Beiträge von ruelpserle

    Dazu mach ich mal kurze Rechnung auf:

    Dein Mann fängt im Januar einen neuen Job an - und bei aller Vorplanung: wie die Realität ausschaut kann man nie so genau wissen.
    Wir haben jetzt Ende Oktober. Sind also noch knapp 2 Monate... erst mal ne lange Zeit, denkt man.

    Bei manch einem guten Züchter wartest du bis zu 2 Jahren auf einen passenden Welpen! Aber nehmen wir an, es geht zufälligerweise schneller - übermorgen wird kein Hund bei euch einziehen können! Dann ist von den 2 Monaten ruckizucki schon einer rum.

    Welpe wird mit 8 - 10 Wochen abgegeben. Mit ca. 4-5 Monaten kann er zuverlässig stubenrein sein. Wenn´s davor klappt, war der HH immer schneller. Manche brauchen aber länger.

    Bis der Welpe mit deiner Tochter am Rad mitlaufen kann, vergeht -je nach Größe- min. 1 bis 1,5 Jahre!

    Ich muss gestehen: ich hab Bauchschmerzen, da nen Welpen mit reiinzusetzen!
    Der Welpe soll Ruhe lernen - in einer Rasselbande?
    1-2 Kinder mit zu beaufsichtigen fällt den meisten schon schwer - bei mehreren? Und dann noch einen Welpen?
    Dann möchte ich die Eltern erleben, wenn der Welpe seine Beißhemmung an ihren Kindern "übt"...

    Würde nach wie vor zu einem erwachsenen Hund raten! Dafür hören sich die Rahmenbedingungen super an.


    Aber 2 Fragen habe ich noch:
    - hast du bei deiner Berufshaftpflicht wegen Hund nachgefragt. Vor allem, da dieser ja mit Bestandteil der Arbeit sein soll.
    - wie kommst du an "deine" Kinder? Ich kenne es so, dass das über eine Art "zentrale Vergabestelle" läuft. Sind die denn auch informiert?

    Ich war nicht auf der Suche nach einem Zweithund. Aber habe mit Lolek und seine Geschwister mit knapp 3 Wochen das erste mal besucht, da meine Hundetrainerin und Freundin seine Schwester genommen hat.
    Und dann kam das dickste Wuschelding zu mir, hat sich hergekuschelt und blieb die nächsten beiden Stunden auf meinem Arm. Aber ich wollte ja keinen Zweithund.... Und schon gar keinen Welpen. Also: putzig, die Meerscheinchen... aber nix für mich!
    Nächste Woche stand der nächste Besuch bei seiner Schwester an. Und wieder kam der Eisbär zu mir. Aber: ich wollte ja keinen Zweithund. Vor allem keinen Welpen, keinen Rüden, nix großes, nix und nix wuscheliges. :hust:

    Naja... so ging das dann noch 3 Wochen... und dann hatte er mich lange genug um den Finger gewickelt.... :D

    Und er ist perfekt für mich, meinen Job als Streetworkerin und seinen als Sozpäd-Hund und vor allem seine Aufgabe als "Sklave der Prinzessin Hoover"! :lol:

    Ich habe da eher noch einige "pädagogische" Fragen:
    Kannst du dir anfangs frei nhemen? Oder hast du jemand, der dich in der ersten Phase unterstützt? Oder soll der Welpe von Anfang den ganzen Tag mit dir und deinen Tagesmutterkids unterwegs sein? Wieviel Ruhephasen soll der Hund generell bekommen? Ist das mit den Eltern der Tageskinder abgeklärt? Liegen zB Allergien vor? Was machst du, wenn Eltern "drohen" ihr Kind woanders unterzubringen (ok, je nachdem wo man ist, ne relativ leere Drohung :D )? Oder bei einem Kind Allergien vorliegen? Ist das mit deiner Berufshaftpflicht abgeklärt, dass ein Hund mit "in die Arbeit" kommt?

    Welpe bedeutet:
    - nicht stubenrein --> bei 0-3 jährigen Kindern sehe ich die Gefahr, dass sie durchkrabbeln
    - keine Beißhemmung

    Welpen brauchen anfangs eigentlich fast ne rund-um-die-Uhr-Betreuung. Kinder in dem Alter aber auch. Sehe ich echt schwierig.


    Ich würde hier eher zu einem "älteren" Tier tendieren. Ich würde es z.B. mal in Ausbildungszentren für Blinden- oder Behindertenbegleithunde probieren. Da werden zum Teil Hunde abgegeben, wenn sich während der Ausbildung rausstellt, dass sie z.B. als Blindenhund doch nicht geeignet sind.


    Rasse-mäßig kann ich wenig sagen, aber hat der Leonberger nicht auch ziemlichen Schutzrieb?
    Ansonsten würde ich dir einen Hütehund empfehlen.... der kann dir dann helfen die Rasselbande zusammen zu halten! :lachtot: :lachtot:

    Zitat

    :???: Ich wohne in Berlin Kreuzberg(Neukölln, da müssen sich die Prüfer aber echt was einfallen lassen, wenn jemand ein für den Hund ungewöhnliches Erscheinungsbild haben soll. Vielleicht ein Ganzkörper Hühnerkostüm...Oder ein paar Sargträger...hm...

    Bei Lolek kommt es momentan auf die Tageslaune an: manchmal machen ihm weder Sargträger noch Leute in Hühnerkostümen was aus... und am nächsten Tag reicht schon ein Jugendlicher mit Basecap! :ugly:

    Achja, bei Lolek wäre eine Landprüfung eher das Problem: ein krähender Hahn und ich hab nen 30 kg Brocken aufm Arm! :lachtot:

    Wer sich die Prüfungsordnung beim BHV Hundeführerschein anschaut, wird erkennen, dass der Test so ähnlich abläuft wie Sunti & Brizo das wollen.

    1. Teil: "Ablenkungsarme Umgebung" ruhiger, aber öffentlicher Platz (kein Hundeplatz)
    - Hund kontrolliert aus dem Auto ein-/aussteigen lassen
    Gehorsamsübungen:
    - Sitz, Platz, Steh
    - Ablegen & Entfernen (in SIchtweite)
    - Rückruf
    - Locker Leine Laufen
    - Korrekturwort
    Handling-Übungen, die der/die Halter/in absolvieren muss:
    - Maulkorb anlegen
    - Ohren/Pfoten kontrollieren
    - Spielzeug "wegnehmen"

    2. Teil: öffentliche Grünanlage
    Prüfungsteil soll den Charakter eines Spaziergangs haben. bei dem Gehorsam und Verhalten in der Öffentlichkeit geprüft werden.
    - diesselben Übungen wie in Teil 1
    Zusätzlich "Reize" wie Jogger, Radfahrer, Fussgänger, andere Hunde...
    Mindestens vorkommen müssen:

    Personen, die ein für den Hund ungewöhnliches oder auffälliges Erscheinungsbild haben (mindestens zwei Mal)
    Personen, die den Hund in schneller Fortbewegung überholen oder ihm entgegen kommen (mindestens drei verschiedene Situationen)
    Begegnung mit einem angeleinten und einem freilaufenden Hund

    Weitere Situationen, die in Prüfungsteil B) geprüft werden, sind:

    Halter geht mit angeleintem Hund, Kinder kommen und wollen den Hund streicheln.
    Eine Fremdperson geht direkt auf den Hund zu und versucht, freundlich-aufdringlich Körperkontakt zum Hund aufzunehmen.
    Eine Fremdperson geht auf den Halter zu, spricht ihn an und schüttelt ihm die Hand.
    Halter und Hund gehen durch eine ihnen entgegen kommende Menschengruppe (mindestens 5 Personen) hindurch.
    Ein Hundehalter mit einem sich neutral verhaltenden, angeleinten Hund begegnet dem Halter-Hund-Team, bleibt auf gleicher Höhe stehen und beginnt ein Gespräch und geht nach kurzem Gespräch weiter.

    3. Teil: innerstädtischer Bereich
    Soll den Charakter eines Stadtbummels haben
    Die folgenden Situationen sollten vorkommen:
    Halter und Hund fahren Fahrstuhl mit anderen Personen
    Halter und Hund begegnen auf einem schmalen Weg einer anderen Person
    Halter und Hund suchen ein Cafe/Restaurant auf und nehmen kurz Platz
    Halter und Hund suchen ein Geschäft auf
    Halter und Hund werden von einem Passanten geschnitten
    Halter und Hund fahren Bus oder Bahn
    Halter und Hund gehen an einer stark befahrenen Straße entlang

    Teil 1 & 2 kann entweder im Freilauf oder angeleint erfolgen, Teil 3 erfolgt immer angeleint.

    Hier: http://www.bhv-net.de/index.php?opti…id=79&showall=1 nachzulesen.


    Ich finde, da ist echt viel Spielraum drin. Wenn man z.B. einen Hund hat, der auf Kinder negativ reagiert - blockt man die Kinder ab. Es steht nirgends, dass die Kinder den Hund streicheln müssen.
    Dann gibt es in der Prüfunhg "sollten vorkommen" Teile. Da gehe ich davon aus, dass wenn jemand sagt, mein Hund packt aus den und den Gründen Bahn fahren nicht, dann kommt das halt nicht vor.
    "Innerstädtisch" ist sicherlich auch Definitionssache: Wenn ich Freisings Innenstadt mit Münchens Innenstadt vergleich, ist das schon ein ziemlicher Unterschied. Mit einem extrem unsicheren Hund wäre es sicherlich möglich, die ganze Prüfung in einer "kaffigen Innenstadt" zu machen.


    Problematisch sehe ich sehr wohl, das es 2 (oder mehr) unterschiedliche HF gibt. Ich finde den vom BHV gut und würde mir wünschen, dass der sich "durchsetzen" würde. Denn ich finde ihn am alltagstauglichsten und am "Halter-überprüfigsten"!

    Konnte nicht mehr editieren:

    Achja, und wer sind "die Leute mit anderen Mentalitäten"?? Hier in Bayern eigentlich alle nördlich des Weißwurst Äquators.... :headbash:
    Wärum erklärt "Osteuropäer" eine bestimmte Verhaltensweise? Sind alle osteuropäischen Pilzesammler aggressive Arschlöcher?
    Waum muss bei einer GEschichte, in der ein Hund vor dem Supermarkt von Menschen getreten wurde, "ausländische Mitbürger" dabei stehen? Weil "deutsche Mitbürger" nie Hunde treten? Dann war der Jogger, der mit Absicht auf einen Hundeschwanz getreten ist, vermutlich auch ein "ausländischer Mitbürger"..... :???:

    Arschlöcher sind Arschlöcher - egal welcher Herkunft, welchen Pass, welche Hautfarbe, welche Religion, welches Geschlecht, welche sexuelle Orientierung... sie haben!


    Mucci, den umgelegten Schalter hab ich ja schon mitbekommen.... :hust: :D

    Zitat

    Hey, Streifenpanda, ist das nicht nach dem Motto: "ScheissOsteuropäer"? :???:

    Zwar nicht Streifenpanda, aber ich frage mich schon, was die angenommene Herkunft der Pilzsammler mit dem Rest der Geschichte zu tun hat. Eine überflüssige und vorurteilsfördernde Information. Oder wäre das Verhalten bei "sächsisch/bayrisch/platt-sprechenden" Pilzsammlern besser gewesen?? :???:

    Ich war nicht auf der Suche nach einem Zweithund. Und dann bin ich über Lolek "gestolpert"! Habe ihn dann für mich angeschafft. Er erfüllt 5 von 5 Punkten, die ich NIE wollte. Und trotzdem ist er ideal. Er macht seinen Job super, hat sich hier gut eingefügt und ist super.

    Wenn es nach Hoover gegangen wäre, wäre hier kein Welpe eingezogen. Aber sie hat recht schnelld ran gewöhnt und will das Schaf auch nimmer missen.

    Bei der Deutschen Bahn gilt:

    Hund bis zur Katzengröße (ca. 7 - 8 kg maximal - hat mir ein Bahnmitarbeiter gesagt) kann in der Tasche transportiert werden. Dann muss er die ganze Zeit in der Tasche/Box sein. Eigentlich muss es ein tier-geeigneter Transportbehälter sein, also "Sporttasche" oä gelten nicht, da der Hund ja verschlossen mitgenommen werden muss und eben nur Transporttaschen/-boxen für ausreichend Belüftung sorgen.
    Alles anderen Hunde (größer oder ohne Transporttasche) haben eine Maulkorbpflicht! Ob diese Pflicht vom Zugbegleiter überprüft und eingefordert wird, ist dann eine Einzelentscheidung. Aber der Zugbegleiter kann dich samt Hund aus dem Zug werfen, sofern er nicht mit Maulkorb oder Tasche gesichert wird!

    In den einzelnen Verkehrsverbunden ist es unterschiedlich geregelt. Im MVV in München gilt Maulkorbzwang nur für "besonders gefährliche Hunde" wie SoKas oder z.B. Auflage vom OA.


    Hoov hat den Maulkorb manchmal an, damit sie nicht ständig von jedem angegrabscht wird... und bei Lolek werde ich das auch so handhaben. :D

    Zitat

    Danke Franziska :!:

    Dem kann ich mich nur anschließen!
    Und auch dem, dass mir eher unerzogene als "scharf gemachte" Hunde treffe.

    In einem anderen Thread habe ich geschrieben, dass eine Freundin von mir im Ordnungsamt einer kleinen Kommune arbeitet. Die sind da gerade dabei, dass "Hundegesetz" so zu ändern, dass Menschen, die "nachweisen" können, dass sie ihren Hund im Alltag so händeln können, dass keine anderen Menschen/Hunde/Tiere allgemein belästigt werden, weniger Hundesteuer zahlen müssen. Das finde ich einen sinnvollen Ansatz. Wer -warum auch immer- weder BH noch Hundeführerschein oder ähnliches machen will (oder angeblich kann), muss halt einfach mehr zahlen. Kann ja dann jede/r selber entscheiden. :lol:


    @ Dina, ich kann wieder nur von meinem Gespräch mit der Mitarbeiterin beim BHV "reden". Alltagstauglich muss vor allem der HH sein. Du musst wissen, wie du deinen Hund händeln musst, das er niemanden "belästigt" oder gefährdet. Bspw: Hund reagiert aggressiv auf Kinder - Hund muss dementsprechend von dir als HH gesichert und geführt werden. Kinder blocken, in belebten Gebieten MK tragen etc.
    Vielleicht liegt es ja auch an meiner mangelnden Phantasie, aber ich kann mir nicht vorstellen, welcher Hund den BHV Test nicht schaffen sollte! Gerade Leute mit "Problemhunden" haben in der Regel doch schon eine Lösung für den Alltag gefunden. Und darum geht es doch bei der Prüfung. Irgendwie...
    Von daher bin ich jetzt mal neugierig und es würde mich interessieren, aus welchen Gründen jemand der Meinung, "mein Hund würde das nicht schaffen". Unabhängig von Sinn/Unsinn, will/muss ich machen. Interessiert mich einfach nur.
    Jemand hat geschrieben: 4-5 Stunden würde mein Hund nicht durchhalten, zu sehr gestresst: müsste man anfragen, ob die Prüfung verkürzt und in einer stressfreieren Umgebung stattfinden kann. (ich als Prüferin würde dann halt noch wissen wollen, wie in Notsituationen gehandelt werden würde, in denen der Hund einer solchen Stresssituation ausgesetzt werden müsste).
    So zumindest habe ich die BHV Frau verstanden, dass dies möglich wäre.