Wundert mich eher, dass nicht mehr aus diesem Wurf so sind. Aber was hilft der Vergleich, es reicht ja, dass bei Lucifer die Genetik durchkommt (und stört 😎).
Noch Mal, so Hunde brauchen was ernstes. Kein "mal gucken", kein "is mir selbst nicht wichtig", sondern "dein fuß muss 2 mm nach links, gib dir mal richtig mühe".
Die brauchen den Druck und das "du machst das richtig"-Gefühl und vor allem niemanden, der ihr Sein und ihr Wesen abstellen will.
Die bellen, die ballern, die flippen aus. Man kann sie unheimlich hoch drehen und dafür brauchts nicht viel, das muss halt kanalisiert werden und nicht unterdrückt.
Man muss das nutzen wollen, was sie an Wahnsinn anbieten, mögen und lenken. Eine klare Ja-Nein-Welt, kein Vielleicht, kein "n bisschen". Die wollen und können idR nicht selbst entscheiden, sind viel zufriedener wenn man ihnen vorgibt, was sie tun sollen.
Diese Hunde sind sehr fein, die reagieren auf Stimmung und Gedanken und setzen das um, was sie vom Menschen "fühlen". Gleichzeitig sind sie recht wenig kritikfähig, machen schnell dicht und ballern sich kopfmäßig in andere Sphären. Erlebst du ja selbst.
Wir reden hier von nem Gebrauchshund "light" und nicht von einem Kuschelwuschelbegleitcollie. Das war aber schon allein von der Ahnentafel her klar und ich bin überrascht, dass das so lange so gut ging. Wieso hast du Lucifer gekauft damals, wenn er dir weder gefällt (überspitzt gesagt), NOCH die Genetik dir zusagt? (ist rhethorisch, musst du nicht beantworten)
Gib dem ne wichtige, glaubhafte Aufgabe und Auslastung mit Lärm und Dynamik und gleichzeitig Impulskontrolle. Irgendwas wo er richtig die Sau rauslassen kann, wenn er gut gearbeitet hat. Dann kriegt er auch sein Köpfchen sortiert.