Beiträge von Sleipnir

    Ich bin auch berufstätig...allerdings in der Jugendarbeit und somit fängt mein Arbeitstag erst nachmittags an...aber vielleicht ist es ja trotzdem interessant:

    zwischen 8.30 und 9.00: Aufstehen
    9.30: halbe Stunde mit den Hunden raus, danach füttern
    10.00 - 12.00 Uhr ist für die Hunde Ruhe angesagt...die liegen dann irgendwo rum und dösen, ich sitz...wie jetzt...am Pc...mach irgendwelche Sachen im Haushalt...geh einkaufen etc.
    12.00 - 13.30: großer Spaziergang mit den Hunden
    15.00 - 21.30: bin ich arbeiten, Hunde sind allein bzw. ein- bis zweimal die Woche nehm ich sie auch mit zur Arbeit
    zwischen 22.30 & 23.30: nochmal ne Viertelstunde mit den Hunden raus

    Hm...dann melde ich mich hier auch mal zu Wort...
    Tanja...du hast auch mein ganzes Mitgefühl! Es muss grausam sein so lange in Ungewissheit zu schweben und nicht zu wissen ob der eigene Hund überhaupt noch lebt...
    Was ich aber einfach komisch finde...er ist verschwunden im alltäglichen Gassigebiet...und über 10 Tage später nur 7 Km von euch zuhause noch mal aufgetaucht...seitdem keine Spur mehr...
    Das spielt sich also alles sehr nah an seinem Zuhause ab und am 30. war er - wenn er es denn war!!! - ja auch definitiv allein unterwegs...warum ist er nicht einfach nach hause gelaufen?
    Vielleicht ist das ne blöde Frage...aber wenn ein Hund seit über 10 Tagen unterwegs ist und nur 7 Kilometer von Zuhause entfernt ist...warum steuert er dieses Zuhause nicht sofort an?

    Jetzt mal unabhängig davon, dass Hunde trinken weil sie Durst haben - dem lässt sich ja wirklich durch das Mitnehmen von Wasser entgegensteuern...aber ich seh da ne ganz andere Schwierigkeit...meine derzeitigen Hunde, mein voriger Hund, meine Gassihunde und ganz viele Hunde aus dem Bekanntenkreis machen sich einen Spaß daraus in jede Schlammpfütze und jeden Tümpel reinzuspringen...im Sommer natürlich hauptsächlich zur Kühlung...bei mehr als 20 Grad wird eigentlich ausnahmslos JEDES Wasserloch angesteuert! Dabei lässt es sich doch gar nicht vermeiden, dass sie auch trinken...
    Dürfen eure Hunde das auch nicht? Oder habt ihr es irgendwie hinbekommen, dass eure Hunde sich zur Kühlung in die Schlammpfütze legen OHNE zu trinken???

    Meine Hunde machen so viele ekelige, gesundheitsgefährdende Sachen (halb verweste Tiere anknabbern, mal ein bisschen Kot probieren etc.) da halte ich das Trinken aus Pfützen noch für die kleinste Gefahr...und wie soll ich einem Hund praktisch den Unterschied zwischen einem stehendem und einem fließendem Gewässer erklären? Was ist im Sommer, wenn der Hund in irgendeinem Teich schwimmt? Schwimmen ja - Trinken nein?

    Zitat

    Wenn ich meinen Hund anleine, bleibt der Lerneffekt schlicht und einfach aus.

    An der 2-Meter-Führleine mit Sicherheit...
    Allerdings wirst du um eine (Schlepp-)Leine nicht herumkommen, denn du brauchst ja irgendeine Zugriffsmöglichkeit auf den Hund, da sie ja in diesen Situationen NICHT abrufbar ist!

    Ach frustrierend ist das alles...scheinbar geht der Schuss mit dem Hund nach hinten los und es entwickelt sich gerade alles so wie es eigentlich NICHT sein sollte... :/
    Snoopy (so heißt der Labrador) ist eigentlich ein recht einfacher Hund...er dreht zwar schnell hoch und hat ne wirklich geringe Frustrationstoleranz, aber mit einer souveränen, konsequenten Führung ist er trotzdem recht gut zu händeln...labbimäßig hat er halt einen starken will to please...
    Das anfänglich große Problem bei Hundebegegnungen wird immer kleiner, einzig bei Hundebegegnungen auf recht engen Wegen ohne Ausweichmöglichkeiten gehen manchmal noch die Pferde mit ihm durch...bis hierhin eigentlich perfekt...ABER...die Besitzer wollen oder können es nicht umsetzen...es wird nach wie vor fast nichts mit dem Hund gemacht und Snoopy bindet sich immer stärker an mich...verständlich...denn ich bin für ihn ja derzeit der einzige Schlüssel zur Aussenwelt!
    Er betritt nach den Spaziergängen kaum noch freiwillig das eigene Grundstück...die ganze Körperhaltung ist völlig verkrampft und unsicher sobald er seine Besitzer sieht...er versucht mir hinterher zu kommen...fängt neuerdings an zu randalieren, wenn ich gehe etc.
    Die Besitzer scheinen das Problem aber trotzdem nicht zu sehen...wollen nicht mit ihm arbeiten...aber abgeben wollen sie ihn auch nicht...
    Das was ich da tue ist eigentlich vergebliche Liebesmüh...eigentlich sollte ich damit aufhören...aber der Hund tut mir so leid...
    Ziemlich verfahrene Situation...keine Ahnung, ob es da noch eine Verbesserung gibt...im Moment seh ich keine... :/

    Klar kann immer was passieren...wir haben auch ne Katze bei zwei großen Hunden, aber weder interessiert sich die Katze für Kauknochen, Hundespielzeuge oder Hundefutter noch tobt sie wild mit den Hunden...und gerade Auseinandersetzungen um Ressourcen oder ein ausgelassenes Spiel sind doch durchaus Situationen in denen Hunde immer mal wieder übers Ziel hinausschießen...bei meinen beiden 25/30-Kg-Hunden jault dann einer mal auf, schüttelt sich und die Welt ist wieder in Ordnung...hätte ich aber ein HUnd, der nur ein Zehntel davon wiegt könnte der in solchen Situationen durchaus ernsthaft verletzt werden...und dieses Risiko würde ich persönlich einfach nicht eingehen wollen...und ein 3-Kg-Hund ist jetzt schon verdammt klein und zart...

    Da fällt mir ein...ich kenn sogar einen Fall wo genau die Konstellation Golden Retriever und Yorkie nicht gut endete...
    Hab ich vor einigen Jahren mal im Fernsehen gesehen...Golden Retriever-Hündin und Mini-Yorkie leben absolut problemlos zusammen...ausgelöst durch einen Kauknochen kommt es zu einer Auseinandersetzung...die Retriever-Hündin verteidigt durch Abwehrschnappen ihren Knochen, erwischt den Yorkie ganz unglücklich im Genick und der kleine Hund ist tot...

    Ich denke einfach, dass es ganz extrem von der Persönlichkeit des größeren Hundes abhängt, ob das klappt oder nicht!
    Emma bspw. könnte ich mit jedem noch so kleinen Hund zusammen halten. Sie ist sich ihrer Kraft absolut bewußt, kann sich auf kleine Hunde einstellen und geht mit diesen entsprechend vorsichtig um...
    Janosch ist da ein ganz anderes Kaliber. Er hat mit seinen vier Jahren immer noch nicht begriffen, dass nicht jeder Hund in seiner Gewichtsklasse ist...grundsätzlich ist er auch zu kleinen Hunden absolut freundlich, aber fängt er an zu toben, dann wird gerempelt, der andere über den Haufen gerannt, die Vorderpfote spielerisch auf den Rücken des anderen HUndes geschlagen etc.
    Bei ihm müsste ich da ständig regulierend eingreifen und trotzdem wäre immer das Risiko gegeben, dass er einen deutlich kleineren Hund unabsichtlich verletzt...
    Und da seh ich halt einfach das Problem...hole ich mir zu einem Kleinsthund einen Welpen einer Großrasse, dann kann ich im Vorfeld einfach nicht abschätzen wie sich dieser Welpe entwickeln wird...

    Das seh ich aber eigentlich auch so...
    Ich geb eigentlich sehr wenige Kommandos und wenn dann mit sehr ruhiger Stimme...springt aber direkt vor uns ein Hase auf und ich lass einen richtigen "Brüll" los...und da ist es völlig egal, ob ich nun den Namen des Hundes, Nein, oder meinetwegen auch Rumpelstilzchen rufe...dann sind die Hunde meist so verdattert, dass sie im Regelfall stehen bleiben und ich sie einsammeln kann...
    Sowas darf natürlich nicht ständig passieren, sondern nur in absoluten Notsituationen, ansonsten würde sich die Wirkung ja nach und nach abschleifen...
    Es gibt so viele Theorien zur Hundeerziehung, die man sich aneignen kann, die hab ich persönlich auch im Hinterkopf, aber trotzdem lass ich mich in den letzten Jahren mehr und mehr von meinem Bauchgefühl leiten, denn ich hab die ERfahrung gemacht, dass ich so einfach am authentischten wirke und die größtmögliche Souveränität ausstrahlen kann, als wen ich angesichts einer wie auch immer gearteten Extremsituation erstmal überlege wie ich jetzt am besten handle...