Jetzt haben ja viele noch einen anderen Aspekt hinzugebracht, nämlich dass der Hund nicht hoftreu ist, sondern so besitzerfixiert, dass er aus diesem Grund das Grundstück nicht selbstständig verlässt...
Ich überlege gerade...ist das wirklich ein Unterschied?
Wir spinnen das ganze mal weiter...das Haus mit dem uneingezäunten Grundstück ist kein Ferienhaus, sondern ihr wohnt dort...es ist das Zuhause des Hundes.
Würde der Hund euch dann immer noch folgen wenn ihr zum Einkauf fahrt oder zur Arbeit?
Ich weiß...das ist ne absolut theoretisch konstruierte Situation, da kaum jemand von uns so wohnt...ich frag mich allerdings was es mit dieser Hoftreue wirklich auf sich hat?
Wie war es möglich Hunde dahingehend zu selektieren, dass sie ganz automatisch, ohne jedes Training ein Stück Land nicht verlassen, dass viel, viel kleiner ist als das natürliche Streifgebiet eines Hundes? Und das eine natürliche Hoftreue für den Hund als Art insgesamt eher ungewöhnlich ist, dass zeigen ja all die Hunde die auch mit viel, viel Training jede Chance nutzen um trotzdem alleine auf Streifzüge gehen!
Sind Hunde, die hoftreu sind in der Tendenz vielleicht eher unsicher und unselbstständig und trauen sich vielleicht gar nicht alleine loszuziehen? So würde ich das nämlich bspw. bei Emma einschätzen. Sie ist ein eher unsicherer, sehr führerbezogener Hund, die alleine, ohne uns, gar nichts mit sich anzufangen wüßte.
Aber was ist mit Janosch...der ist selbstständig, der versucht sich bei jedem Spaziergang in wildreichem Gebiet aus dem Staub zu machen...der wüßte sich die Zeit zu vertreiben, der würd nämlich jagen gehen...
Warum kann ich aber auch ihn an einer Hütte, direkt am Waldrand, am Anfang eines super interessanten Jagd- und Streifgebietes, völlig unbeaufsichtigt den ganzen Tag laufen lassen ohne das er auch nur das kleinste Anzeichen zeigt sich selbstständig zu machen...
Wo ist da der Jagdtrieb, der mich auf den Spaziergängen manchmal die Haare raufen lässt?