußt.

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    wieso übst du denn mit dem Hund? grübel
    das muss doch die Besitzerin machen.

    Schwierige Situation...ich drück es mal vorsichtig aus...es gibt Leute, die Probleme immer wieder verdrängen...sich diesen Problemen nicht stellen und lieber ihren Hund dauerhaft und ausschließlich in Haus und Garten halten als einmal konsequent am Verhalten des Hundes zu arbeiten...
    Warum ich das mache...weil mir der Hund furchtbar leid tut...

    Zitat

    Habt ihr keinerlei Möglichkeit, dem Hund erstmal überhaupt Sozialkontakte anzubieten?


    Doch die Möglichkeit besteht...ich kann ihm sechs verschiedene Hunde anbieten...von denen er durch seine plume, aufdringliche Art aber nicht von allen akzeptiert wird...
    Das gemeinsame Spazierengehen mit anderen Hunden wird aber ein fester Bestandteil des Trainings werden, um ihm darüber erstmal überhaupt Sozialkontakte zu ermöglichen...

    Bringt mich jetzt nicht weiter!

    Du bist Club-Mitglied, bitte schick mir noch mal deine Adresse als PN.

    Danke!

    @ all:

    Problem ist folgendes:
    Es ist nicht mein Hund, sondern ein zweijähriger Labrador-Rüde aus der Nachbarschaft mit dem ich trainiere.
    Der Hund ist völlig unterfordert und sozial isoliert.
    Er ist leidlich verträglich...bedrängt Hündinnen ganz schön und lässt bei Rüden den Macker raushängen...er kennt halt gar keine Hundebegegnungen.
    Ihm fehlen die meisten Basics der Grunderziehung und es ist für ihn eine völlig neue Situation mit Menschen zusammen zu arbeiten.
    Ich versuch ja schon mit möglichst großen Distanzen zu arbeiten und Bögen zu laufen...Problem ist hier allerdings:
    Wir wohnen recht ländlich...da wo man wirklich toll trainieren könnte...in der Feldmark...trifft man kaum Hunde...wenn man HUndebegegnungen sucht, dann muß man hier recht ortsnah bleiben oder am besten innerorts gehen...da kann man aber wegen Bebauung, Gärten etc. kaum ausweichen...
    Ziemliche Zwickmühle im Moment!
    Bevor dieser Hinweis kommt:
    Ich weiß auch, dass da am besten ein kompetenter Hundetrainer einbezogen werden müsste...dazu scheint die Besitzerin aber (noch???) nicht bereit...fällt also erstmal flach...

    Mir sind schon oft Wildschweine begegnet...Einzeltiere...ganze Rotten...
    BIsher sind sie IMMER geflüchtet...genauso wie man es von anderen Wildarten auch kennt.
    Natürlich sind Wildschweine sehr wehrhafte Tiere, aber da wo es möglich ist ziehen auch sie die Flucht vor. Gefährlich werden sie nur, wenn sie in die Enge getrieben werden, d.h. deine Hunde sie stellen würden, oder wenn sie ganz junge Frischlinge führen, was derzeit auch nicht gegeben ist.
    Insgesamt halte ich die Gefahr als Spaziergänger von Wildschweinen angegriffen zu werden für verschwindend gering!

    Egal was man mit Hunden macht...sei es jetzt Tierheilpraktikerin, Tierphysiotherapeutin oder Hundetrainer/Verhaltenstherapeut all diesen Berufsbildern ist gemeinsam, dass du die Ausbildung selbst finanzieren musst und hinterher wahnsinnig viel Konkurrenz hast...mit Hunden wollen nämlich so einige arbeiten :-)
    Das heißt also, man muß irgendwelche Marktlücken für sich erschließen und darauf hoffen, dass das eigene Konzept zum Erfolg führt.
    Weiterhin ist man gezwungen selbstständig tätig zu sein, d.h. volles unternehmerisches Risiko liegt bei dir, Steuern müssen abgeführt werden, Versicherungen bezahlt werden, Altersvorsorge etc.
    Ich habe einwen Hundetrainer in meinem Bekanntenkreis der von dieser Arbeit wirklich lebt...ja...manchmal beneide ich ihn...aber tauschen...NIE IM LEBEN!!!
    Der arbeitet sechs Tage die Woche, teilweise 10-12 Stunden, tingelt ständig durch ganz Deutschland um sich weiterzubilden und hat am Ende des Monats weniger Geld damit raus als ich mit einer 25-Stunden-Stelle...und das schlimmste:
    Keine Zeit mehr für einen eigenen Hund...dem könnte er bei diesem Arbeitspensum nämlich nicht mehr gerecht werden!
    Mein Tipp daher:
    Mach eine andere Ausbildung, irgendwas was dich interessiert und womit du deinen Lebensunterhalt verdienen kannst. Hinterher suchst du dir eine Teilzeitstelle, damit zumindest die Lebenshaltsungskosten gedeckt sind, deine Sozialversicherungen vom Arbeitgeber abgeführt werden etc.
    Und dann hast du nämlich noch Zeit nebenher, in ganz kleinem Rahmen, dir irgendetwas mit Hunden aufzubauen!
    So mache ich das nämlich im Moment. Mit 25 Stunden arbeite ich als Sozialarbeiter und nebenher bau ich mir seit 2 Jahren ganz, ganz langsam einen Gassi-Service auf. Läuft im Moment alles über Mund-zu-Mund-Propaganda...keine Ahnung, wo das mal endet...aber selbst wenn ich das irgendwann wieder an den Nagel hänge, in meiner Region kein Bedarf mehr dafür besteht...ich hab immer noch nen Job, der mir mein Leben finanziert!

    Muss ich mit einem unangeleinten Hund denn unbedingt in einem NSG laufen gehen??? Wir reden hier von meist recht kleinen, oft nur wenige Hektar großen Flächen...die kann man doch wunderbar aussparen auf seinen Spaziergängen, oder?
    Es gibt in unserer dichtbesiedelten Kulturlandschaft so wenige Flächen wo sich wildlebende Tiere zurückziehen können, wo kein Jagddruck herrscht etc....da muss man doch nicht noch unbedingt einen Hund durchscheuchen...

    Im Moment sehr gut...war aber auch ein sehr langer und sehr steiniger Weg bis dahin!
    Den ganzen Sommer über ist sie sehr schlecht gelaufen, hat ständig gehumpelt, Krallen haben sich entzündet und mussten gezogen werden, "wildes" Fleisch ist gewuchert usw. usw.
    Bis Anfang September ist sie mit Sicherheit mit mehr oder weniger starken Schmerzen gelaufen...
    War kein schöner Anblick und man fragt sich in solchen Situationen natürlich schon, ob man dem Hund dieses monatelange Leid nicht lieber erspart hätte... :/
    Seit einigen Wochen hat sich ihr Gesamtzustand aber sprunghaft verbessert, sie flitzt wie ein junger Hund über die Wiesen, läuft ohne zu Humpeln sogar wieder über geschotterte Wege und kann endlich wieder normal be- und ausgelastet werden!
    Aber die nächste Hiobsbotschaft bahnt sich schon an...an der Milchleiste wurde bei einer Routinekontrolle ein Knoten entdeckt...im Moment weiß noch niemand, ob das eine gutartige Geschwulst oder ein wachsender Tumor ist...
    Ich hoffe auf alle Fälle das Beste!!!

    Aber braucht man da wirklich Fachwissen um einen solchen Vorfall zu vermeiden? Reicht da nicht der gesunde Menschenverstand...
    Wäre das der erste Vorfall in dieser Art gewesen dann könnte man vielleicht so argumentieren, aber der Hund hatte doch schon einmal zugebissen!!! Da müsste es doch eigentlich klar sein, dass an diesem Verhalten gearbeitet werden muss und der Hund erstmal keinen ungesicherten Freilauf auf einer Walking-Jogging-Radfahr-Rennstrecke bekommt...