Beiträge von Sleipnir

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    Aber fuer eben diese HH's ist es ein grosses Problem...ich finde nicht das man das als HH mit einfach nur mehr Erfahrung als Otto-Normal-Hundehalter runterspielen sollte.

    Damit haste natürlich recht...aber ich wollte eigentlich auf was anderes hinaus:
    Jemand der Hundetrainer ist...jemand, der hoffentlich ne fundierte Ausbildung gemacht hat und seit Jahren bzw. Jahrzehnten nix anderes macht, als mit Hunden zu arbeiten, der sollte auch für den erfahrenen und ambitionierten HUndehalter noch irgendwas neues zu bieten haben...neue Ansätze, neue Methoden, einen professionellen Blick auf Probleme, eigene Forschungen etc.
    Und das seh ich beim Rütter eben nicht!
    Ich hab von dem bisher noch nix gehört oder gelesen, was der engagierte und belesene Hundelaie nicht auch weiß...
    Für mich ist der Rütter...obwohl ich ihn eigentlich ganz gern mag...echt kein Vergleich zu Leuten wie Bloch, Ziemen und Co.

    Seh ich ähnlich...der Rütter ist ein netter Typ, der sich einfach wunderbar verkaufen kann...sieht aus wie Schwiergermutters Liebling, ist witzig und teilweise auch sehr direkt! ABER...man sieht ganz klar, dass seine Möglichkeiten und Kompetenzen begrenzt sind! Die alltäglichen Problemchen der hysterischen Hundeanfänger, die kriegt der alle geregelt...aber darüber hinaus hab ich von ihm bisher auch noch nix umwerfendes gesehen..

    EDIT: Er hat ja bspw. auch ein Buch über Angst bei Hunden geschrieben...das fand ich z.B. ziemlich flach und war echt enttäuscht...er hat die ganze Sache nur oberflächlich angekratzt und Tipps gegeben, die sich jeder Hundehalter mit ein bisschen Hundeverstand selbst herleiten kann...

    Aber es ist doch so...wir sind immer noch beim Anbellen fremder Personen...
    Eine fremde Person taucht in 20 Meter Entfernung auf - Hund hat den Drang hinzurennen und die Person zu verbellen...die Person kommt näher...der Drang zu Bellen wird stärker...die Person läuft direkt an uns vorbei, ist zum Greifen nah...und erst wenn die Person vorbei ist lobe ich?
    So mache ich das, wenn ein Hund ein Verhalten wirklich "begriffen" hat, wenn wir die Situation schon x-mal durchgespielt haben...aber bei einem Hund, für den das alles neu ist...der bisher jeden Menschen verbellt hat...da bestärke ich doch jeden Teilschritt, der in die richtige Richtung geht...wie will ich dem Hund denn sonst klar machen, was ich überhaupt von ihm will?

    Aber bleiben wir mal bei einer "Bellattacke":
    Wenn der Hund sich da unterbrechen lässt und sich mir zuwendet würde ich IMMER loben - denn genau dieses Verhalten will ich ja festigen...und ich finde in einer extrem angespannten Situation...sei es jetzt das Anbellen anderer Leute, die Begegnung mit dem vierbeinigen Erzfeind oder der flüchtende Hase...das Verhalten zu unterbrechen und sich dem HF zuzuwenden ist schon ne beachtliche Leistung...die meines Erachtens gelobt gehört...

    Staffys Kommentare gingen ja schon ein bisschen in die Richtung...es gibt gar nicht wenige "unsichere" Hunde, die die ganze Palette unsicheren Verhaltens (Rute einklemmen, züngeln, sich wegducken etc.) bis zur Perfektion für ihre Zwecke nutzen. Ich hab selber so eine Hündin! Lass dich davon echt nicht einlullen...ich weiß, fällt manchmal schwer...aber behandle sie einfach wie jeden anderen Hund auch...ohne übertriebene Härte...aber mit absoluter Konsequenz...und wenn sich einfach kackfrech über ein Kommando hinweggesetzt wird, dann würd ich auch eher ne Leine werfen als rosa Wattebällchen... :D

    Ich find das eigentlich auch ok und geh da mit brush absolut konform...vordergründig scheint es da um die Wahrung der Individualdistanz zu gehen...
    Etwas eigenartig finde ich aber, dass die anderen Hunde da so beeindruckt von sind, dass sie die ganze Zeit auf ihren Plätzen bleiben. Also entweder packt deine Hündin da doch deutlich fester zu als es situationsangemessen wäre...oder die anderen sind absolute Waschlappen... :D
    Wenn das bei uns mit Emma und Janosch passieren würde, dann würden meine Hunde deinen Hund zwar meiden, sie würden kleine Bögen um sie laufen und ihr nicht zu sehr auf die Pelle rücken, aber sie würden sich definitiv weiterhin frei in der Wohnung und im Geschehen bewegen...

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    Ich würde den Kleinen korrigieren oder einen Platz zu weisen, aber nicht den Großen korrigieren.

    Fräuleinwolle wird mich sicher korrigieren, wenn ich was falsch verstanden habe, aber scheinbar scheint Bluey ja teilweise schon von der reinen Anwesenheit des anderen Hundes "angepisst" zu sein...also auch OHNE das es zu irgendwelchen "körperlichen Belästigungen" kommt. Und da kann es doch kein Ansatz sein Jabba noch mehr in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken als es Bluey schon tut. Jabba soll sich doch in der Wohnung frei bewegen können, er soll halt nur lernen Bluey nicht zu sehr auf die Pelle zu rücken.
    Und die Frage, ob dieses Verhalten wirklich ursächlich mit Schmerzen zusammenhängt stell ich mir, weil das ja kein untypisches Verhalten unter Hunden ist! Bewegungseinschränkungen und Raumkontrolle demonstrieren Macht...und würde ich bspw. Emma so machen lassen wie sie will, dann würde sie auch alle Hunde in unserer Wohnung in einer Ecke festsetzen und sie da nicht mehr rauskommen lassen...

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    Deshalb würde ich mir darum erst Gedanken machem, wenn die Schmerzen nachlassen

    Hm...ich weiß nicht...denn dieses ständige rumschicken von Jabba, dass Nicht-Akzeptieren, dass er sich im gleichen Raum aufhält ist doch, Schmerzen hin oder her, eine ziemlich überzogene Reaktion (und ich find es auch fraglich, ob das überhaupt ursächlich mit den Schmerzen zusammenhängt...).
    Von daher würde ich zumindest das (aggressive Reaktionen bei direkter Schmerzeinwirkung sind da wieder ne ganz andere Geschichte) jetzt schon konsequent unterbinden!